Die Rolle des DFB hat bei Fußballfans und Verbands-Mitglieder an der Basis aufgrund von zahlreichen Machtkämpfen enorm gelitten.
Die Rolle des DFB hat bei Fußballfans und Verbands-Mitglieder an der Basis aufgrund von zahlreichen Machtkämpfen enorm gelitten.Bild: www.imago-images.de / Michael Weber IMAGEPOWER

Studie enthüllt: Fußball-Fans halten kommenden DFB-Präsidenten für ungeeignet

28.02.2022, 13:50

Am 11. März entscheiden die 262 Delegierten des DFB-Bundestags, wer neuer Präsident des größten Sportverbands der Welt wird. Kandidaten gibt es mit Bernd Neuendorf und Peter Peters nur zwei.

Erstmals in der Verbandsgeschichte wird es zu einer Kampfabstimmung kommen. Doch bereits jetzt ist deutlich: von der Basis der Fußballfans in Deutschland wird weder Neuendorf noch Peters das Amt als mächtigster Mann im deutschen Fußball zugetraut.

Laut einer Studie der Universität Würzburg und der Hochschule Ansbach trauen nur elf Prozent Neuendorf das Amt zu und nur rund 13 Prozent der 11.725 Befragten Peter Peters.

Image des DFB wird als "schlecht" und "sehr schlecht" bewertet

Wichtigste Aufgabe für den neuen DFB-Präsidenten sei es laut der Befragten, die Skandale rund um die Verbandsspitze aufzuklären und öffentlich zu machen.

Die Rolle des DFB hat bei Fußballfans und Verbands-Mitgliedern an der Basis aufgrund von zahlreichen Machtkämpfen enorm gelitten. So bewerten auch 90 Prozent der Befragten das Image als "schlecht" und "sehr schlecht".

Das liegt unter anderem daran, dass 93 Prozent der These zustimmten, dass es den Funktionären nur um Macht und Geld ginge und 82 Prozent sprachen den DFB-Funktionären ab, dass es ihnen um das Wohl des Fußballs geht.

Als wichtigstes Merkmal für den kommenden DFB-Präsidenten sehen 80 Prozent der Befragten "Kenntnis der Strukturen im nationalen und internationalen Fußball."

Daher glauben auch nur zwei Prozent, dass nach der Wahl in gut zwei Wochen alles besser wird.

Denn bisher war es nicht üblich, dass der Kandidat ein Programm vorlegt, wie er in Zukunft den Verband führen will. Während Peters ein Wahlprogramm an die 36 Profi-Klubs und 21 Landesverbände verschickte, machte Neuendorf nicht deutlich, wie er den DFB führen will.

Doch 93,3 Prozent der Befragten in der Studie sprachen sich dafür aus, dass die Kandidat/innen im Vorfeld der Öffentlichkeit ihre Zukunftsvision präsentieren. Als wichtigstes Merkmal für den kommenden DFB-Präsidenten sehen 80 Prozent der Befragte "Kenntnis der Strukturen im nationalen und internationalen Fußball."

Neuendorf ist seit 2019 Präsident des Landesverbands Mittelrhein, Peters war 26 Jahre Finanzvorstand bei Schalke 04, ist zudem Vizepräsident der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und seit 2007 Vizepräsident beim DFB.

(lgr)

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