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Völlig ungeschminkt im Dschungelcamp: So hat man Djamila Rowe bisher selten gesehen.Bild: RTL+
Dschungelcamp

Beauty-Doc Werner Mang entsetzt von Schönheits-Wahn bei Djamila Rowe: "Wie sie will keiner aussehen"

30.01.2023, 19:43

"Manchmal verliert man den Überblick über sich selbst."

Immerhin selbstironisch kommentierte Djamila Rowe im Dschungelcamp die Liste ihrer Schönheits-OPs und Eingriffe: Hyaluron in den Lippen und den Wangen. Botox in der Stirn. Und auch bei ihren Brüsten und ihrer Nase hat Djamila Rowe nachgeholfen.

Aber ihn macht all das fassungslos: Professor Dr. Werner Mang ist einer von Deutschlands bekanntesten Schönheitschirurgen. Gefühlt hatte er in seiner Bodenseeklinik jede zweite Nase der Unterhaltungsbranche schon unter dem Messer. Auch aktuell stehen bei ihm 800 Leute auf der Warteliste, verrät er. "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"-Kandidatin Djamila Rowe war allerdings noch nie bei ihm: "Natürlich nicht", sagt er.

Im Interview mit watson erklärt er, was anders gelaufen wäre, hätte sie sich an ihn gewandt – und wie böse die OPs der Dschungel-Kandidatin ausgehen könnten.

Prof. Dr. Werner Mang beim ARD Talk Hart aber Fair am 23.09.2019 in Köln ARD Talk Hart aber Fair Prof Dr Werner Mang at the ARD Talk Hart but Fair on 23 09 2019 in Cologne ARD Talk Hart but Fair
Prof. Dr. Werner Mang: Vor 33 Jahren hat er seine Bodenseeklinik für Schönheitschirurgie gegründet. Bild: www.imago-images.de / Lumma Foto

Watson: Schauen Sie das Dschungelcamp?

Prof. Dr. Werner Mang: Natürlich. Man muss Sendungen anschauen, die Menschen bewegen, um sich dann ein Urteil erlauben zu können. Das Dschungelcamp ist ein Spiegel unserer Gesellschaft – genau wie die Schönheitschirurgie. Auch wenn beides bei mir manchmal Bedenken auslöst, wohin das alles führen soll.

Welche Bedenken haben Sie denn bei Djamila Rowe?

Ich bin ein sehr strenger, aber dadurch auch zuverlässiger und erfolgreicher Schönheitschirurg. Und ich sage immer: natürliche Schönheit ja, Schönheitswahn nein.

"Schlauchboot-Lippen gehören auf den Bodensee und nicht ins Gesicht ..."

Als natürliche Schönheit würde man Djamila Rowe nach ihren zahlreichen Eingriffen nicht mehr bezeichnen. Bleibt Schönheitswahn.

Jeder, der an die Bodensee-Klinik kommt, weiß, dass ich kein Fan von aufgespritzten Lippen bin. Schlauchboot-Lippen gehören auf den Bodensee und nicht ins Gesicht. Ich bin gegen Mega-Brüste und gegen Barbie-Nasen. Aber all das hat ja diese Dame Djamila Rowe machen lassen. Sie hat zugegeben, dass sie mehrere Brust-Implantate bekommen hat, wie oft sie sich die Lippen aufspritzen lassen hat, weiß sie gar nicht mehr. Und auch ihre Nase ist viel zu klein und mit Narben!

Ich glaube, ihr Beispiel stößt viele ab, die sagen: Um Gottes willen, so will ich nicht aussehen. Da frage ich mich schon, was da der Schönheitschirurg gemacht hat. Daher kann sie einem nur leid tun! Das ist ja auch ein medizinisches Problem. Das Sprechen fällt ihr schwer. Auch beim Essen hat man damit Probleme.

"Ich kann nur den Kopf schütteln über die Schönheitschirurgen, die solche Lippen aufspritzen."

