Zeigt Oliver Bierhoff (l.) seinem Trainer Joachim Löw hier einen Ausweg in der Hummels-Debatte?
Zeigt Oliver Bierhoff (l.) seinem Trainer Joachim Löw hier einen Ausweg in der Hummels-Debatte?
Bild: imago images / eu-images

Bierhoff spricht über Hummels-Comeback – und sendet Signal an Löw

30.10.2019, 13:08

Die Verletzungssorgen von Bundestrainer Joachim Löw sind derzeit vor allem in der Abwehr akut. Spätestens nach der schweren Verletzung von Abwehr-Boss Niklas Süle wurden die Rufe nach dem aussortierten Mats Hummels lauter. Nun öffnet mit Oliver Bierhoff ein DFB-Offizieller die Tür für den Dortmunder Abwehrchef.

So hält Bierhoff eine Rückkehr von Ex-Weltmeister Hummels in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für möglich. Es sei leider "das Bild entstanden, als ob es ein finaler Ausschluss aus der Nationalmannschaft war", sagte der DFB-Direktor in der Sky-Sendung "Wontorra On Tour". Weiter sagte er: "Ich habe immer gesagt, wir haben noch keinen Spieler verabschiedet. Wenn wir das gemacht hätten, hätten wir eben Blumenstrauß und ein Geschenk zum Länderspiel gegeben."

Bundestrainer Joachim Löw hatte vergangene Woche trotz des Langzeitausfalls seines neuen Abwehrchefs Niklas Süle eine sofortige Rückholaktion des Dortmunder Innenverteidigers ausgeschlossen. "Man sollte nicht immer alle Pläne über den Haufen werfen, weil der eine oder andere verletzt ist", sagte Löw bei einem Termin in Wolfsburg zum Thema Hummels.

Bierhoff spricht auch über Boateng und Müller

Bierhoff sagte nun zu den Personalentscheidungen von Löw, von der neben Hummels auch Thomas Müller und Jérôme Boateng betroffen waren: "Ich fand das damals sehr klar und deutlich, auch für die Spieler wie Niklas Süle und andere zu sagen: 'Wir planen jetzt nicht mit euch (Hummels, Müller, Boateng, Anm.) – wir haben andere Vorstellungen und wir möchten das auch nicht jeden Monat diskutieren.'" Der DFB-Direktor fügte aber an: "Im Fußball würde ich eh nie was ausschließen, aber das war auch nie so gedacht."

Bierhoff könnte Löw mit seinen Aussagen die Möglichkeit einer Rückholaktion einfacher machen. Der Bundestrainer, dem immer wieder Sturheit bei seinen Personalentscheidungen vorgeworfen wird, gilt als eigen und blieb in der Vergangenheit trotz externer Kritik stets bei seinen umstrittenen Entscheidungen. Das war bei der Nicht-Berücksichtigung von Leroy Sané bei der WM 2018 oder dem Nummer-eins-Versprechen für Manuel Neuer so.

Sehen wir dieses Bild auch bei der EM 2020? Mats Hummels (r.) und Joachim Löw.
Sehen wir dieses Bild auch bei der EM 2020? Mats Hummels (r.) und Joachim Löw.
Bild: imago images/Sven Simon

Diesmal könnte er vor der EM 2020 jedoch glücklich sein noch einen erfahrenen Abwehrspieler wie Mats Hummels oder Jérôme Boateng mitzunehmen. Die Aussagen von Bierhoff, die die Ausbootung der Weltmeister aus dem Frühjahr abschwächen, könnten ein guter Wegbereiter sein. Was auch klar ist: Mit den Bierhoff-Aussagen liegt die ganzen Verantwortung nun bei Löw.

Boateng und Hummels haben sich schon angeboten

Hummels selbst hatte schon im September angedeutet, dass er bei einem Anruf von Löw abheben würde. Auch der aussortierte Jérôme Boateng hatte sich schon für eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft angeboten. "Ich bin immer bereit, wenn Deutschland und Jogi Löw mich brauchen", sagte der Innenverteidiger des FC Bayern dem "Kicker". Sein Trainer Niko Kovac hatte den Süle-Ersatz ebenfalls wieder bei der Nationalelf ins Spiel gebracht: "Er wird beweisen, dass er ein qualitativ sehr guter Spieler ist. Sollte er gut spielen – vielleicht wird er wieder eine Alternative für andere Aufgaben?"

Löw hatte in Wolfsburg gesagt: "Wir haben ja schon ein paar andere junge und gute Abwehrspieler, die sich, denke ich, in den nächsten Monaten noch entwickeln können." Ein kleines Hintertürchen hatte sich allerdings auch der Bundestrainer offen gehalten: "Keine Ahnung, was nächstes Jahr sein wird", sagte er.

(bn/mit Material von dpa)

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