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Toni Kroos kontert nach Doku clever FC-Bayern-Kritikern: "Hätte es mehr Stil zu lügen?"

Eigentlich ist Felix Kroos der Spaßvogel und Social-Media-Profi unter den Kroos-Brüdern. Der Spieler von Union Berlin, und 14 Monate jüngere Bruder des Weltmeisters Toni, sorgt mit seinen trockenen Tweets immer wieder für Lacher – oft auch auf Kosten seines Bruders. Als Toni mal ein signiertes Trikot verloste, schrieb Felix nur: "Ich will es nicht haben! Danke." Die Massen lachten und likten den Tweet. Doch dieser Tage beweist Toni, dass auch er weiß, wie man auf Twitter clever und lustig agiert.

Aber von vorne: Am Sonntag feiert die Doku "Kroos" über den vierfachen Champions-League-Sieger von Real Madrid ihre Premiere. Der preisgekrönte Filmemacher Manfred Oldenburg ("Das Wunder von Bern – Die wahre Geschichte") begleitete den Weltmeister und blickte hinter die Kulissen der jetzt schon einzigartigen Karriere. Der Film versucht den Zuschauern auch private Einblicke in die Welt des dreifachen Vaters zu gewähren und den Jungen aus Greifswald inmitten der glamourösen Welt des größten Fußballvereins der Welt zu zeigen.

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Blick zurück ins Jahr 2011: Toni und Felix Kroos. bild: imago images / Ulmer/Cremer

Toni Kroos in Doku: Hätte mehr beim FC Bayern verdient

Wenige Tage vor der Premiere überschlugen sich aber schon die Nachrichten. Der Grund: Ausschnitte des Kinofilms und damit einige Aussagen des 29-Jährigen wurden vorab veröffentlicht. So zitierte unter anderem die "Sport Bild" eine Aussage aus der Doku über die Zeit beim FC Bayern: "Mir wurde ganz oft gesagt, wie toll ich bin und wie richtig ich alles mache. Ich habe aber nicht gespielt", sagte er über seine Anfangszeit bei den Profis des Rekordmeister von 2007 bis 2009.

"Mir war wirklich klar, dass ich mehr verdient hätte." Auch nach seiner Rückkehr nach München von Bayer Leverkusen, wohin er von 2009 bis 2010 ausgeliehen worden war, habe er sich nie richtig wertgeschätzt gefühlt. Zehn Minuten nach einer Vertragsverlängerung habe er diese schon wieder bereut, verrät der 29-Jährige.

Toni Kroos kontert auf Twitter Kritik zu seiner Doku

Die "Sport Bild" postete den Artikel auf Twitter mit den Worten "Kroos tritt gegen FC Bayern nach" – und Kroos? Der meldete sich gleich mal auf Twitter zu Wort und verteidigte sich: "Nachtreten? Auf keinen Fall", schrieb er. "Hätte es mehr Stil zu lügen oder die Zeit beim FCB aus der Doku rauszunehmen?" Er erklärte, dass es sich bei der Doku nur um einen Rückblick handele, wie er sich damals als 17- oder 18-Jähriger gefühlt habe, ohne das jemand angegangen werde. "Das gehört nun mal zu meinem Weg und in eine Doku", erklärte Kroos und war dann auch ganz ehrlich, wie er die Zeit beim FC Bayern zusammenfasst: "Unterm Strich war es eine sehr erfolgreiche Zeit, nur nicht die ganz große Liebe."

Auch sonst haute Kroos noch einige One-Liner heraus, die an das Humorlevel von Bruder Felix herankommen: Ein Kritiker der Doku schrieb (wir tun dies mal ohne Verbesserung von Fehlern) auf Twitter: "Die scheiss Doku kommt 10 Jahre zu früh Sie Größenwahnsinniger." Eigentlich ist bei solchen Hate-Tweets immer die beste Antwort, wenn man gar nicht schreibt. Kroos fand aber eine noch bessere und konterte nur: "Immerhin gesiezt..." Boom.

Und ja, Kroos hatte noch einen im Köcher. Ein mutmaßlicher Fan des FC Bayern schrieb: "Bist ganz schön abgehoben und arrogant geworden, lieber bisschen dankbarer sein hast wohl vergessen wo du herkommst!" Kroos nahm den Ball an und verwandelte lässig. Er schrieb nur: "Greifswald."

Für seine Antworten und Kommentare erntete Kroos jede Menge Likes. Dass man sich in Kroos irren kann, bewies selbst der manchmal dickköpfige Hoeneß in der Doku. Dem Bayern-Präsident sagt man nach, dass er kein Kroos-Fan war, doch auch er sagt zu der Personalentscheidung, dass er Kroos damals nach Madrid ziehen lassen hat: "Ein Verein muss manchmal harte Entscheidungen treffen. Das war eine harte, vielleicht die falsche, keine Frage."

Hier könnt ihr einen exklusiven Ausschnitt aus der Kroos-Doku sehen:

(bn)

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