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DFB-Team: Didi Hamann redet sich in Rage wegen Bundestrainer Julian Nagelsmann

19.11.2023, Berlin: Fu
Julian Nagelsmann war bis März 2023 noch Bayern-Trainer, seit September ist er Bundestrainer. Bild: dpa / Federico Gambarini
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DFB-Team: Didi Hamann keift gegen Bundestrainer Nagelsmann

30.11.2023, 16:51
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Beim Deutschen Fußball-Bund dürften die Verantwortlichen gerade durchatmen. Der Final-Einzug der deutschen U17 sorgt für Euphorie und zeigt den Fußball-Fans, dass zumindest der Nachwuchs erfolgreich sein kann. Gleichzeitig lenkt der Erfolg von der Nationalmannschaft ab.

Dort läuft es aktuell drunter und drüber. Bundestrainer Julian Nagelsmann startete zwar auf der USA-Tour mit einem Sieg und einem Unentschieden vielversprechend, in der jüngsten Länderspielpause kam mit den Niederlagen gegen die Türkei (2:3) und Österreich (0:2) aber die Ernüchterung.

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Aufgrund der schlechten Auftritte musste sich Nagelsmann einige Kritik anhören. Ex-Bayern-Trainer Felix Magath bemängelte beispielsweise die Zusammensetzung des Teams. Es fehle überall. "Wenn man eine Mannschaft hat, in der es nicht läuft, spielen alle unter ihrem Niveau. So ist es bei der deutschen Mannschaft", sagte der 70-Jährige bei Sky zuletzt deutlich.

Immer wieder kritisiert auch DFB-Legende Didi Hamann den aktuellen Bundestrainer. Er könne beispielsweise nicht verstehen, weshalb Nagelsmann İlkay Gündoğan als Kapitän benannt hätte.

DFB-Team: Hamann geht auf Bundestrainer Nagelsmann los

Bei der Podiumsdiskussion "SID-Mixedzone" in Köln legte der ehemalige Liverpool-Profi nun nach. Für Hamann sei Nagelsmann nicht die Idealbesetzung als Bundestrainer: "Meine Wahl wäre er nicht gewesen. Es war der einfachste Weg, obwohl er noch unter Vertrag stand. Du brauchst einen Trainer, der Autorität hat, natürliche Autorität. Das ist beim jetzigen Trainer nicht der Fall. Das war auch schon beim FC Bayern nicht der Fall."

Besonders in Rage brachte ihn der Satz von Nagelsmann, dass die DFB-Stars es nicht mehr zu "Verteidigungsmonstern" bis zum Start der Heim-EM im kommenden Sommer schaffen werden. "Wir haben defensiv nur Superstars. Was sollen die Spieler denken, wenn sie das hören? Wenn er das glaubt, braucht er gar nicht anzutreten", bewertet Hamann knallhart die Einschätzungen von Nagelsmann.

Hamann habe gerade nach den Auftritten gegen die Türkei und Österreich wenig Hoffnung für das DFB-Team. "Mir fehlt die Fantasie, wie es besser werden kann", stellte er fest.

Der 59-fache Nationalspieler wollte auf der Podiumsdiskussion deshalb auch nicht ausschließen, dass es nicht zu noch einem Trainerwechsel kommen könnte. Im März stehen die letzten Testspiele vor der abschließenden EM-Vorbereitung an. Dann soll gegen die Niederlande und Frankreich gespielt werden. Sollten beide Partien in die Hose gehen, hat Hamann einen Lösungsvorschlag: "Wenn es im März nicht besser wird, muss der Rudi (Völler, d. Red.) vielleicht noch mal ran – ich weiß es nicht."

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Dass Völler sich aber ernsthaft noch einmal auf die Trainerbank setzt, ist eher unwahrscheinlich. Nachdem er im September für das Frankreich-Spiel (2:1) eingesprungen war, hatte er bereits klar betont: "Es ändert ja auch nichts das Ergebnis. Für mich ist das ganz klar. Es war sehr anstrengend. Ich bin ehrlich, es war stressig die Tage." Mit dann 64 Jahren bei der EM würde dieser Stress nicht weniger werden, weshalb ein Engagement als ausgeschlossen gilt. Egal, wie vehement Hamann sich das wünscht.

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