Julian Nagelsmann ist seit 1. Juli 2021 Trainer beim FC Bayern München.
Julian Nagelsmann ist seit 1. Juli 2021 Trainer beim FC Bayern München.
Bild: www.imago-images.de / MIS

Im Podcast von Toni Kroos: Nagelsmann spricht über Karriereende als Trainer

08.10.2021, 11:23

Seit Sommer ist Julian Nagelsmann Trainer beim FC Bayern München, er kam von Konkurrent RB Leipzig. Seine Bilanz der ersten drei Monate liest sich mit neun Siege, einem Unentschieden, einer Niederlage und einem Torverhältnis von 47:8 gut.

Bei den Münchnern hat er einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, er wäre also bis 2026 Trainer beim FC Bayern. Eine ähnlich lange Zeit als Coach beim Rekordmeister gab es zuletzt zwischen 1998 und 2004, als Ottmar Hitzfeld in sechs Jahren vier Meisterschaften und die Champions League 2001 holte.

Nagelsmann im Kroos-Podcast über Bayern-Vertrag

Im Podcast "Einfach mal Luppen" von Toni und Felix Kroos war der 34-Jährige in der aktuellen Folge zu Gast und sprach unter anderem über die Wahrscheinlichkeit, seinen Vertrag bis 2026 in München zu erfüllen. Mit einem Lachen erzählt er: "Die Geschichte zeigt, dass es fast unmöglich ist, so lange bei Bayern zu sein. Ich weiß es nicht. Ich probiere es auf jeden Fall."

Was er meint: Erfüllt er seinen Vertrag, wäre er nach Hitzfeld der Trainer mit der zweitlängsten Amtszeit gemeinsam mit Ludwig Goldbrunner (1938 – 1943) und Zlatko Cajkovski (1963 – 1968). Als Vorbild für eine lange Amtszeit nimmt er Sir Alex Ferguson, der fast 27 Jahre Trainer bei Manchester United war.

Nagelsmann erzählt: "Er hat in einem Drei-, Vierjahresrhythmus fast den gesamten Kader immer ge- und verändert und auf ganz entscheidenden Positionen viele neue Spieler geholt und viele andere verkauft. Wenn du als Trainer eine ordentliche Halbwertszeit haben möchtest, ist es wichtig, deine Idee immer mal wieder anzupassen und nicht immer nur das Gleiche zu machen, damit es interessant bleibt."

Felix Kroos spricht Nagelsmann auf Karriereende an

Auch auf sein mögliches Karriereende als Trainer wird Nagelsmann von Felix Kroos angesprochen. Seine Antwort: "In 15 Jahren wäre es gut, wenn ich dann kein Trainer mehr bin. Wo ich dann genau bin, weiß ich nicht, aber ich bin ein Freund der Berge. Grundsätzlich ist es mir wichtig, auch viele Interessen außerhalb des Fußballs zu haben und das sind bei mir andere Sportarten, deshalb muss ich in einem Alter sein, wo ich mich noch bewegen kann."

"Der größte Unterschied ist das mediale Interesse. Wenn hier in der Küche ein Teller zu Bruch geht, steht das morgen in der Bild-Zeitung."
Julian Nagelsmann über den Unterschied zwischen Leipzig und München

Ein weiteres Thema der aktuellen Podcast-Folge sind die Unterschiede, die Nagelsmann zwischen der Arbeit in Leipzig und in München sieht. "Der größte Unterschied ist das mediale Interesse. Wenn hier in der Küche ein Teller zu Bruch geht, steht das morgen in der Bild-Zeitung. Jeder Schritt, den du machst, ist transparent, offen und wird tausendfach diskutiert. Du bewegst dich nur in Extremen."

Als Beispiele führt er an, dass die Bayern nach dem Sieg gegen Kiew (5:0) in der Champions League vergangene Woche als "Götter Europas" gefeiert wurden und nach der Pleite am vergangenen Wochenende gegen Frankfurt (1:2) stecke München in der ersten "Nagelsmann-Krise".

Als Nagelsmann im Sommer nach München kam, zahlten die Bayern sogar eine Ablöse von rund 20 Millionen Euro für ihren neuen Trainer. Diesen Vorgang findet Nagelsmann nicht verwerflich, sondern eher richtig. Konkret sagt er: "Man hört ja sehr oft, dass der Trainer mit die wichtigste Person im Verein ist. Daher finde ich es schon relativ normal, dass irgendwann auch Trainer etwas kosten. Über die Höhe der Summe kann man diskutieren, aber dass ein Trainer Ablöse kostet, finde ich nicht verkehrt."

(stu)

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