Aber was sollen solche Schönheits-Ideale denn dann?

Viele Influencer haben auch diese aufgespritzten Lippen und diese Mega-Brüste. Wenn junge Menschen sich das ansehen, dann denken sie, sie könnten auch berühmt werden, wenn sie sich das machen lassen. Aber das ist eine kranke Gesellschaft. Ich kann nur sagen, Hände weg von einer ästhetischen Chirurgie, die so ein extremes, teils abstoßendes Äußeres im Fokus hat. Ich kann nur den Kopf schütteln über die Schönheitschirurgen, die solche Lippen aufspritzen.

Zehn Prozent der Patientinnen bei uns an der Bodensee-Klinik wollen sich die Lippen inzwischen wieder kleiner machen lassen. Einige Patientinnen wollen auch ihre Brüste wieder kleiner haben oder die Nase wieder normal. Das ist ein ganz neues Geschäftsmodell. Gott sei Dank geht der Trend wieder zurück. So wie diese Dame im Dschungel will keiner aussehen.

Bei Ihnen war Djamila Rowe also nie unterm Messer?

Natürlich nicht. Ich hätte die Operationen, die sie machen lassen hat, abgelehnt. Ich kann mir nicht vorstellen, wer solche Entstellungen im Gesicht vornimmt.

Was ist denn wirkliche Schönheit?

Mein Ideal-Beispiel für natürliche Schönheit ist Grace Kelly. Da stimmt einfach alles. Beim Mann orientiere ich mich am frühen griechischen Typ, mit einer etwas kräftigeren Nase und hohen Wangen, so wie George Clooney. Ich versuche, die Leute nicht umzuoperieren, sondern ihnen zu einer natürlichen Schönheit zu verhelfen.

Prof. Dr. Werner Mang im OP. Seine Tochter Gloria leitet in seiner Bodenseeklinik das medizinische Spa.
Prof. Dr. Werner Mang im OP. Seine Tochter Gloria leitet in seiner Bodenseeklinik das medizinische Spa.Bild: dpa / Sven Hoppe

Ist es ungesund, was Djamila Rowe hat machen lassen?

Natürlich ist das ungesund, wenn man drei oder vier Brust-Operationen hatte. Da kann es zu Narben und Veränderungen in der Drüse kommen. Wenn man permanent die Lippen aufspritzt, kann es zu Essstörungen mit ständigem Speichelfluss kommen. Es kann zu Sprachstörungen kommen. Die Operationen von Djamila Rowe sind medizinisch nicht vertretbar. Man sagt immer, in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Aber Menschen, die so entstellt worden sind von einem Schönheitschirurgen, bei denen ist die Seele auch angegriffen.

Hier geht es zu unserem Dschungelcamp-Quiz:

Wie oft und warum raten Sie Frauen oder auch Männern von einer OP ab?

Ich schaue mir in der Woche etwa 60 Patienten und Patientinnen an. Etwa acht bis zehn Prozent schicken wir zurück: Dazu gehört das Mädchen, das mit 14 oder 15 Jahren genauso aussehen will wie Bella Hadid. Dann gibt es Menschen, die schon X Schönheits-OPs hatten und sich immer noch hässlich finden. Aber denen kann ich auch nicht helfen. Und es gibt ganz besondere Wünsche. Eine wollte sich eine Rippe rausnehmen lassen, um eine Taille wie Victoria Beckham zu haben. Aber sowas mache ich nicht.

Kann man von Schönheits-OPs und Eingriffen süchtig werden?

Ja und das ist eine große Gefahr! Man darf es nicht zu oft machen. Hyaluron sollte man maximal einmal im Jahr machen. Nicht alle drei, vier Monate, wie viele glauben. Ich hatte schon Patienten, die sich hoch verschuldet haben und Haus und Hof verkauft haben, nur um sich immer weiter operieren lassen zu können. Das habe ich natürlich dann nicht gemacht.

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