Durch seinen Wechsel zu Werder Bremen erhofft sich Niklas Stark unter anderem Stabilität auf der Trainerposition.
Durch seinen Wechsel zu Werder Bremen erhofft sich Niklas Stark unter anderem Stabilität auf der Trainerposition.Bild: picture alliance / Kokenge

Bremen-Neuzugang Stark schießt gegen Hertha und Klinsmann: "Damit lag er nicht richtig"

13.07.2022, 17:37

Unter Bundestrainer Jogi Löw wurde U-21- und U19-Europameister Niklas Stark 2019 mehrfach zur A-Nationalmannschaft berufen. Gegen Nordirland im November 2019 und die Türkei knapp ein Jahr später kam Stark sogar zu zwei Länderspieleinsätzen. Inzwischen spielt der 27-Jährige in den Plänen von Neu-Bundestrainer Hansi Flick keine Rolle mehr.

Stark hat Verständnis für Flick und beklagt Herthas häufige Trainer-Wechsel

Stark selbst hat dafür Verständnis. "Es ist eine nachvollziehbare Reaktion gewesen", gesteht er im Interview mit "Sport Bild" über seine ausbleibenden Nominierungen. "Als ich erstmals für die Nationalmannschaft nominiert wurde, waren wir mit Hertha oben mit dabei. [Danach] lief es sportlich nicht wie gewünscht. Dann ist es klar, dass der DFB andere Spieler sucht."

Für die sportliche Talfahrt bei den Hauptstädtern hat Stark eine einfache Erklärung: "Ich hatte in den vergangenen drei Jahren in Berlin sieben Trainer. Da ist es schwer, Fußball zu spielen, wenn der eine diesen Plan hat und der andere einen anderen."

Stark wurde bei Hertha unter anderem von Jürgen Klinsmann (Hintergrund) trainiert.
Stark wurde bei Hertha unter anderem von Jürgen Klinsmann (Hintergrund) trainiert.Bild: picture alliance / Andreas Gora

Einer dieser Trainer war der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Unter ihm musste Stark auch einige Spiele auf die Bank, weil ihn Klinsmann für verletzungsanfällig hielt: "Ich hatte unter ihm nicht die einfachste Zeit, war aber nicht oft verletzt. Damit lag er nicht richtig", sagte Stark. Danach fügt er hinzu: "Er hatte seine Vision, es passte nicht zwischen uns. Fertig. Das Thema ist abgehakt."

Zuletzt hatte Stark mit Hertha gerade so in der Relegation den Klassenerhalt geschafft. Im von Geschäftsführer Fredi Bobic geplanten Umbruch für die neue Saison spielte der 27-Jährige keine Rolle mehr. Nach sieben Jahren und 198 Pflichtspieleinsätzen für Hertha ließ man also seinen Vertrag zum Saisonende auslaufen.

Nach dem Sieg in der Relegation über den HSV wurde Niklas Stark von den Hertha-Fans gebührlich verabschiedet.
Nach dem Sieg in der Relegation über den HSV wurde Niklas Stark von den Hertha-Fans gebührlich verabschiedet.Bild: picture alliance / Eibner / Memmler

Stark erhofft sich Stabilität von Werder-Trainer Ole Werner

Doch auch Niklas Stark will aus den negativen Erfahrungen bei Hertha gelernt haben. Bei einem Klub zu spielen, bei dem mehrfach pro Saison der Trainer gewechselt wird, will er "künftig vermeiden." Zur neuen Saison hat sich Stark dem gerade wieder aufgestiegenen SV Werder Bremen angeschlossen, wo er sich auf der Trainerposition mit Ole Werner Stabilität und "einen klaren Plan" erhofft.

"Nach unserem Treffen in Berlin hatte ich sofort ein gutes Bauchgefühl", verrät Stark der "Sport Bild" optimistisch. Werner habe ihm bei dem Treffen unter anderem Videos von Spielszenen gezeigt. "Er erklärte mir, wie er mich in sein System integrieren will und warum das super passen würde."

Werder-Coach Ole Werner delegiert seine Profis.
Werder-Coach Ole Werner delegiert seine Profis. Bild: picture alliance / Roland Krivec

Mit dem etablierten Marco Friedl und dem 24-Jährigen von Arminia Bielefeld verpflichteten Amos Pieper hat Stark auf der Innenverteidigerposition jedoch auch starke Konkurrenz.

Werder Bremen ist im Gegensatz zu vielen Bundesligisten schon seit Mitte Juni wieder im Training. Aus dem Trainingslager im österreichischen Zillertal sind die Profis am Sonntag bereits zurückgekehrt. Das nächste und letzte Testspiel der Vorbereitung ist für den 23. Juli terminiert. Dann geht's gegen den FC Groningen aus den Niederlanden.

(kpk)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
"Sonst haben wir hier wilde Sau" – Hertha BSC wirft langjährigen Spieler raus

Acht Jahre ist Torhüter Rune Jarstein Hertha BSC schon treu. Seit einiger Zeit läuft es für den 37-Jährigen in seinem Verein jedoch nicht mehr so gut. Von April bis Dezember letztes Jahre fiel er aus, zunächst wegen einer Corona-Erkrankung samt Herzmuskelentzündung. Danach musste er sich einer Knie-Operation unterziehen.

Zur Story