Titel: Germany's Next Topmodel - by Heidi Klum; Staffel: 16; Person: Heidi Klum; Copyright: ProSieben / Rankin; Fotograf: Rankin; Bildredakteur: Susanne Karl-Metzger; Dateiname: 2187401.jpg; Rechtehinweis: Heidi Klum und ihre Girls! Girls! Girls! Starfotograf Rankin inszeniert vier Motive fuer die aktuelle #GNTM-Kampagne Heidi Klum in einem spektakulaeren roten Kleid, flankiert von ihren Rohdiamanten - den diesjaehrigen Kandidatinnen von ,,Germany's Next Topmodel - by Heidi Klum

Heidi Klums "GNTM"-Kandidatinnen sind für die Fans nicht divers genug. Bild: dpa / Rankin

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Fans ätzen gegen "GNTM"-Cast: Heidi Klum weicht Kritik mit einer Aufforderung aus

Schon bevor die 16. "GNTM"-Staffel von Heidi Klum überhaupt gestartet ist, gab es von den Fans bereits Kritik an den Kandidatinnen. Eigentlich verspricht Heidi bereits seit Jahren, dass sie auf Diversität bei der Auswahl "ihrer Mädchen" setzt. 2020 rief sie allerdings noch einmal mit Nachdruck all diejenigen auf, sich zu bewerben, die zwar den Traum haben, Model zu werden, aber denken, sie haben nicht das Zeug dazu. Sprich: kleine, große, kurvige, dünne und auch ältere Frauen.

Als dann jedoch Mitte Januar die Top 24 erstmals auf Instagram präsentiert wurde, kommentierten die ersten Follower, dass die Kandidatinnen nicht dem angepriesenen Diversity-Motto entsprechen würden. Immerhin gibt es auf den Postern (außer Heidi) keine Frau über 30, Tattoos sind nicht zu sehen, wenige Persons of Color und auch kaum kurvige Frauen.

"Schade, vielleicht solltet ihr mal das Castingpersonal eintauschen gegen eines, das nicht so fixiert ist auf nur eine Art von Gesichtszügen", fasste ein Follower die Enttäuschung zusammen.

Heidi Klum antwortet auf watson-Frage nach mehr Kandidatinnen-Diversität

Watson konfrontierte nun Heidi Klum auf der digitalen Pressekonferenz zur neuen "GNTM"-Staffel mit den Vorwürfen der Instagram-Community. Dabei wurde schnell klar, dass auch die 47-Jährige sich wohl selbst ebenfalls unterschiedlichere Mädchen erhofft hatte:

"Ich hätte gerne noch mehr Diversity! Ich würde gerne ältere Frauen einladen, absolut, die müssen nur kommen. Aber vielleicht trauen sie sich ja nächstes Jahr."

Über 17.000 Online-Bewerbungen seien bei Heidi eingegangen, Massen-Castings in ganz Deutschland, die in den vergangenen Jahren immer stattgefunden hatten, mussten wegen der Pandemie ausfallen. Umso mehr wiesen Heidi und ProSieben-Chef Daniel Rosemann in der Pressekonferenz darauf hin, dass doch die Bewerbungen vielfältiger werden sollten: "Wenn man sich diese Staffel anschaut, kann man sich nächste Staffel trauen", ergänzte der Senderchef auf die Nachfrage von watson. Dass die Kandidatinnen nicht nur teilweise älter sein sollten, sondern eventuell auch diverser in Sachen Hautfarbe, Gewicht oder Größe sein könnten, dazu äußerten sich Rosemann und Klum nicht. Ebenso nicht dazu, wieso eine eventuell vorhandene Diversität auf den Postern zur Show mehr herausgestellt wurde.

Dafür plauderte Heidi schließlich noch aus dem Nähkästchen, denn ihre Curvy-Kandidatin Dascha habe sich erst wegen ihres Diversity-Aufrufs getraut: "Sie hat gar nicht daran geglaubt, dass ich jemanden suche mit Kurven. Obwohl ich das ja immer gesagt habe", rechtfertigt Heidi sich und bekräftigt weiterhin:

"Für mich war 'Germany's next Topmodel' nie ein blondes Mädchen mit blauen Augen. Ich wollte schon immer sehen, was Deutschland zu bieten hat."

Heidi Klum will mit Diversität Modelwelt nachhaltig verändern

Warum Heidi Wert darauf legt, dass ihr Cast so vielfältig sein soll, betonte sie auch. Einerseits sollen die angehenden Models Identifikationspotenzial für die Zuschauer liefern. Andererseits wollen sie und Rosemann auch die Fashionwelt nachhaltig verändern. Denn wenn Heidi beispielsweise kurvigere Models realen Kunden anbietet, so die Annahme, dann würden sich diese Kunden auch eher trauen, abseits des bisherigen Model-Ideals zu buchen.

Titel: Germany's Next Topmodel - by Heidi Klum; Staffel: 16; Folge: 1; Person: Heidi Klum; Copyright: (c) ProSieben/Richard H

Heidi Klum beteuert, es haben sich zu wenige Models abseits der Norm beworben. Bild: dpa / Richard H

"Wir haben eine Chance, eine große Kraft und Reichweite mit der Sendung. Vielleicht können wir da auch nicht abwarten, dass der Markt kommt, sondern wir können vorangehen und sagen: 'Mit der Brand 'GNTM' können wir Möglichkeiten auftun, weil sich Kunden dann erst trauen, ein nicht-standardisiertes Modelbild zu haben", mutmaßt Rosemann und ergänzt, dass das "auch unsere Pflicht ist."

Und, so viel wollte Heidi auch schon vor dem Start der Staffel verraten, die Kunden hätten durchaus positiv auf die bisherige Diversität ihrer Mädchen reagiert, insbesondere bei vergleichsweise kleineren Teilnehmerinnen, den Petite-Models: "Ich muss sagen, die kamen mega an. Ich glaube, dass es positiv ist, dass wir das weiterhin fördern, auch wenn Petite-Models noch nicht so wirklich auf den Laufstegen zu sehen sind. Aber warum nicht? Diese Staffel hat schon gezeigt, dass viele Kunden an Diversity interessiert sind."

Wie sich also dadurch das Teilnehmerfeld in den kommenden Staffeln von "GNTM" verändern wird, bleibt abzuwarten. Für diese Ausgabe des Formats müssen sich die Zuschauer aber wohl oder übel noch damit abfinden, dass sich offenbar noch nicht genügend diverse Model-Anwärterinnen bei Heidi gemeldet haben.

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