Bayern Münchens Thomas Müller dürfte wie der ganze deutsche Profifußball darauf warten, wann die Bundesliga wieder angepfiffen wird. .
Bayern Münchens Thomas Müller dürfte wie der ganze deutsche Profifußball darauf warten, wann die Bundesliga wieder angepfiffen wird. .
Bild: ap / Matthias Schrader / Matthias Schrader

DFL-Treffen am Dienstag: 3 Szenarien zur Fortsetzung der Bundesliga

23.03.2020, 09:56

Bund und Länder haben eine umfassende Reduzierung sozialer Kontakte zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus angekündigt. Nun beginnen die Fußball-Bundesligisten mit der Ausarbeitung des nächsten Notfallplans. Dass der ohnehin von der DFL schon als unrealistisch eingestufte Termin am ersten April-Wochenende für eine Saisonfortsetzung nicht mehr haltbar ist, das steht schon jetzt fest.

Am Dienstag trifft sich das Präsidium der Deutschen Fußball Liga. Eine Woche später kommen die 36 Profi-Klubs aus Bundesliga und 2. Liga zu ihrer nächsten außerplanmäßigen Vollversammlung zusammen, um eine Entscheidung zu fällen.

Gerechnet wird mit einer Absage aller Spieltage mindestens bis Ende April. Dann könnte in einer erneuten Bewertung die Pause sogar nochmals bis Ende Mai verlängert werden. Angesichts der Ausmaße der Pandemie geht es in den Denkmodellen ohnehin nur noch um sogenannte Geisterspiele ohne Fans in den Stadien.

Diese 3 Szenarien für die Saison-Fortsetzung der Bundesliga gibt es:

EM-MODELL

Laut einem Medienbericht könnte die Saison im Modus eines EM-Turniers an festen Spielorten in kurzer Zeit zu Ende gespielt werden. Im Rahmen ihrer Überlegungen prüfe die DFL mehrere Austragungsorte in allen Regionen des Landes, an denen dann mehrere Partien pro Tag angesetzt würden, berichtete der "Sportbuzzer".

Das würde vor allem die Logistik für die Teams erleichtern und den Personalaufwand in den Stadien verkleinern.

Die 1. und 2. Bundesliga sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie in der Zwangspause. Die Stadiontore sind bis auf weiteres geschlossen, so wie hier in Osnabrück.
Die 1. und 2. Bundesliga sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie in der Zwangspause. Die Stadiontore sind bis auf weiteres geschlossen, so wie hier in Osnabrück.
Bild: imago images/Nordphoto/paetzel

EIL-MODELL

Auch ein Saisonende mit den neun verbleibenden Spieltagen und 82 Partien innerhalb von 16 Tagen soll dem Bericht zufolge eine Option sein. Dabei würden in diesem Zeitraum täglich Spiele stattfinden, die Teams müssten alle zwei Tage antreten.

Diese Variante kommt in Betracht, wenn erst im Juni wieder gespielt werden kann und die Saison zwingend am 30. Juni wegen vieler dann auslaufender Spielerverträge beendet sein muss. Alternativ könnte eine Sprint-Saison schon im Mai beginnen und dann noch Zeit für DFB-Pokal und Europapokal-Wettbewerbe sein – dies allerdings scheint momentan ein theoretisches Szenario zu sein.

ENGLISCHES MODELL

Die Premier League macht sich um den Transfertermin Ende Juni offenbar weniger Gedanken. Wie englische Medien berichten, soll der 1. Juni als Re-Start-Datum ausgewählt sein. Dann soll bis Mitte Juli die Saison durchgezogen werden.

Es bliebe sogar noch eine Sommerpause, bevor am 8. August die nächste Saison planmäßig wieder starten würde. In der Bundesliga ist der Anpfiff für die neue Spielzeit sogar erst für den 21. August geplant.

(as/dpa)

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