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Kai Havertz und Marco Reus (r.) hatten sichtlich Spaß auf der Pressekonferenz vorm Estland-Spiel. bild: screenshot dfb.de

DFB-Pressekonferenz: Reus bekommt nach aufrichtiger Kinderfrage einen Lachanfall

Nach dem erkenntnisreichen Testspiel gegen Argentinien bleibt Bundestrainer Joachim Löw gar nicht viel Zeit auf das 2:2 zurückzublicken. Die deutsche Nationalmannschaft steckt schon mitten in den Vorbereitungen für das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen Estland am Sonntagabend (20.45 Uhr/RTL). Vor der Abreise nach Tallinn beantworteten Serge Gnabry, Kai Havertz und Marco Reus am Freitagmittag die wichtigsten Fragen.

Doch diesmal war alles anders.

Für die Pressekonferenz im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund hatte sich der DFB eine ganz besondere Aktion ausgedacht: Eingeladene Kinder durften unter dem eingeschobenen Motto "Fridays for Mannschaft" Fragen stellen und das über 20 Minuten – noch vor den Pressevertretern. Und ja, die Kinder hatten wirklich richtig gute Fragen dabei.

Wir haben die besten Fragen der Kinder und die Antworten der Spieler für euch gesammelt:

Erst rechts, dann links

Ein Kind im BVB-Trikot durfte in Dortmund anfangen. "Habt ihr ein bestimmtes Ritual vor dem Spiel?", wollte es wissen. Marco Reus antwortete: "Ja, natürlich hat man ein Ritual, das lernt man am Anfang der Karriere und probiert ein paar Sachen aus. Das sind so banale Sachen: Im meinem Fall erst den rechten Fußballschuh und den rechten Schienbeinschoner anziehen", so Reus. Serge Gnabry und Kai Havertz erklärten, dass es bei ihnen Musik hören sei.

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Kai Havertz schoss am Mittwoch beim 2:2 gegen Argentinien sein erstes Tor für die Nationalmannschaft. Bild: imago images/Uwe Kraft

Zocken Fußballer?

Die kleine Lena wollte anschließend wissen, ob die Jungs FIFA spielen: "Jetzt vor zwei Tagen habe ich leider gegen Kai verloren", antwortete Reus und betonte: "Es war aber sehr unglücklich, er hatte sehr viel Glück." Der Familienvater erklärte aber auch: "Wenn es die Freizeit zulässt, spiele ich auch ab und zu gegen Mannschaftskollegen aus Dortmund. Aber ansonsten eher weniger."

Zu wem schaut ihr auf?

Jonas wollte wissen, wer die Vorbilder der drei Nationalspieler waren. Und alle hatten eine Antwort. "Tomáš Rosický, der war ja auch in Dortmund", antwortete Reus. "Ich mochte die Art und Weise, wie er spielt. Er war so frei auf dem Platz, das hat mich inspiriert." Kai Havertz sagte, dass es Ronaldinho bei ihm gewesen sei. Gnabry antwortete: "Zinedine Zidane".

Marco Reus bekommt einen Lachkrampf

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bild: screenshot dfb.de

Die ohnehin aufgelockerte Stimmung wurde anschließend immer besser – und von einigen Lachkrämpfen von Marco Reus begleitet. Das lag auch an großartig ehrlichen Fragen, wie die eines kleinen Jungen, der den ganzen Pressesaal zum Lachen brachte. Er wollte wissen: "Wenn ich Fußballer werde, muss man da schlau sein?" Daraufhin musste nicht nur Marco Reus richtig lachen. Der Dortmunder scherzte anschließend: "Wie du siehst, du musst es nicht sein." Dann aber lenkte Spaßvogel Reus ein: "Nee, heutzutage gibt es im Fußball viele Bereiche, die dazu gekommen sind, wo du auf dem Platz nachdenken musst. Du hast weniger Zeit im Spiel Situationen zu erkennen und musst schnell denken." Dann gab Reus aber die wirkliche Antwort: "Du musst natürlich schlau sein im Kopf, was das Fußballspielen betrifft. Alles andere sei mal dahingestellt."

Auf den Gegner Estland gingen die Profis anschließend gar nicht mehr ein. Dabei ist das Spiel immens wichtig: Die auf dem letzten Platz stehenden Esten hatten mit einem 0:0 am Donnerstag gegen Weißrussland ihren ersten Punkt geholt. Deutschland steht gemeinsam mit den Niederlanden und Nordirland mit jeweils zwölf Punkten an der Spitze der Tabelle der fünfköpfigen Gruppe C. Ein Sieg gegen Estland ist also Pflicht für das Team von Joachim Löw – die beiden Bestplatzierten aus jeder Gruppe sind automatisch für die Europameisterschaft 2020 qualifiziert. Mitte November tritt das DFB-Team dann in den zwei letzten Spielen der Qualifikation gegen Weißrussland und Nordirland an.

Wenn die Stimmung jedoch nur halb so locker ist, wie bei dieser Pressekonferenz, dann muss sich niemand Sorgen machen, dass die deutsche Elf nicht zur EM fährt.

(bn)

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