"Viel geleistet" – jetzt meldet sich auch Merkel zum Rücktritt von Özil

Nach dem aufsehenerregenden Rückzug von Mesut Özil aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft versucht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Wogen zu glätten. "Die Bundeskanzlerin schätzt Mesut Özil sehr. Mesut Özil ist ein toller Fußballspieler, der viel für die Fußball-Nationalmannschaft geleistet hat", sagte eine Regierungssprecherin am Montag in Berlin. "Mesut Özil hat jetzt eine Entscheidung getroffen, die zu respektieren ist."

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Merkel verleiht Özil und der Nationalmannschaft 2010 das Silberne Lorbeerblatt. Bild: imago sportfotodienst

Der Sport trage viel zur Integration in Deutschland bei, sagte die Sprecherin weiter. "Deutschland ist ein weltoffenes Land und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine Schlüsselaufgabe der Bundesregierung."

Özil warf im Rückblick auf die Kontroverse auf sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan deutschen Medien "rechte Propaganda" vor.

Eine Sprecherin von Innenminister Horst Seehofer, der auch für Sport zuständig ist, reagierte zurückhaltend. "Zu der Angelegenheit Özil hat der Minister schon mehrfach gesagt – das Thema ist ja nicht neu – dass er sich in diese internen Angelegenheiten nicht einmischen möchte."

(bn/dpa)

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