Bis hier hin und nicht weiter: Tarik Elyounoussi und die Hoffenheimer und stoppen Leroy Sané und die Siegesserie der Bayern.
Bis hier hin und nicht weiter: Tarik Elyounoussi und die Hoffenheimer und stoppen Leroy Sané und die Siegesserie der Bayern.
Bild: www.imago-images.de / Markus Ulmer

1:4 in Hoffenheim: Hoeneß-Neffe führt die Bayern vor

28.09.2020, 11:44

Ausgerechnet ein Hoeneß beendet die Siegesserie der Bayern. Natürlich nicht Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des Vereins. Sondern sein Neffe Sebastian Hoeneß, Trainer von 1899 Hoffenheim und Sohn von Dieter Hoeneß. Im Sonntagsspiel des zweiten Bundesligaspieltages gab es für den Triple-Sieger aus der letzten Saison einen ersten Dämpfer. Der Rekordmeister verlor 1:4 bei starken Hoffenheimern.

Somit sorgte das Team von Sebastian Hoeneß für die erste Bayern-Niederlage in einem Pflichtspiel seit Dezember 2019 und für die erst dritte Niederlage in der jungen Ära von Trainer Hansi Flick. Bis 2019 war Hoeneß noch Trainer der Bayern-U19 und anschließend der zweiten Mannschaft. Ein Sieg gegen seinen alten Arbeitgeber wirkt somit noch bedeutsamer.

Die Hoffenheimer feiern das Tor zum 1:0 durch Ermin Bicakcic.
Die Hoffenheimer feiern das Tor zum 1:0 durch Ermin Bicakcic.
Bild: www.imago-images.de / Thomas Voelker

Ermin Bicakcic (16. Minute) und Munas Dabbur (24.) brachten die Kraichgauer in Führung. 6030 Zuschauer im Sinsheimer Stadion sahen dann den Anschlusstreffer von Joshua Kimmich (36.). Der überragende Andrej Kramaric (77.) erhöhte auf 3:1, eher er per Foulelfmeter (90.+2) auch den 4:1-Endstand markierte. Für ihn war es der neunte Treffer in den letzten drei Bundesliga-Spielen.

Hoeneß sprach im Anschluss im "Sky"-Interview von einem "geschichtsträchtigen Spiel". "Seine Mannschaft habe "herausragende Arbeit" geleistet und "klug und zielstrebig" gespielt. Er gab jedoch auch auch zu bedenken: "Der Gegner hat am Donnerstag 120 Minuten Supercup in Budapest gespielt". Nur gut 60 Stunden nach dem siegreichen europäischen Supercup-Finale gegen Sevilla kassierten die Münchner somit die erste Pflichtspiel-Niederlage im Jahr 2020. Das kräftezehrende Spiel schien ihn noch in den Knochen zu stecken.

Hat Grund zur Freude: Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß.
Hat Grund zur Freude: Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß.
Bild: www.imago-images.de / Gabor Krieg

Nach einer etwas schleppenden, aber überlegenen Anfangsphase der Münchner nutzte die TSG ihre ersten beiden Chancen eiskalt: Bicakcic köpfte nach einer Ecke das 1:0, Dabbur düpierte nach einem Patzer von Benjamin Pavard Nationalkeeper Manuel Neuer mit einem Heber. Die Bayern-Abwehr ließ den Hoffenheimern weiterhin ungeahnte Schlupflöcher: So hatte Christoph Baumgartner nach einer knappen halben Stunde schon das 3:0 auf dem Fuß, der Ball ging aber drüber.

Munas Dabbur sorgt mit einem Heber für das 2:0 – Manuel Neuer bleibt nur das Nachsehen.
Munas Dabbur sorgt mit einem Heber für das 2:0 – Manuel Neuer bleibt nur das Nachsehen.
Bild: www.imago-images.de / Thomas Voelker

Von Lewandowski-Vertreter Joshua Zirkzee war bis dahin nichts zu sehen. Dabei musste die TSG auf ihren Kapitän und Abwehrchef Benjamin Hübner verzichten, zudem humpelte Bicakcic noch vor der Pause verletzt raus. Kimmich gelang zwar das 1:2, doch Christoph Baumgartner und Andrej Kramaric vergaben vor der Pause weitere dicke Chancen für die TSG.

Nach dem Wiederanpfiff verpasste Dabbur gleich zweimal das 3:1. In der zunehmend hektischen Partie rieben sich die Münchner in Zweikämpfen auf. Hoffenheims Torwart Oliver Baumann hatte in seinem 200. Bundesliga-Spiel weitaus weniger zu tun als sein Gegenüber Neuer. Die eingewechselten Lewandowski und Goretzka blieben ebenfalls weitgehend unauffällig, während Hoffenheim weiter munter seine Chancen suchte. In der Schlussphase verursachte Manuel Neuer dann einen Elfmeter, den Andrej Kramaric für die Entscheidung nutzte.

(lau/dpa)

Meinung

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