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Fler

Fler hatte mal wieder Ärger, und zwar mit RTL. Nun stellt er seine Sicht der Dinge ausführlich dar. Bild: Fler / Katja Kuhl

Fler über Schlägerei: "RTL war viel mehr Täter als ich"

Fler und Ärger – es ist nicht weiter außergewöhnlich, diese beiden Wörter in einem Satz zu hören. Das gilt auch im Jahr 2020. Nachdem der Berliner Rapper eher ruhig ins neue Jahrzehnt gestartet war, ist er mittlerweile wieder bei seiner gewohnten Frequenz an öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen angekommen.

Eine größere Fehde lieferte er sich jüngst mit dem Fernsehsender RTL. Der hatte ihm vorgeworfen, einen Kameramann angegriffen und "krankenhausreif" geprügelt zu haben – nach Angaben des Senders "grundlos". Das Entsetzen war groß. Doch Fler stellte den Vorfall schon wenig später ein wenig anders dar. So beschrieb er, RTL habe seine Persönlichkeitsrechte ignoriert und gegen seinen ausdrücklichen Willen Aufnahmen von seiner Freundin gemacht.

Nun ergriff er bei einem Interview mit "TV Strassensound" die Gelegenheit, die Geschichte ausführlich aus seiner Sicht zu erzählen.

Es fing demnach alles mit einer Shopping-Tour mit seiner Freundin an: "Ich war bei Cartier, hab mir eine Kette gekauft, hab meiner Freundin ein Armband geholt." Das wiederum habe er dann bei Instagram gepostet. "Dann waren wir noch bei Gucci, die kenne ich alle da, und danach sind wir zu Louis." Damit meint er den Louis-Vuitton-Store. Insgesamt seien er und seine Freundin mindestens eine Stunde am Kurfürstendamm unterwegs gewesen.

Als sie schließlich das Geschäft verlassen hätten, sei ihm die Reporterin von RTL in Begleitung von zwei Männern aufgefallen, die auf ihn und seine Freundin zugekommen seien. Die beiden Begleiter seien anhand ihrer Ausrüstung für ihn als Kamera- sowie Tonmann erkennbar gewesen. Er beschreibt sie zudem als "groß, sportlich, fit".

Fler und seine Freundin wollten nicht gefilmt werden

Nun wurde es laut Fler langsam ungemütlich. "Ich sehe schon, dass die mich filmen wollen und sag zu der Reporterin 'Besser nicht jetzt'." Die Angesprochene habe das aber ignoriert und sei weiter auf ihn zugekommen. Er habe daraufhin zu ihr gesagt, er sei hier mit seiner Freundin und wolle nicht gefilmt werden. "Jaja, deine Freundin filmen wir nicht", habe die Antwort gelautet.

"Und was macht der Typ? Er filmt auch meine Frau", so Fler weiter. Dann holte er ein bisschen aus: Die Vorgeschichte sei ja, dass RTL schon einmal Bilder von seiner Freundin veröffentlicht habe. Das sei im Rahmen der unter dem Schlagwort "Fanboy" berühmt gewordenen Polizeikontrolle im September geschehen, erklärte Fler.

In diesem Instagram-Post macht sich Fler über den Vorfall und sich selbst lustig:

"Auf einmal greift mich der Kameramann an"

Jedenfalls habe er dem RTL-Team erklärt, sie sollten besser damit aufhören, ihn und seine Freundin zu filmen. "Wir sind weitergelaufen, wollten weg von denen." Der Kameramann habe aber seine Kamera weiter auf ihn gerichtet. "Also nehme ich ihm die Kamera weg, weil da die Aufnahmen ja drauf sind." Er habe so eine Kamera allerdings noch nie gesehen, deswegen habe er nicht einfach den Chip entfernen können. "Auf einmal greift der Typ mich an." Er habe ihm daraufhin einen Schlag gegen die Schläfe verpasst, woraufhin auch der Soundmann ihn, Fler, angegriffen habe. "Die beiden haben mich bis auf die Straße geprügelt. Fast hätten sie mich vor einen vorbeifahrenden Bus gestoßen."

Dann jedoch hätten sie plötzlich aufgehört und seien weg gerannt, erzählte Fler weiter. "Die haben gemerkt, sie sind mehr Täter als ich. Was machen sie also? Auf einmal rennen sie weg von mir." Die Kamera hätten sie zurückgelassen. Er habe versucht, an die Aufnahmen zu kommen. Zu diesem Zweck habe er sie mehrere Male auf den Boden geworfen. "Das sind die Aufnahmen, die sie später gezeigt haben. Es [die Kameraverkleidung, Anm. d. Red.] ging aber nicht auf. Also hab ich das Ding mitgenommen: Ich brauche diese Aufnahmen. Da ist meine Frau drauf."

Fler musste in U-Haft – aber nur kurz

Soweit Flers Version der Geschichte am Ku'damm. Doch auch über die Folgen sprach er im Interview. So hätten Polizei und Staatsanwaltschaft noch am selben Tag einen Haftbefehl beim Richter beantragt – wegen Raubes. Der Haftrichter habe die Beweislage aber nicht für ausreichend gehalten, so Fler. Erst sechs Tage später sei er dann in seiner Wohnung verhaftet worden.

"Sie haben mich nach Moabit gebracht, in Untersuchungshaft. Zum Glück habe ich meinen Anwalt gleich erreicht und der hat sich direkt auf den Weg zum Haftrichter gemacht." Hätte er ihn nicht am selben Tag erreicht, so Fler weiter, wäre er erstmal für zwei Wochen in Haft geblieben. Man bekomme nur alle zwei Wochen einen Haftprüfungstermin. "Der Haftrichter habe sich das angehört und meinte, okay, Sie können gehen."

Und was wurde aus der Kamera? Auch davon berichtete Fler. Er habe den Datenträger in aller Ruhe herausgenommen und sie anschließend zurückgegeben. Allerdings nicht direkt bei RTL. "Ich bin zum LKA, hab sie denen hingelegt und gesagt: 'Das ist die Kamera von der Geschichte, die gestern in der Presse war.'"

(om)

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