Sport
Bild

Zurück ins Jahr 2009: Klasnic erhält die Gelbe Karte im Dress der kroatischen Nationalmannschaft. bild: imago images / Sportimage

Ex-Werder-Star Ivan Klasnic veralbert Liverpool-Profi Dejan Lovren und filmt es

Wer kennt es nicht: Wir alle haben diesen einen Freund, der Jahre mit einem im Sandkasten spielte und irgendwann auch das erste Bier mit einem trank. Dann ist Funkstille und irgendwann grüßt er einem sogar nicht mehr. Das gibt es auch bei Profifußballern. Getestet hat das Witzbold Ivan Klasnic.

Der Ex-Werder-Stürmer hatte in der kroatischen Hauptstadt Zagreb den frischgebackenen Champions-League-Sieger Dejan Lvoren vom FC Liverpool gesehen und holte sich ein Selfie ab. Der gab es bereitwillig diesem "Fan". Dumm nur für Lovren: Klasnic und er spielten über zwei Jahre zusammen in der kroatischen Nationalmannschaft, standen bei einigen Spielen zusammen auf dem Platz. Bei Lovrens Nationalmannschaftsdebüt gegen Katar schoss jener Klasnic sogar ein Tor und legte einen weiteren Treffer auf. So etwas vergisst man eigentlich nicht. Doch Lovren erkannte seinen ehemaligen Mitspieler nicht.

Und Klasnic? Der machte sich darüber lustig und lud ein Video des Vorfallas auf Instagram hoch. Der gebürtige Hamburger schrieb dazu: "Markiere einen Freund, der dich nicht mehr erkennt."

Als Dejan Lovren das Video dann sah, erklärte er auf Instagram nur: "Entschuldigung, ich weiß wirklich nicht, wo mein Kopf war." Was man ihm natürlich zugute halten muss: Sie spielten nur einige Spiele zwischen 2009 und 2011 zusammen. Das ist sehr lange her. Und Lovren dürfte in der kroatischen Hauptstadt mehrere Dutzend Selfies gegeben haben. Da kann man auch mal woanders mit dem Kopf sein.

Klasnic dürfte seinem ehemaligen Kollegen nicht böse sein. Doch er schlachtete seinen Prank natürlich munter aus. Das dazugehörende Selfie postete er nämlich auch noch mit passendem Inkognito-Filter.

Der Prank kam übrigens vor allem bei vielen Profi-Spielern sehr gut an. Vom Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi über den aktuellen kroatischen Nationalspieler Sime Vrsaljko bis zum ehemaligen BVB-Stürmer Mladen Petric hagelte es Kommentare mit Lach-Emojis.

Klasnic stand zuletzt durch weniger lustige Themen in der Öffentlichkeit. Der 39-Jährige, der mittlerweile Spielerberater ist, leidet an einer schweren Nierenerkrankung und musste sich schon drei Transplantationen unterziehen. Seit Jahren kämpft er um Entschädigungen vor Gericht, die er von seinem Ex-Club Werder haben will. In erster Instanz hatte sich Klasnic gegen den Verein durchgesetzt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die schwere Erkrankung von Klasnic zu spät erkannt und falsch behandelt worden war. Ein Vergleich in Millionenhöhe wurde abgelehnt. Weiterverhandelt wird in dem Prozess, der bereits seit über zehn Jahren läuft, damit frühestens im Ende 2019.

Bis dahin prankt er einfach seine ehemaligen Kollegen.

(bn)

10 Fast-Transfers, die nur knapp scheiterten

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

12 Retro-Fotos vom Klassiker zwischen Bayern und BVB – und die Geschichte dahinter

Wenn der FC Bayern auf Borussia Dortmund trifft, dann passiert eigentlich immer etwas. Seit beinahe zehn Jahren ist dieses Duell das absolute Spitzenspiel der Bundesliga. Der deutsche Clásico am Samstagabend verspricht auch diesmal viele Tore: Der BVB kassierte in den vergangenen zwei Spielen in München 11 Tore und schoss kein einziges.

Doch der BVB spielte zuletzt wieder stärker und Trainer Lucien Favre tönte am Donnerstag ungewohnt selbstbewusst: "Wir haben keine Angst vor Bayern." Der FC …

Artikel lesen
Link zum Artikel