Matthias Sammer wurde als Spieler und Trainer Meister mit dem BVB, gewann 1997 als Spieler die Champions League und 2013 als Sportchef mit dem FC Bayern.
Matthias Sammer wurde als Spieler und Trainer Meister mit dem BVB, gewann 1997 als Spieler die Champions League und 2013 als Sportchef mit dem FC Bayern. Bild: imago images / bkolbert-press/Burghard Schreyer

"Müssen härter werden": BVB-Berater Matthias Sammer mit deutlicher Ansage an Dortmund-Stars

11.07.2022, 11:39

Mit den Nationalspielern Niklas Süle, Nico Schlotterbeck, Karim Adeyemi, sowie Stürmer Sebastian Haller und Salih Özcan hat Borussia Dortmund in diesem Sommer für ordentlich Aufsehen auf dem Transfermarkt gesorgt. Unter Neu-Trainer Edin Terzic will der BVB in diesem Jahr endlich wieder für einen spannenden Meisterkampf in der Bundesliga sorgen und dem FC Bayern Konkurrenz machen.

Bundesliga-Legende Matthias Sammer, der als externer Berater für den BVB arbeitet, warnt jedoch vor einer zu großen Euphorie angesichts der Neuzugänge.

"Wir haben immer noch keinen Punkt gewonnen. Ich warne davor, sich nur auf diese neuen Namen zu verlassen – die gesamte Truppe wird Topleistungen bringen müssen", sagte er dem Fachmagazin "kicker".

Sammer warnt vor zu viel Euphorie

Dennoch sieht der Europameister von 1996 nach der enttäuschenden vergangenen Saison einen "Aufbruch" bei den Westfalen. Insgesamt fordert Sammer aber vom ganzen Verein, die Leistung in den Mittelpunkt zu rücken.

"Vielleicht bin ich da der Partycrasher, wir müssen härter zu uns werden. Eine Euphorie darf sich gerne auf einem stabilen Fundament aus Leistung entwickeln – dann bin ich auch der Partyhengst."

Um die elfte Meisterschaft des FC Bayern in Folge zu verhindern, fordert er daher "Stabilität zeigen – nicht nur, wenn die Sonne scheint, sondern auch, wenn es regnet. Das müssen wir verbessern." Gut sei nicht gut genug, "solange besser möglich ist".

Ex-BVB-Kapitän fordert mehr Führungsstärke von Marco Reus

Das sei aber nur möglich, wenn Spieler wie Kapitän Marco Reus die Mannschaft auch in engen Spielen gegen Top-Teams mehr mitzieht.

"Die Mannschaft hat sich in den Leben-oder-sterben-Spielen nicht bewiesen, da müssen wir Ansätze wählen, um dem Gegner das Gefühl zu geben, dass sich Borussia Dortmund niemals aufgibt."

Gerade in den Top-Spielen gegen den FC Bayern (2:3, 1:3) und gegen RB Leipzig (1:2, 1:4) zeigte der BVB in der vergangenen Saison enttäuschende Leistungen.

Daher sei für die komme Saison sein "größter Wunsch, dass sich in sportlicher wie auch gruppendynamischer Hinsicht etwas tut".

(lgr)

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