HANDOUT - 04.06.2022, Berlin: Die Band Rammstein tritt im Olympiastadion Berlin auf. Foto: Jens Koch/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattun ...
Der Keyboarder von Rammstein taucht in einem Video auf, das Kritik an seiner eigenen Band übt.Bild: dpa / Jens Koch
Klima & Umwelt

Rammstein vs. Umwelt: Keyboarder überrascht mit Video

25.11.2022, 11:10

Dass unter Musiker:innen hin und wieder Kooperationen stattfinden, ist nichts Ungewöhnliches. Bei einem Video, das nun veröffentlicht wurde, ist jedoch einiges anders: Zwar handelt es sich nicht um die Band Rammstein, dafür aber um deren Keyboarder Christian "Flake" Lorenz, und er kooperiert auch nicht mit anderen Musiker:innen, sondern mit der Berliner Stadtreinigung (BSR).

Ungewöhnlich ist an dem Video außerdem, dass darin (selbst-)kritisch mit seiner eigenen Band umgegangen wird. Zu sehen sind der Keyboarder und seine Tochter Mimi, wie sie zehn Meter tief unter der Erde in einem Bunker festsitzen. Die dunklen, matten Farben in dem Video, und vor allem der dazugehörige Dialog, machen schnell klar: Es handelt sich um ein dystopisches Szenario, das jedoch nicht ganz so weit von der Realität entfernt sein könnte.

Kritik gegen Plastikbecher

Vater und Tochter sitzen – mit Jacken bekleidet – in dem Bunker sich gegenüber, als der Dialog beginnt. Darin macht Mimi ihren Vater dafür verantwortlich, dass die "Welt da oben kaputt" sei. Flake wehrt die Vorwürfe zunächst ab, indem er sagt, dass andere Menschen ebenso unverantwortlich gelebt hätten, doch seine Tochter bleibt hartnäckig:

"Du mit deiner Band, die ganze Zeit auf Tour", so der genaue Wortlaut von Mimi. "Mit euren fetten Shows, diesen tausend Trucks, und wofür? Damit die ganze Welt die Scorpions live sehen kann." Dass Flakes Tochter zweimal seine Band mit anderen verwechselt (erst mit den Scorpions, später mit Udo Lindenbergs Panik-Orchester), ist wohl als Prise Humor gemeint, um das Video unterhaltsamer zu machen.

"Allein in Deutschland wurden jedes Jahr zwei Milliarden Becher auf den Müll geworfen. Das war doch krank!"
Flakes Tochter Mimi

Die Botschaft des Videos wird dennoch deutlich – spätestens dann, wenn Mimi beginnt, Fakten zu nennen: "Allein in Deutschland wurden jedes Jahr zwei Milliarden Becher auf den Müll geworfen. Das war doch krank!" Auch hiergegen wehrt sich Flake zunächst, denn immerhin waren er und seine Band ja gar nicht immer nur in Deutschland. Als seine Tochter ihm jedoch klarmacht, dass diese Denkweise lächerlich sei, entgegnet er, man hätte davor mal früher warnen sollen.

Stadtreinigung appelliert an Menschen

Was bei dem Video deutlich wird, ist, dass Flake diejenigen Leute verkörpert, die sich gegen die aktuellen klimapolitischen Vorwürfe wehren. Seine Tochter hingegen stellt die jüngeren Generationen dar, von deren Seite oftmals die Kritik kommt, dass Umwelt und Klima mehr geschützt werden müssen.

Nach dem Dialog wendet sich die Berliner Stadtreinigung mit folgendem Appell an die Zuschauenden: "Jetzt Mehrweg nutzen und die Umwelt schützen. Es ist einfacher als gedacht." Anschließend wird ein letztes Mal Mimi eingeblendet, wie sie in die Kamera spricht: "Morgen ist es tatsächlich zu spät. Lass besser die Becher weg."

Désirée Nick disst Heidi Klum – und setzt ein Zeichen

In der Vergangenheit stichelte Désirée Nick immer mal wieder gegen Heidi Klum. So lud sie auf ihrem Instagram-Kanal sogar einst ein Bewerbungsvideo für die kommende "GNTM"-Staffel hoch und meinte dazu: "Hallo Heidi, ich wollte dich was fragen: Darf ich mich bei dir nächstes Jahr für 'Germany's next Topmodel' 60 plus bewerben? Werde ich das neue 'Germany’s next Topmodel'? Also ich finde, ich sehe besser aus als du."

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