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Uerdingens Goalgetter Franck Evina will auch gegen den BVB jubeln. Bild: imago images / osnapix

Dieser Bayern-Spieler ist heute Dortmunds größtes Pokal-Problem

Die Liste von bekannten Gesichtern beim KFC Uerdingen ist lang: Stefan Aigner, Jan Kirchhoff oder Assani Lukimya. Vor dem DFB-Pokal-Spiel des Drittligisten gegen Borussia Dortmund am Freitagabend ist aber vor allem einer in aller Munde: Weltmeister Kevin Großkreutz, der mit dem BVB zweimal die deutsche Meisterschaft gewann. Zum Pokal-Problem des BVB könnte aber ein ganz anderer Spieler werden: Franck Evina, der ausgerechnet beim FC Bayern München unter Vertrag steht.

Der 19-Jährige wechselte erst im Sommer auf Leihbasis vom FC Bayern zum Klub aus Krefeld. Bisher hat sich das bezahlt gemacht: Vier Tore in vier Drittliga-Spielen hat Evina schon geschossen und noch einen weiteren Trefffer vorbereitet. Damit ist Evina nicht nur Uerdingens Top-Torjäger, sondern steht auch in der dritten Liga auf Platz 3. Evina zeichnet sich vor allem als Mix-Offensivspieler aus: Auf dem Flügel kann er durch seine Schnelligkeit und die präzisen Flanken als Vorbereiter glänzen, in der Mitte hilft ihm sein starker Torabschluss. Gegen den BVB will er auch im fünften Spiel nacheinander treffen und dürfte besonders motiviert sein – wegen des FC Bayern.

Evina ist Münchener durch und durch. Der in der kamerunischen Hauptstadt Yaoundé geborene Offensivspieler lernte beim Münchner Stadtteilverein SV Neuperlach das Fußballspielen und wechselte schon als 13-Jähriger in die Jugendabteilung des FC Bayern München. Dort blühte er auf, schoss für die U17 in 48 Spielen 26 Tore und legte 15 weitere Treffer auf. Im April 2018 debütierte Evina als 17-Jähriger unter Jupp Heynckes gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. Doch nur ein weiterer Einsatz im Oberhaus kam dazu, weswegen Evina es nun auch den Bayern beweisen will.

Moechengladbach, Germany 15.07.2017, Telekom Cup, Finale, SV Werder Bremen - FC Bayern Muenchen, Thomas Mueller (FCB) und Franck Evina (FCB) ( DeFodi001

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Zu Thomas Müller und den Profis will es Evina wieder schaffen. Bild: imago/DeFodi

Evina will gegen den BVB zeigen, dass er auch gegen die ganz Großen treffen kann. Um bei den Bayern aber tatsächlich als ernstzunehmende Alternative gehandelt zu werden, fehlten Evina bisher die Argumente: Für den Offensivspieler ist Uerdingen schon die zweite Leihstation.

In der Rückrunde stürmte er für Zweitligist Holstein Kiel, doch der Stürmer absolvierte nur neun Spiele und konnte kein Tor schießen. Die Leihe wurde vorzeitig beendet und Evina versucht in Krefeld den zweiten Anlauf. Dass er dort auf den ehemaligen Trainer der Bayern Amateure, Heiko Vogel, trifft, dürfte nur helfen.

Zusätzlich soll die Härte der dritten Liga den Stürmer robuster machen, verriet Evina zuletzt dem "Kicker": "Bei Bayern wirst du verwöhnt. Das ist nicht böse gemeint. Aber man wird dort in der Jugend besser ausgestattet als bei manchen Zweitligavereinen. Die Bedingungen sind super: auf dem Platz, im Kraftraum, in der Kantine", erklärt Evina, dessen derzeitiger Klub nicht mal im maroden Heimstadion spielen darf. "Hier ist es anders, aber nicht schlechter. Den Schritt zu machen, war mir wichtig."

Evina weiß, dass sie in München ganz genau auf das Spiel des KFC gegen den wohl größten Meisterschaftsrivalen aus Dortmund schauen. Beim Rekordmeister hat Evina noch einen Vertrag bis Sommer 2021. Diese Saison könnte also seine letzte Chancen sein, um sich doch noch für den FC Bayern und die ganz großen Aufgaben anzubieten. Ein Tor gegen den BVB dürfte da nicht hinderlich sein.

(bn)

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