Für seinen Finderlohn an einen Taxifahrer gab es für Manuel Neuer keinen Daumen nach oben.
Für seinen Finderlohn an einen Taxifahrer gab es für Manuel Neuer keinen Daumen nach oben.Bild: dpa / Sven Hoppe

Manuel Neuer und sein Geiz-Finderlohn: Taxifahrer könnte doch noch Glück haben

23.07.2022, 13:20

Bayern-Torwart Manuel Neuer ist kürzlich nur knapp einem bitteren Verlust entkommen: Er ließ seine Geldbörse aus Versehen in einem Taxi liegen. Doch er hatte Glück, denn mit dem Taxifahrer Hazir S. hatte er einen ehrlichen Finder, der großen Einsatz zeigte, um Neuer das Portemonnaie zurückzubringen. Für den Finderlohn – ein signiertes Trikot – musste Neuer von dem Taxifahrer Kritik einstecken. Doch jetzt könnte es Hazir S. doch noch etwas Geld bringen.

400 Euro Fahrtkosten gegen signiertes Trikot: "Ein Hohn"

Taxifahrer Hazir S. bemerkte den Verlust des berühmten Torwarts, als er hinterher den Wagen reinigte. Auf dem Personalausweis hätten Name und Adresse von Manuel Neuer gestanden. Neben einer Visa Card Platinum und einer schwarzen Mastercard sollen sich auch etwa 800 Euro Bargeld in dem Portemonnaie befunden haben.

Er betrieb eigener Aussage nach einen Riesen-Aufwand, um ihm seine Wertsachen zurückzugeben, fuhr zu dessen Haus und zu seiner Villa am Tegernsee. Schließlich gab er sie bei einem Berater in der Nachbarschaft ab: nach eigenen Angaben Taxifahrten im Wert von 400 Euro. Als Dankeschön bekam lediglich er ein signiertes Fußball-Trikot. "Dieser Finderlohn ist ein Hohn", urteilte er gegenüber der "Bild". "Ich habe vier Kinder. Mit dem Trikot kann ich nichts anfangen." Er hatte offenbar mehr oder etwas anderes erwartet.

Chef von Dresdner Fußballmuseum macht überraschendes Angebot

Das könnte er jetzt doch noch bekommen. Denn Jens Genschmar, Chef des Dresdner Fußballmuseums, erfuhr von der Geschichte. Daraufhin meldete er sich bei "Bild" – und hat ein Angebot für Taxifahrer Hazir S. im Gepäck. Denn auch er könne nicht nachvollziehen, warum er nur ein Trikot als Finderlohn bekommen hat.

Jens Genschmar, Chef des Dresdner Fußballmuseums.
Jens Genschmar, Chef des Dresdner Fußballmuseums.Bild: Imago-Images / Andre Lenthe

"Dass der für seine Gutmütigkeit nun auf den Fahrtkosten sitzenbleibt, finde ich angesichts der Einkommensverhältnisse von Manuel Neuer ziemlich traurig", berichtet er. Deshalb bietet er an, das Trikot für 200 Euro zu kaufen. Es würde einen Ehrenplatz im Dresdner Fußballmuseum im Rudolf-Harbig-Stadion neben dem Nationalmannschaftstrikot von Rekord-Stürmer Ulf Kirsten und Ost-Fußball-Legende Dixi Dörner bekommen.

Damit hätte Hazir S. zumindest die Hälfte seiner 400 Euro-Fahrtkosten wieder raus. Und liegt damit auch über dem gesetzlichen Finderlohn.

Der dürfte wegen der 800 Euro Bargeld übrigens bei ungefähr 64 Euro liegen. Bei Fundsachen mit einem Wert über 500 Euro sind es acht Prozent Finderlohn.

(and)

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