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Angstgegner BVB! Julian Brandt jubelt, Torwart Yann Sommer ist geschlagen. Bild: Moritz Müller via www.imago-images.de / Moritz Müller via www.imago-images.de

9 Siege in Folge: Warum eine Statistik gegen den BVB spricht

Wenn Borussia Dortmund am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach zum Spitzenspiel der Bundesliga antritt, wird es sich der Gladbacher Stadion-DJ wohl nicht nehmen lassen, den VfL-Song "Es gibt nur eine Borussia" zu spielen. Die Elf vom Niederrhein ist stolz darauf, dass sie im Jahr 1900 – und damit neun Jahre vor dem Ballspielverein aus dem Ruhrpott – gegründet wurde. Sportlich ist die Dortmunder Borussia seit Jahren die erfolgreichere – doch das könnte sich dieses Jahr ändern.

Der BVB hat sich im vergangen Jahrzehnt zum großen Bayern-Rivalen gemausert – ähnlich wie die Gladbacher in den 1970er Jahren. Aber auch die Fohlen haben eine Odyssee hinter sich: Klammheimlich tasteten sich die Gladbacher nach Krisen-Jahren in den 2000ern an die Spitzenklubs heran und mischen in dieser Saison erstmals seit Jahrzehnten um die Meisterschaft mit. Am Samstagabend kommt es zu einem von vielen Endspielen um die Schale: Die beiden Borussias müssen gewinnen, um noch immer in Schlagdistanz zum FC Bayern zu bleiben. Die Fohlen (mit einem Spiel weniger) haben auf den Tabellenführer sechs Punkte Rückstand, der BVB vier Zähler. Glaubt man der Statistik, dann gewinnt aber das Team von Lucien Favre.

Statistiken sprechen klar für den BVB

Wenn es nach den Zahlen geht, sind die Schwarz-Gelben sogar der absolute Angstgegner der Gladbacher. Der BVB gewann die letzten neun Bundesliga-Duelle gegen den Namensvetter. Eine solche Siegesserie hat der Meister von 2012 gegen keinen anderen Verein vorzuweisen. In Mönchengladbach sieht das ähnlich aus: Eine solche Negativserie ist ebenfalls einzigartig.

Was ebenfalls für einen Sieg der Dortmunder spricht: Die schwarz-gelben Auftritte gleichen derzeit einem nie endenden Schützenfest. Angeführt von Neuzugang Erling Haaland (neun Tore in sieben Bundesliga-Spielen) und Super-Scorer Jadon Sancho (20 Scorerpunkte in den vergangenen 13 Ligaspielen) schießen die Dortmunder Woche für Woche gegen so ziemlich jeden Gegner Tore. Und wenn sie verlieren, dann nur, weil die eigene Abwehr noch mehr Tore zulässt. Noch nie hatten die Westfalen nach 24 Spieltagen so viele erzielte Treffer: Von den 66 Toren erzielten sie alleine 25 Stück im Jahr 2020.

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Marco Reus (2.v.r.) ist traditionell nicht aufzuhalten gegen seinen Ex-Klub – doch der BVB-Offensivstar fehlt verletzt. Bild: imago images/Kirchner-Media / Kirchner/Christopher Neundorf via www.imago-images.de

Zwar stellen die Gladbacher nach den Bayern und Leipzig die beste Abwehr der Liga (27 Gegentore), doch der BVB mag die Fohlen ziemlich gerne: Bei den vergangenen neun Siegen im Borussen-Duell schossen die Schwarz-Gelben im Schnitt fast drei Tore pro Spiel.

BVB fehlt der Faktor Marco Reus

Aber jetzt mal kurz durchatmen, nach diesen ganzen Statistiken. Es kommt nur noch eine, versprochen. Und diese Statistik spricht gegen den BVB. Denn der verletzte Kapitän Marco Reus ist ein wichtiger Faktor, der den Westfalen fehlt. Der ehemalige Gladbacher spielt gegen die alten Kollegen ziemlich gerne: Der Nationalspieler traf in jedem seiner vergangenen fünf Bundesligaspiele gegen Gladbach. Rechnet man die Reus-Treffer ab, hätte der BVB nur zwei der vergangenen sechs Siege geholt.

Die fehlenden Tore von Reus könnten dem BVB am Ende vielleicht wichtige drei Punkte im Meisterschaftsrennen kosten. Andererseits darf für den verletzten Siegtorschützen aus dem Hinspiel nun ein anderer Spieler endlich wieder gegen die Gladbacher ran: Der im Hinspiel suspendierte Jadon Sancho spielt derzeit so gut wie nie in seiner jungen Karriere.

(Alle Statistiken bundesliga.com)

(bn)

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