Lionel Messi ist im vergangenen Jahr nach 17 Jahren beim FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt.
Lionel Messi ist im vergangenen Jahr nach 17 Jahren beim FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gewechselt.Bild: imago images/Pressinphoto

Absurde Forderungen von Messi an Barça geleakt: Klub tobt

22.09.2022, 13:02

Etwas über ein Jahr ist der Abschied von Lionel Messi in Barcelona jetzt schon her. Nach 17 Jahren bei Barça wechselte er ablösefrei zu Paris Saint-Germain, vergoss dabei jedoch auch selbst einige Tränen. Dass er nicht blieb, soll an zu großen Unstimmigkeiten über die Bedingungen einer Verlängerung gelegen haben. Nun kam ans Licht, welche teils skurrilen Forderungen Messi gestellt haben soll.

FC Barcelona im Konflikt mit Messi

Die spanische Zeitung "El Mundo" hat Inhalte aus den E-Mails und Nachrichten zwischen Jorge Messi, Berater und Vater von Lionel Messi, und dem damaligen Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu geleakt. Demnach sollen sie im März 2020 um die Verlängerung des Außenstürmers verhandelt haben. Dabei kamen sie letztlich auf keinen gemeinsamen Nenner.

Durch die geleakten Dokumente kommen teils absurde Forderungen ans Licht: So habe Messi für seine gesamte Familie einen Privatflug nach Argentinien zur Weihnachtszeit sowie eine VIP-Loge im Camp Nou für die Familie seines früheren Vereinskollegen Luis Suárez gewollt. Außerdem habe er die gleiche Vertragsverlängerung auch mit seinem Kumpel und Betreuer Pepe Costa gefordert.

Lionel Messi wollte hohe Summen

Hauptsächlich soll es jedoch um große Summen gegangen sein. Lionel Messi habe etwa verlangt, dass sein Gehalt auch bei Vertragsauflösung inklusive Zinsen in der gesamten Saison 21/22 fortgezahlt werde. Und damit nicht genug: Er forderte von den mit 1,5 Milliarden verschuldeten Katalanen, kommende Steuererhöhungen in Spanien ausschließlich dem Verein anzulasten. Hinzu sei die Forderung gekommen, auch alle ausstehenden Boni an ihn zu zahlen – inklusive Zinsen.

Im Fall eines vorzeitigen Vertragsaustritts sei Lionel Messi hingegen keineswegs bereit gewesen, einer Ausstiegsklausel von 700 Millionen Euro zuzustimmen. Er habe vielmehr an einen symbolischen Betrag von 10.000 Euro an den FC Barcelona gedacht.

Barcelona findet Leak alles andere als lustig: "Empörung"

Laut Nachrichten soll Barça vorerst sogar zugestimmt haben. Mit dem Präsidenten-Wechsel zu Joan Laporta habe sich der Plan jedoch geändert. Mit der Folge, dass letztendlich Messis Abgang verkündet wurde und er nach Paris ging

Jetzt äußerte Barça sich zu den Dokumenten. In einem Statement brachten die Verantwortlichen ihre "Empörung über das vorsätzliche Durchsickern von Informationen" zum Ausdruck, das "Teil eines Gerichtsverfahrens" ist. Außerdem bedauere der Verein, dass bestimmte Medien damit "prahlen, Zugang zu einer riesigen Menge an Dokumenten und E-Mails zu haben, die Teil der Barçagate-Untersuchung sind". Und das, obwohl diese noch nicht einmal weitergegeben worden seien.

(crl)

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