Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kritisierte Tanguy Nianzou vor dem Spiel gegen den VfL Bochum.
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kritisierte Tanguy Nianzou vor dem Spiel gegen den VfL Bochum.Bild: www.imago-images.de / Mladen Lackovic

Trainer Nagelsmann mit harter Kritik an Bayern-Profi: "Haarsträubende Fehler"

11.02.2022, 16:32

Seit eineinhalb Jahren steht Tanguy Nianzou beim FC Bayern München unter Vertrag. Im Sommer 2020 kam der junge französische Innenverteidiger ablösefrei von Paris St. Germain zum deutschen Rekordmeister, durchsetzen konnte er sich bisher nicht.

In den 18 Monaten in München kommt Nianzou auf insgesamt nur 21 Einsätze, selten durfte er von Beginn an ran. Auf der Bayern-Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen den VfL Bochum sprach Münchens Trainer Julian Nagelsmann nun über das 19-jährige Abwehr-Talent.

Kritik an Nianzou

Dabei gab es nicht nur Lob vom 34-jährigen Trainer: "Er hat immer wieder Momente, in denen er herausragende Pässe ins Mittelfeld spielt und eine herausragende Spieleröffnung hat. Aber halt auch immer wieder Situationen, wie nach der Einwechslung in Köln, in denen er haarsträubende Fehler macht."

Nianzou müsse nun eine gewisse Verlässlichkeit aufbauen, die allerdings auch mit Spielpraxis zu tun habe. "Da muss man sich auch als Trainer gewisse Dinge anheften." Gleichzeitig nimmt Nagelsmann Nianzou in die Pflicht: "Aus diesem Teufelskreis muss er sich schon ein Stück weit selbst befreien, in dem er diese Verlässlichkeit in sein Spiel bekommt."

Dennoch lobt Nagelsmann den jungen Verteidiger auch, spricht ihm den "Willen, zu verteidigen" zu. "Da gibt es in Europa in seiner Altersstufe nicht mehr ganz so viele, die das auch wollen."

Nagelsmann über Süle-Wechsel

Auch zu Nianzous Verteidiger-Kollegen Niklas Süle äußert sich Nagelsmann. Süle hatte zuletzt verkündet, dass er seinen auslaufenden Vertrag in München nicht verlängern wird und stattdessen im Sommer zu Borussia Dortmund wechselt. Dort unterschreibt er einen Vertrag bis 2026.

Nagelsmann kennt Süle bereits aus der gemeinsamen Zeit in Hoffenheim und ist über den Abgang des Innenverteidigers enttäuscht. Auf der Pressekonferenz sagte er: "Ich bin traurig, dass er nicht mehr da ist, weil ich sehr gerne mit ihm weitergearbeitet hätte. Ich kenne ihn seit zehn Jahren."

Niklas Süle wechselte 2017 für 20 Millionen Euro aus Hoffenheim zum FC Bayern München.
Niklas Süle wechselte 2017 für 20 Millionen Euro aus Hoffenheim zum FC Bayern München.Bild: www.imago-images.de / Oryk HAIST/SVEN SIMON

Trotz des Abgangs nimmt Nagelsmann den Innenverteidiger für die letzten Monate aber noch in die Pflicht: "Völlig losgelöst davon erwarte ich aber auch, dass er charakterlich die Pflicht erfüllt, bis zum letzten Tag alles reinzuwerfen und für den Verein Vollgas zu geben, dass wir Titel holen."

(stu)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schalke 04: So soll Torhüter Alexander Schwolow Königsblau zum Klassenerhalt verhelfen

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Im Falle von Alexander Schwolow ist es aber nicht die ewige Stadt. Es ist Gelsenkirchen. Nachdem es bereits im Sommer 2020 Gerüchte um einen möglichen Wechsel in den Ruhrpott gab, folgte in diesem Jahr der endgültige Vollzug.

Zur Story