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ACHTUNG: SPERRFRIST FÜR ALLE MEDIEN BIS FREITAG, 10.01.2020, 23.59 UHR !!!   Tag 1 im Camp. V.l.: Elena Miras, Danni Büchner und Sonja Kirchberger lassen gelangweilt die endlosen Regelerklärungen von Teamchef Krause über sich ergehen.   Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.

Ob die Camp-Kandidaten wissen, was die Anwohner um sie herum stört (Symbolbilder)? bild: TV Now, Getty Images (4)

Dschungelcamp

Australisches Behörden-Papier enthüllt Sorgen der Dschungelcamp-Nachbarn

Seit vergangenem Freitag harren elf D-Prominente und solche, die es gerne wären, im RTL Dschungelcamp aus. Nach anfänglicher Euphorie macht sich unter den Kandidaten langsam der Lagerkoller breit. Auch, wenn weniger der Dschungel als solches, sondern dessen "Promi"-Bewohner für das Stimmungstief sorgen (Here's looking at you, Danni.)

Die tatsächlichen Anwohner des Dschungelcamps, das sich im australischen Örtchen Dungay befindet, machen sich weniger Sorgen um das Wohlergehen der Kandidaten, als um das der Tiere und der Natur. Denn zwei Mal im Jahr fällt dort das mehrere hundert Personen umfassende Produktionsteam der Survival-Show ein, das für "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!" und das britische Pendant "I'm a celebrity get me out of here" zuständig ist.

Dokumente des Tweed Shire Councils (in dessen Verwaltungsgebiet das Dschungelcamp-Gelände liegt), die watson vorliegen, belegen, was die TV-Busch-Anwohner beschäftigt – und was die TV-Macher und die australische Verwaltung darauf zu sagen haben.

Helikopter und Koalas

Ein besorgter Anwohner wollte von der Behörde wissen, wie sich der Lärm von dem Produktions-Helikopter auf das Verhalten der Koalas rund um das Dschungelcamp auswirkt.

Man antwortete ihm, dass es "sehr unwahrscheinlich" sei, dass die Koalas in ihrem Verhalten von den Helikoptern beeinträchtigt werden. Denn: "Die Flüge finden selten und unregelmäßig statt". Laut TV-Team seien zum Beispiel in der britischen Staffel von 2016 insgesamt nur 12 Flüge durchgeführt worden. Und weiter: "Alle Flügen sollten tagsüber außerhalb der Fütterungszeiten der Koalas stattfinden."

Dschungel-Verkehr

"Es ist zu gefährlich, auf der Straße zu laufen", beschwerte sich ein Anwohner. Während des Produktionszeitraums würden Verkehr und damit verbundener Lärm zunehmen, Busse und spezielle Einsatzfahrzeuge die Straßen passieren. In der Nacht würden die Fernlichter der Autos für schlechten Schlaf sorgen.

Im Tweed Shire Council sieht man darin keinen Verstoß gegen die Vorschriften: "Es gab in der Vergangenheit keine Zwischenfälle, die mit dem Verkehr oder der Straßensicherheit in Verbindung stehen und es daher nötig machen würden, die vorherigen Absprachen zu ändern", heißt es in dem Dokument.

Auch für die Fernlichter hatte man eine Lösung: "An der Straße wurden Pylonen aufgestellt, die die Produktionsmitarbeiter daran erinnern, in der Nähe von Wohnhäusern das Fernlicht auszuschalten."

Ständige Interview-Anfragen

In dem Schreiben beschwert sich auch ein Dschungelcamp-Anwohner, er würde ständig von der Presse um Interviews gebeten werden. Die Dschungel-Produktionsfirma "Granada" erklärt dazu: "'Granada' informiert die Anwohner durch Briefe oder vorher angekündigte Besuche über die feststehenden (Produktions-)Zeiten und Daten und gibt ihnen eine Telefonnummer für Fragen oder Beschwerden."

Und wie steht es um ungewollte Presse vor der Haustür? Die Antwort der TV-Macher: Die Produktion "versucht, jede ungewollte Presse abzuwehren, damit die Privatsphäre der Anwohner geschützt wird."

Gewohnt bissig pr

Daniel Hartwich und Sonja Zietlow nerven die Dschungelcamper mit ihren Fragen – die Anwohner hoffentlich nicht. Bild: dpa

Negative Umwelteinflüsse

In Australien sorgt man sich auch um die Auswirkungen der "Dschungelcamp"-Dreharbeiten auf die Natur. Die Anwohner befürchten vor allem, dass durch die ungewohnt vielen Menschen in der Natur und den erhöhten Lärm bedrohte Tierarten zusätzlich in Gefahr gebracht werden.

"Seit 2013 habe es keine negativen Auswirkungen auf die Fauna gegeben", beteuert man beim Council. Auch würde die Wasserqualität in dem Gebiet vierteljährlich an acht verschiedenen Stellen überprüft werden. Die Produktionsfirma beauftragt ebenfalls ein Unternehmen, dass die Wasserqualität des angrenzenden Flusses während der Dreharbeiten mehrfach überprüfen lässt.

Laut eigenen Angaben lässt die Produktionsfirma pro Jahr 21 Millionen australische Dollar (rund 13 Millionen Euro) an Ausgaben im Land. Allein für die Unterkunft der TV-Crew und der Moderatoren würde man pro Jahr 1,1 Millionen australische Dollar (683.000 Euro) zahlen.

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