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DFB-Elf: Fans rufen "Löw raus" – der Bundestrainer reagiert lässig

Joachim Löw hatte trotz des 3:0-Sieges keinen ruhigen Abend in Tallinn.
Joachim Löw hatte trotz des 3:0-Sieges keinen ruhigen Abend in Tallinn. Bild: imago images/ActionPictures / peter schatz
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Fans rufen "Löw raus" – der Bundestrainer reagiert lässig

14.10.2019, 13:08
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Als Joachim Löw nach dem Spiel in der EM-Qualifikation gegen Estland vor die Presse trat, war er nicht in Feierlaune. Der Bundestrainer gab vielmehr einige vielsagende Aussagen von sich: "Schwieriger, als wir uns das vorgestellt haben" oder "Diese Woche ist viel falsch gelaufen".

Auch wenn der 3:0-Sieg das deutsche Team einen Schritt näher zur EM 2020 gebracht hat, muss sich Löw um mehr Baustellen kümmern als der Bauherr des Berliner Flughafens BER.

Da waren die 15 verletzten oder zwischenzeitlich angeschlagenen Spieler, die Löw mächtig in die Trickkiste greifen lassen mussten. Da war die schnellste Rote Karte der Nationalmannschafts-Geschichte von Emre Can, die das DFB-Team zu einer rund 76-minütigen Unterzahl zwangen. Da waren die vielkritisierten Instagram-Likes von Ilkay Gündogan und Emre Can für die Beistandsbekundungen der türkischen Nationalmannschaft für die umstrittene Syrien-Offensive der türkischen Armee. Und da waren sogar einige "Löw raus"-Rufe von den mitgereisten Deutschland-Fans.

Fans rufen "Löw raus", Löw reagiert lässig

Beim zwischenzeitlichen 0:0 hatten einige deutsche Fans unter den 12.000 Zuschauern in der Le Coq Arena in Tallinn "Löw raus"-Parolen gerufen. Nach der Partie wurde der Bundestrainer mit den Rufen konfrontiert – und Löw reagierte weder verbissen noch sauer.

"Was die Rufe betrifft, habe ich das während des Spiels nicht gehört", sagte der 59-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Und reagierte dann ganz lässig: "Aber es ist ihr gutes Recht, wenn sie es rufen. Aber ich selbst habe das nicht mitbekommen."

Der Bundestrainer, dessen Vertrag beim DFB noch bis 2022 läuft, weiß wohl auch, dass er ganz andere Probleme als einige frustrierte Fans hat.

(bn)

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133 Millionen Euro. So viel hat der FC Bayern München in dieser Transferperiode bereits für neue Spieler ausgegeben. Angesichts der Tatsache, dass beim Transfer von Harry Kane, der im vergangenen Jahr knapp unter 100 Millionen Euro gekostet hat, über Monate hinweg darüber diskutiert wurde, ob der Verein damit nicht seine Ideale über Bord werfe, ist es doch erstaunlich, wie locker in diesem Sommer das Scheckbuch der Verantwortlichen zu sitzen scheint.

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