"Kevin allein in New York" gehört zu den Weihnachtsklassikern.
"Kevin allein in New York" gehört zu den Weihnachtsklassikern.
Bild: Deutsches Filminstitut DIF

Wieso "Kevin allein in New York" fast an Trump gescheitert wäre

26.12.2020, 20:37

Alle Jahre wieder... kommen "Kevin allein zu Haus" und "Kevin allein in New York" im TV. Und auch "Stirb langsam" ist mittlerweile ein echter Weihnachtsklassiker. Auch 2020 gibt es die Filme wieder zu sehen. Aber auch, wenn du die Streifen schon unzählige Male geschaut hast, sind dir einige Details vielleicht noch nicht aufgefallen. Wir haben einige interessante Fun-Facts und Beobachtungen zu den beliebten Weihnachtsfilmen zusammengetragen.

"Kevin allein zu Haus" und "Kevin allein in New York"

Macauly Culkin in "Kevin allein zu Haus".
Macauly Culkin in "Kevin allein zu Haus".
Bild: imago images / imago stock&people
  1. In "Kevin allein zu Hause" fürchtet sich Kevin (Macauly Culkin) zunächst vor "Old Man Marley", der sich am Ende aber als freundlicher, hilfsbereiter, alter Mann erweist. Eine Sache fällt bei genauer Betrachtung des Films allerdings auf: "Old Man Marley" hat erst eine blutende Wunde an der Hand, als er Kevin später in der Kirche trifft, klebt dort nur noch ein Pflaster. Und am Ende, als sein Sohn ihn besucht, ist die Wunde plötzlich schon komplett verheilt. Das ging fix.
  2. Dieser Fakt ist dir bestimmt nicht entgangen: In "Kevin allein in New York" hat Donald Trump einen Gastauftritt. Doch wusstest du auch, dass sein Auftritt Drehbedingung war? Denn das im Film gezeigte legendäre "Plaza Hotel" gehörte damals dem derzeit noch amtierenden US-Präsidenten, der auf einen Cameo bestand. Ohne seinen Auftritt hätten sich die Macher also einen anderen Drehort suchen müssen.
  3. Ebenfalls eine lustige Beobachtung aus dem zweiten "Kevin"-Teil: Gauner Harry, der in "Kevin allein zu Haus" an die glühend heiße Türklinke gefasst hat, hat immer noch seine "M"-Brandnarbe an der Hand.

"Stirb langsam"

Bruce Willis spielt in "Stirb langsam" den Polizisten John McClane.
Bruce Willis spielt in "Stirb langsam" den Polizisten John McClane.
Bild: imago images / United Archives / kpa Publicity
  1. "Yippie Yah Yei, Schweinebacke!" ist wohl das Zitat, das Film-Fans beim Gedanken an "Stirb langsam" sofort in den Kopf kommt. Bruce Willis hat diese Aussage in seiner Rolle als Polizist John McClane geprägt. Doch fast hätte Bruce Willis die Hauptrolle gar nicht gespielt. Ursprünglich wurde diese nämlich Frank Sinatra angeboten, obwohl der damals schon 73 Jahre alt war. Aber auch Sylvester Stallone, Harrison Ford, Robert De Niro, Charles Bronson, Nick Nolte, Mel Gibson, Richard Gere, Don Johnson, Burt Reynolds und Richard Dean Anderson standen zur Debatte.
  2. Schauspieler Alan Rickman, der Bösewicht Hans Gruber spielt, stürzt in dem Film in den Tod. Das Besondere und vor allem Fiese an der Szene: Der Schauspieler wurde schon bei "2" losgelassen und nicht erst bei "3", wie zuvor besprochen. Der Grund: Regisseur John McTiernan Rickman wollte einen echten Schock auslösen – mit Erfolg. Rickman war von diesem Überrumpelungsversuch wenig begeistert. Gut, dass die Macher vorher sichergestellt hatten, dass es die letzte reguläre Szene mit ihm vor der Kamera sein sollte.

"Tatsächlich Liebe"

Hugh Grant war Teil des "Tatsächlich Liebe"-Casts.
Hugh Grant war Teil des "Tatsächlich Liebe"-Casts.
Bild: Universal Pictures
  1. Ein Klassiker, der zur Weihnachtszeit nicht fehlen darf – und der ebenfalls spannende Details enthält: "Tatsächlich Liebe". Wusstest du, dass die Flughafen-Szenen wirklich authentisch waren? Es wurden echte, unverstellte Begegnungen gefilmt.
  2. Auch ein witziger Fun-Fact: Schauspieler Bill Nighy wusste nicht, dass er beim Casting war. Er dachte, er hilft nur beim "Drehbuch laut vorlesen". Doch dann wurde er als Rocker Billy Mack gecastet.
  3. Ursprünglich waren 14 Handlungsstränge geplant. Doch dazu kam es nicht. Am Ende wurden einige herausgeschnitten, wie eine gleichgeschlechtliche Liebesgeschichte und eine Lovestory mit einem afrikanischen Paar.

Weihnachtsklassiker im Stream

Falls du jetzt Lust auf die Filme bekommen hast, kannst du sie unabhängig von der TV-Ausstrahlung auch online streamen:

  • "Kevin allein zu Haus" gibt es bei Disney+ und Amazon Prime
  • "Stirb langsam" gibt es bei Amazon Prime, Netflix und TVNow
  • "Tatsächlich Liebe" gibt es bei Amazon, Joyn, Netflix, TVNow und Sky

(jei)

Weitsicht vor der Abwahl? Andreas Scheuer bewirbt sich um Mini-Job bei der "heute-show"

Acht Tage vor der Bundestagswahl treibt der Wahlkampf seltsame Blüten: Ein TV-Triell wie eine "Asi-Talkshow", ein Minister, der sich schon nach einem neuen Job umsieht – und eine Partei, die sich zur Motivation eines Films bedient, der Kriminalität und Morallosigkeit feiert. Die "heute-show" verwertete alle Vorlagen.

In "The Wolf of Wall Street" motiviert der von Leonardo DiCaprio gespielte Finanzguru Jordan Belfort seine Mitarbeiter mit einer aufpeitschenden Rede zu bedingungsloser Loyalität und unbändigem Einsatz für das Wohl des großen Ganzen – der Firma. Genau diesen Film hatten sich ein paar "Lurche von der Jungen Union" (O-Ton Oliver Welke, "heute-show"-Moderator) am Rande eines TV-Triells als Motivationsvideo ausgesucht und unterlegten die entfesselte Rede mit Untertiteln ("Wir. Gewinnen. Diese. …

Artikel lesen
Link zum Artikel