Herbert Hainer ist bereits seit über einem Jahr Bayern-Präsident.
Herbert Hainer ist bereits seit über einem Jahr Bayern-Präsident.
Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON

Bayern-Präsident bietet Müller und Neuer Jobs an

01.02.2021, 15:43

Seit November 2019 ist Herbert Hainer Präsident des FC Bayern München. Er tritt damit das Erbe von Uli Hoeneß an – keine leichte Aufgabe. Im Interview mit der "Bild am Sonntag" bilanziert er nun sein erstes Jahr als Bayern-Präsident, äußert sich aber auch zu den Einnahme-Verlusten durch die Corona-Krise und den Gerüchten um Trainer Hansi Flick – außerdem überrascht mit einem Vorschlag zu den beiden Stars Thomas Müller und Manuel Neuer.

Es sei "ein unheimlich intensives Jahr" gewesen, fasst Hainer die Höhen und Tiefen des Triple-Gewinners zusammen. Die Corona-Pandemie habe dem Klub allerdings auch schwer geschadet. Man habe allein 100 Millionen Euro Umsatzrückgang durch die fehlenden Zuschauer-Einnahmen verzeichnen müssen. "Einen Gewinn werden wir im laufenden Geschäftsjahr sicherlich nicht erwirtschaften. Dafür sind die Schleifspuren zu groß", räumt Hainer ein.

Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller sind zwei wichtige Säulen des FC Bayern.
Manuel Neuer (l.) und Thomas Müller sind zwei wichtige Säulen des FC Bayern.
Bild: Maik Hölter/TEAM2sportphoto/Pool / imago images

Er gesteht aber auch, dass es andere Spitzen-Vereine wesentlich heftiger getroffen habe. "Ich bin der Meinung, dass wir in wirtschaftlichen Dingen auch international absolut führend sind. Wir haben keine Schulden, uns gehört das Stadion zu 100 Prozent, der Campus ist abbezahlt. Das hat kaum ein anderer Klub."

"Flick wird uns zu den nächsten Titeln führen"

Auf die Frage, ob der aktuelle Trainer, Hansi Flick, auch in der nächsten Saison noch Bayern-Coach sein wird, antwortet Hainer nur: "Er hat einen Vertrag bis 2023." Auf Nachfrage wird er dann noch ein wenig konkreter: "Gehen Sie davon aus, dass wir die Arbeit von Hansi Flick wertschätzen. Wir sind ihm sehr dankbar für das, was er geleistet hat. Er wird uns zu den nächsten Titeln führen."

Hansi Flick ist nach dem Pokal-Aus gegen Holstein Kiel bedient.
Hansi Flick ist nach dem Pokal-Aus gegen Holstein Kiel bedient.
Bild: dpa / Christian Charisius

Angesprochen auf die bittere Pokal-Niederlage gegen Holstein Kiel und die zuletzt schwächeren Auftritte in der Liga, erklärt Hainer in Bezug auf den Bayern-Trainer: "Hansi Flick hat die Situation professionell gemanagt und betont immer wieder, dass man täglich hart weiterarbeiten muss, um an der Spitze zu bleiben."

Bayern-Präsident mit ungewöhnlichen Plänen für Thomas Müller

Hainer wird dann auch nach den Zukunftsplänen für die beiden Stars der Mannschaft, Thomas Müller und Manuel Neuer, gefragt. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte zuvor betont, man müsse Thomas Müller und Manuel Neuer nach deren aktiven Karrieren weiter in den Klub einbinden. Das sieht Hainer offenbar ähnlich – auch wenn er sich andere, ungewöhnliche Pläne für Thomas Müller vorstellen kann:

"Ich weiß nicht, was die Pläne von Thomas Müller sind. Ob er irgendwann ein erfolgreicher Dressurreiter oder Züchter werden will. (lacht) Aber Müller und Neuer stehen für den FC Bayern par excellence. Mich würde es freuen, wenn die beiden Interesse hätten"
Manuel Neuer und Thomas Müller als Dressurreiter oder Züchter nach ihrer Karriere? Herbert Hainer könnte sich das (scherzhaft) vorstellen.
Manuel Neuer und Thomas Müller als Dressurreiter oder Züchter nach ihrer Karriere? Herbert Hainer könnte sich das (scherzhaft) vorstellen.
Bild: Pressefoto Ulmer/Pool / imago images

Dass Müller tatsächlich nach seiner aktiven Karriere noch eine zweite Sportlerkarriere als Dressurreiter dranhängt, dürft unwahrscheinlich sein. Aber der Hinweis auf eine Zukunft als Pferdezüchter ist mit Blick auf das Müllersche Gestüt Gut Wettlkam nicht abwegig. Trotzdem, die Ansage des Präsidenten ist klar: Wenn Müller und Neuer wollen, werden sie auch nach ihrer aktiven Spielerlaufbahn bei den Bayern eine Rolle spielen.

(lau)

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