Unterhaltung
Baba Saad, Bushido und Animus beim Videodreh

Baba Saad, Bushido und Animus drehten zusammen für das Video "EGJ", das jetzt für jede Menge Diskussionsstoff sorgt. Bild: Screenshot / Instagram / animus

"Ist das Normalste der Welt": Bushido-Kumpel Animus äußert sich zu Anschuldigungen gegen gemeinsames Feature

Bushido hat zusammen mit Rapper Animus und Baba Saad vergangene Woche die gemeinsame Single "EGJ" herausgebracht – mit dem Feature startet Animus die Promo-Phase zu seinem neuen Album "Beastmode 4". Doch anstatt Begeisterungsstürme folgte viel Kritik und auch eine Menge Diskussion um Relevanz und Klicks auf Youtube.

Denn, so viel sei dazu gesagt: Bereits innerhalb eines Tages hat das Video zu "EGJ" die Eine-Million-Klicks-Marke gebrochen. Danach ging es etwas schleppender voran, nach nunmehr drei Tagen nach Veröffentlichung steht der Clip bei 1,23 Millionen Aufrufen. Nicht allen Hörern kam das so vor, als sei es dabei mit rechten Dingen zugegangen. Vor allem Baba Saads ehemalige Weggefährten Cashmo, 2Bough und Punch Arrogunz schossen gegen ihn, dabei ging es vor allem um Geldforderungen.

Zunächst hatte Bushido auf erste Kritik gegen ihn und seine Feature-Partner in einer Instagram-Story reagiert: "Lustig, was für Leute sich aus der Versenkung melden und mitspielen wollen. Merkt euch eins, euch fehlt es an Relevanz."

Cashmo meldet einen Verdacht über die Musikvideo-Klickzahlen an

Daraufhin holte Cashmo zu einem härteren Schlag aus und behauptete, die Rap-Combo habe bei ihrer eigenen Relevanz etwas nachgeholfen: Der Musikvideo-Beschreibung auf Youtube ist zu entnehmen, dass Bushido mit dem Multi-Channel-Network "Vidsum Music" zusammenarbeitet. Auf der Website der Agentur ist ein Angebot zu finden, das Cashmo in seiner Instagram-Story mit einem Pfeil markiert hat. Dort steht: "500.000 Views für 10.000 Euro". Für den Rapper also Grund genug, um daraus zu schließen, dass für "EGJ" genau das in Anspruch genommen, also Klicks auf Youtube gekauft wurden. "Und jetzt weiß ich, wie ich relevant werde", stellt Cashmo am Ende sarkastisch fest.

Cashmo spricht

Cashmo meldete Zweifel an der Anzahl der Views für das Musikvideo von Animus, Bushido und Baba Saad an. Bild: Screenshot / Instagram / cashmomusik

Animus reagiert auf Unterstellungen

Unabhängig davon, ob an diesen Behauptungen etwas dran sein könnte, meldete sich inzwischen Animus dazu zu Wort und dementierte sie mit einem Vergleich vehement. So hätten die Freestyle-Videos "Hast du Bars?!", in denen Animus solo rappt, schon nach wenigen Stunden sehr viele Klicks. Da sei es klar, dass ein Feature mit zwei anderen Rappern mehr Menschen nach wenigen Stunden sehen werden:

"'Hast du Bars?!' Teil sechs hatte nach 24 Stunden rund 400.000 Aufrufe. Wenn also eine Single mit Bushido und Saad 700.000 nach 24 Stunden macht, ist es das Normalste der Welt. Mehr sollte man dazu nicht sagen."

Bild

Animus äußert sich zu den Klick-Kauf-Anschuldigungen in einer Frage-Antwort-Runde auf Instagram. Bild: Screenshot / Instagram / Animus

Cashmo und andere Kritiker würden ihnen schlichtweg den Erfolg nicht gönnen. Allerdings hätte Animus wohl noch einen ganz anderen Punkt gehabt, denn Cashmo hatte mit dem gezielten Vorwurf vermeintlich Unrecht.

Wie "Raptastisch" zuerst berichtete, handelt es sich bei bei der Agentur "Vidsum Music" um ein Multi-Channel-Network, das mit vielen weiteren Rappern wie Capital Bra oder der 187 Strassenbande zusammenarbeitet. Das Unternehmen bietet neben der Wahrung von Urheberrechten der Künstler allerdings nur an, dass Musikclips wie "EGJ" als Werbeeinblendung vor anderen Youtube-Videos geschaltet werden.

Cashmo liegt mit Vorwurf vermutlich falsch

Damit die Clicks von alldenjenigen gewertet werden, denen das Musikvideo als Werbung angezeigt wird, müssen sie sich das Video entweder lange genug ansehen oder eigenständig auf die Vollversion klicken. Das bedeutet demnach also nicht, dass Klicks im herkömmlichen Sinne von Animus, Bushido und Baba Saad gekauft wurden. Cashmo könnte das Angebot von "Vidsum Music" schlichtweg falsch gedeutet haben. Letztlich lässt sich nicht einmal dadurch im Vorhinein versprechen, dass tatsächlich durch die Werbeeinblendungen 500.000 Klicks generiert werden.

Da die Aufrufzahlen für "EGJ" nach einem Tag stark zurückgegangen sind und sich die Interpreten lediglich noch auf Platz 41 (Stand: 8. Februar 2020) der deutschen Youtube-Trends befinden, bleibt abzuwarten, wie groß der Hype für die kommenden Single-Auskopplungen fernab von Klick-Kauf-Unterstellungen wirklich sein wird.

(cfl)

watson live dabei

Arafat wendet sich direkt an Bushido: "Sag das doch laut"

Der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder, bei dem Bushido als Zeuge und Nebenkläger auftritt, dauert nun schon ein halbes Jahr. Am Montag war bereits der 22. Verhandlungstag – und noch immer stand Bushido im Zeugenstand und sagte gegen seine ehemaligen Geschäftspartner aus. Es ging erneut um die Künstlerverträge der Rapper, die bei ihrem gemeinsamen Musiklabel unter Vertrag standen. Nachdem vor der Verhandlungspause bereits die Arbeitspapiere von Shindy, Laas Unltd. und …

Artikel lesen
Link zum Artikel