Jerome Boateng vom FC Bayern München.
Jérôme Boatengs mittelfristige Zukunft in München ist zwar immer noch unsicher, aber diese Saison bleibt er wohl erstmal bei den Bayern. Im Juni dieses Jahres läuft sein Vertrag aus.Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON
Fußball International

Inter-Mailand-Ass gegen Bayern-Star: Darum ist dieser Deal gescheitert

14.10.2020, 10:54

Wie der Pay-TV-Sender Sky berichtet, soll es in diesem Sommer ein konkretes Angebot von Inter Mailand für Bayerns Abwehr-Star Jérôme Boateng gegeben haben.

Der italienische Spitzenklub bot dem FC Bayern München demnach folgendes Tauschgeschäft an: Der 32-jährige Ex-Nationalspieler sollte auf Leihbasis zu den Nerazzurri wechseln, im Gegenzug wäre der offensive Mittelfeldspieler Christian Eriksen ebenfalls leihweise nach München gekommen.

In Mailand hätte man vernommen, dass Bayern nach einem offensiven Mittelfeldspieler als Backup für Thomas Müller gesucht habe, nachdem Philippe Coutinho zum FC Barcelona zurückgekehrt war.

Antonio Conte lässt Christian Eriksen bei Inter Mailand kaum spielen

Der 28-jährige Eriksen war erst im Winter für 27 Millionen Euro von Tottenham Hotspur nach Norditalien gewechselt, der dänische Nationalspieler erachtete bei Inter die Chance als größer, endlich mal einen großen Titel zu gewinnen.

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Christian Eriksen (l.) im Trikot von Internazionale.Bild: imago images / www.imagephotoagency.it

Doch Trainer Antonio Conte lässt den hochveranlagten Spielmacher und Freistoßexperten links liegen. Bisher spielte Eriksen für die Nerazzurri erst vier Mal über 90 Minuten, insgesamt kommt er auf 28 Pflichtspieleinsätze (vier Tore, drei Vorlagen). Nach Informationen des Magazins "Sport Bild" habe Inter Mailands Sportdirektor Piero Ausilio daher geschaut, ob man Eriksen nicht bei einem anderen Verein unterbringen könnte.

Demnach seien auch der Spieler selbst sowie Boateng an diesem Deal, der laut Bericht für keine Partei eine Leihgebühr gekostet hätte, interessiert gewesen. Wie "Sport Bild" weiter berichtet, hätten Boateng und Eriksen ein ähnlich hohes Jahressalär, etwa zwölf Millionen Euro. Das Gehaltsbudget wäre also bei beiden Klubs dadurch nicht überstrapaziert worden.

Doch beim FC Bayern habe es zwei Gründe gegeben, diesen Deal abzulehnen, wie das Magazin schreibt:

  1. Hasan Salihamidzic wollte lieber Marc Roca von Espanyol Barcelona verpflichten, was er dann auch umsetzte.
  2. Trainer Hansi Flick wollte den Routinier nicht gehen lassen. Boateng fand unter dem Triple-Trainer zu alter Stärke zurück. Im Champions-League-Finalturnier in Lissabon zeigte er starke Leistungen, auch jetzt in der neuen Saison ist er Stammspieler.
Interner Abend /Bankett nach Champions League/ Finale/ Paris St. Germain - Bayern Muenchen 0-1 v.li:Hans Dieter Flick Hansi ,Trainer Bayern Muenchen und Hasan SALIHAMIDZIC Sportvorstand Bayern Muenche ...
Wollten Eriksen nicht und Boateng behalten: Hansi Flick (l.) und Brazzo nach dem Champions-League-Sieg.Bild: FC Bayern Muenchen / imago images

Boateng ist nur noch bis Sommer dieses Jahres vertraglich an den Rekordmeister gebunden, zu einer möglichen Verlängerung des Kontrakts über Juni 2021 hinaus äußerten sich beide Parteien bisher eher vage.

Vielleicht wird das Inter-Angebot mit Christian Eriksen ja im Winter nochmal interessant für die Bayern...

(as)

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