Serge Gnabry bejubelt seinen Treffer zum 1:0 auf einem sichtbar schlechten Fußballplatz.
Serge Gnabry bejubelt seinen Treffer zum 1:0 auf einem sichtbar schlechten Fußballplatz.Bild: www.imago-images.de / Hansjürgen Britsch

Bei Bayern-Spiel in Stuttgart: Darüber regen sich die Bundesliga-Fans in den Sozialen Medien auf

15.12.2021, 11:5515.12.2021, 13:07

Der Südschlager zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart sollte eigentlich für Vorfreude bei den Fans führen und vor allem zu einem unterhaltsamen Spiel. Mit dem 5:0 sahen die Fernsehzuschauer zumindest viele Tore, trotzdem wurde zumindest bei den Fans nicht nur über die sportlichen Leistungen gesprochen.

Schon früh stand in den Sozialen Medien allerdings nicht das Spiel im Vordergrund, sondern vielmehr wurde über den Rasen im Mercedes-Benz-Stadion diskutiert. Viele Grünflächen waren nicht zu erkennen, der Platz wirkte teilweise sehr abgenutzt mit kleinen Erdhügeln. Sicherlich auch, weil seit Sommer darauf gespielt wird und es das letzte Heimspiel der Stuttgarter 2021 war.

Doch besonders auf Twitter zählten diese Entschuldigungen nicht. Die Qualität des Rasens wurde mehrfach bemängelt. Ein Nutzer schrieb beispielsweise von einem "Acker". Ironischerweise fügte er hinzu, dass diese Gegebenheit der "technisch limitierten Klopper-Truppe aus München natürlich zugute" käme. Offensichtlich eine Äußerung eines Stuttgart Fans.

Ein weiterer Nutzer nahm die anstehende Winterpause in der Bundesliga (bis 7. Januar) zum Anlass, dass auch der Rasen "bereit für die Winterpause" sei. Immer wieder sah er Spieler, die während der Partie ausrutschten.

Ein dritter User verglich den Rasen mit den Plätzen im Amateurfußball: "Da sind manche Kreisligaplätze besser, als dieser Acker in Stuttgart."

Auffällig ist dabei, dass Stuttgart schon vor ziemlich genau einem Jahr einen schlechten Rasen im Stadion hatte. So scherzte Julian Nagelsmann Anfang Januar 2021, damals noch als Leipzig-Trainer, nach dem Spiel in Stuttgart: "Ich hab zum Linienrichter gesagt, er soll aufpassen da an der Seite, ich hab da grad frisch Kartoffeln gepflanzt und er soll bitte nicht überall drüberlaufen."

Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat fand damals ebenfalls Kritik für die Platzverhältnisse, sagte: "Wir hatten schon besseren Untergrund, das hilft unserem Spiel nicht. Dadurch, dass wir richtig Fußball spielen wollen, würde uns ein besseres Geläuf helfen."

Kurz später wurde der Rasen ausgetauscht. Vielleicht wird das in den nächsten Wochen dann auch der Fall sein.

Dass die Stuttgarter Greenkeeper es besser können, bewiesen sie in der Zweitligasaison 2019/20. Damals wurden sie für den "Pitch of the Year", also den Platz des Jahres ausgezeichnet. Aktuell ist davon nichts zu sehen.

(stu)

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