Sportdirektor Hasan Salihamidzic (l.) hat geliefert und mit Philippe Coutinho endlich seinen Top-Transfer eingetütet.
Sportdirektor Hasan Salihamidzic (l.) hat geliefert und mit Philippe Coutinho endlich seinen Top-Transfer eingetütet.
Bild: MICHAEL DALDER /reuters

Schon vor dem ersten Training profitiert der FC Bayern vom Coutinho-Effekt

21.08.2019, 08:40

Jetzt ist er endlich da: Philippe Coutinho hat offiziell beim FC Bayern München unterschrieben. Lange kämpften die Bayern-Verantwortlichen um Sportdirektor Hasan Salihamidzic für so einen Königstransfer und gegen kritische Fans sowie Experten. Und obwohl der brasilianische Nationalspieler noch nicht einmal auf dem Trainingsplatz stand, spüren die Bayern schon jetzt den Coutinho-Effekt.

Vor allem der viel gescholtene Salihamidzic dürfte die Euphorie schon nach wenigen Tage spüren. Wurde er noch beim Pokalspiel gegen Energie Cottbus für die Transfer-Misere der Bayern verantwortlich gemacht, feierte er mit der Bestätigung der Coutinho-Leihe nach Abpfiff beim Bundesliga-Auftakt gegen Hertha seinen bisher größten Transfer-Erfolg. Sogar vom ärgsten Kontrahenten aus Dortmund gab es Lob. "Fakt ist, dass das der Bundesliga gut tut", sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke am Montag.

Bei der Präsentation von Coutinho erklärte Salihamidzic, dies sei "ein Transfer, der dem FC Bayern gut zu Gesicht steht". Auch wenn der Neuzugang aus Barcelona die Bayern eine Leihgebühr von achteinhalb Millionen Euro inklusive zwölf Millionen Euro Gehalt kosten soll, zahlt sich der Transfer jetzt schon in Sachen "Hype" aus.

Coutinho hat mehr Follower als der FC Bayern

Im Pressesaal der Allianz Arena herrschte Ausnahmezustand: Zum Empfang von Coutinho versammelten sich 17 Kamerateams und um die 80 Reporter aus aller Welt. Den Coutinho-Effekt merken die Bayern auch auf Instagram, wo der Brasilianer mehr Follower als der Klub hat.

Freuen sich, dass es endlich geklappt hat: Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Hasan Salihamidzic (r.) mit Philippe Coutinho.
Freuen sich, dass es endlich geklappt hat: Karl-Heinz Rummenigge (l.) und Hasan Salihamidzic (r.) mit Philippe Coutinho.
Bild: MICHAEL DALDER / reuters

Während den Bayern 17,8 Millionen Fans auf Instagram folgen, sind es bei Coutinho ganze 20,5 Millionen. Und so stellte der Rekordmeister bei der Verkündung seines Top-Transfers gleich mal eine eigene Bestmarke auf Instagram auf: 1,2 Millionen Fans gaben dem Post ein Herzchen – damit knackten die Bayern erstmals die Millionenmarke in Sachen Likes. Zum Vergleich: Der Beitrag zur Verpflichtung von Neuzugang Ivan Perisic kam innerhalb einer Woche gerade mal auf über 530.000 Likes.

Der Branchendienst Socialblade zeichnete seit dem Transfer auch einen erhöhten Follower-Zuwachs auf: Gab es vergangene Woche noch täglich um die elf bis 14.000 neue Follower, gab es für den FC Bayern alleine in der Nacht von Montag auf Dienstag fast 50.000 neue Follower.

Das Medien-Team der Bayern nahm diesen Ansturm natürlich auch zur Kenntnis und lieferte munter weiter: Seit Sonntag postete der FC Bayern acht Inhalte – alle hatten nur einen Protagonisten: Coutinho.

Der FC Bayern kennt diesen Hype übrigens: Als James Rodriguez von Real Madrid ausgeliehen wurde, gab es schon mal so einen Ansturm. James hat mit fast 43 Millionen Instagram-Followern mehr als doppelt so viele Follower wie Philippe Coutinho. Die Transfer-Verkündung von James wurde 2017 auf Instagram jedoch nur 551.000 Mal gelikt.

Mal sehen, wie das nach Coutinhos Trainingsauftakt am Dienstag weiter geht...

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(bn)

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