Maxime Herbord ist als Bachelorette bemerkenswert langweilig.
Maxime Herbord ist als Bachelorette bemerkenswert langweilig.
Bild: TVNow
Meinung

Tiefpunkt für "Die Bachelorette": Warum Maxime nicht in die RTL-Show passt

14.08.2021, 10:19

Über die Hälfte der Staffel von "Die Bachelorette" mit Maxime Herbord als Rosenverteilerin ist nun um. Normalerweise hat sich an diesem Punkt der Kuppelshow bereits ein Favoritenkreis herauskristallisiert, nicht so aber in diesem Jahr. Es scheinen wenig Gefühle im Spiel zu sein, was keineswegs nur an den männlichen Teilnehmern liegt, die der Bachelorette teilweise sogar weglaufen. Vielmehr verfestigt sich der Eindruck, dass RTL mit Maxime einfach komplett danebengegriffen hat.

Bei den Zuschauern steht die 26-Jährige spätestens seit der Auftaktfolge in der Kritik, immer wieder lautet der Vorwurf, sie sei zu langweilig. Inwieweit das auf Maxime tatsächlich privat zutrifft, können natürlich nur wenige wissen, fest steht aber wohl: Mit ihrer Aufgabe im TV ist sie ziemlich überfordert.

Probleme der Bachelorette beginnen beim Small Talk

Die Bachelorette muss sich aus einem großen Pool an Kandidaten den für sie richtigen herauspicken. Das bedeutet für die Show, dass sie mit jedem einzelnen nur ein begrenztes Maß an Zeit verbringen kann, aber dennoch Woche für Woche Männer nach Hause schicken muss. Umso wichtiger für das Format ist die Kunst des Small Talks: Reden über vermeintliche Nichtigkeiten (man kann schließlich nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen) und dabei zwischen den Zeilen doch viel über den anderen herausfinden.

Maxime beherrscht das, kurz gesagt, überhaupt nicht. Während der meisten Dates lässt sie die Kandidaten reden, stellt denkbar uninteressante Fragen und gibt kaum etwas von sich selbst preis – auch nicht durch ihre Körpersprache. Komplimente wie auch Bitten der Anwärter darum, doch mehr Zeit mit ihnen zu verbringen, lächelt sie regelmäßig mit einem "Danke" oder "Ok" weg. Dabei wirkt ihr breites Grinsen fast schon ein wenig gequält. Dass sie sich so nicht wirklich interessant macht, liegt auf der Hand – und ja, eben das muss sie sehr wohl, obwohl sie die Bachelorette ist.

Besonders ratlos zeigte sich Maxime in Folge vier, als sie einen regelrechten Dating-Marathon durchlief. Zunächst wollte Raphael beim Kuchenessen ihre drei bestimmenden Charaktereigenschaften in Erfahrung bringen, im Verlauf der späteren Verabredung mit Max konfrontierte sie diesen dann mit genau der selben Frage. Und apropos Kuchen: Dass manche Teilnehmer nach ihren Dates eher vom Essen als von Maxime schwärmen, ist natürlich auch ziemlich ernüchternd.

Auch für Maxime ist "Die Bachelorette" frustrierend

Maximes Probleme als Bachelorette lassen sich im Übrigen auch an Zahlen bemessen. Bereits zwei Teilnehmer haben die Show freiwillig verlassen, wobei zumindest der Abgang von Leon wehgetan haben dürfte: Vor den RTL-Kameras räumte Maxime ein, Gefallen an ihm gefunden zu haben. Mittlerweile hat sie offenbar ein Auge auf Julian geworfen, aber genau der gestand ihr in der neuesten Folge, dass er ebenfalls schon einen Exit in Betracht zog. Dabei kam sie extra für ein klärendes Gespräch mit ihm in die Villa. Frustrierend!

Ohnehin ist Julian der einzige, der ein wenig Schwung in die laufende "Bachelorette"-Staffel bringt. Im Zuge einer kleinen Sinnkrise wegen des verlegenen Kusses im Flugzeug begann er plötzlich, seine Show-Beteiligung zu hinterfragen und überlegte laut: "Ist der Aufwand, den du hier einbringst, das Ganze wert für das Ziel? Weiß ich nicht…" Damit zweifelte er letztlich auch an Maxime, die er weiterhin als "nicht so unfassbar intelligent oder so unfassbar schlau oder so hübsch" bezeichnete, dass er eine Frau wie sie nicht auch ohne die Sendung erreichen könnte.

Auf ironisch-bittere Weise schließt sich mit all dem für Maxime ein Kreis, denn 2018 nahm sie bei "Der Bachelor" teil und verließ das Format ebenfalls auf eigenen Wunsch nach sechs Wochen. "Du passt nicht so gut zu mir", teilte sie Daniel Völz am Ende nur lapidar mit. Jetzt ist sie es, die Körbe im Fernsehen kassiert.

RTL-Entscheidung gibt Rätsel auf

Schon beim Bachelor allerdings stach Maxime nicht wirklich aus dem Feld der Bewerberinnen heraus, womit die Frage bleibt, warum RTL ihr in diesem Jahr direkt eine eigene Show gibt. Ihre zurückhaltende Art ist dabei nicht einmal das Hauptproblem – vielmehr beginnen die Zweifel damit, ob sie sich überhaupt emotional auf dieses Abenteuer einlassen kann bzw. möchte. Bei ihrer Vorgängerin Melissa Damilia lautete die Antwort auf diese Frage letztlich eindeutig "ja", gleichwohl auch sie in Sachen Unterhaltungsfaktor Luft nach oben hatte.

Manche Fans spekulieren, Maxime könnte einfach noch nicht bereit für eine neue Beziehung sein, da sie sich erst dieses Jahr von David Friedrich trennte, mit dem sie zwei Jahre lang zusammen war – doch selbst, wenn diese Vermutung zutreffen sollte, erklärt das sicher noch nicht alles. Wo zum Beispiel ist denn diese "ulkige" Seite an ihr, die Maxime selbst gegenüber Raphael anpreist? Gerade ein wenig mehr Lockerheit wäre ein Segen für die Staffel, denn bis jetzt waren die Nächte der Rosen ein einziges Zähneknirschen und ein reger Quell unangenehmer Momente.

Kenan verscherzte es sich bei der Bachelorette.
Kenan verscherzte es sich bei der Bachelorette.
Bild: TVNow

Vielleicht wäre der Sender gut damit beraten, seine Bachelorettes nicht nur aus dem bereits bestehenden Pool an Reality-Sternchen herauszufischen. Auch nach dem RTL-Prinzip aber gibt es zahlreiche charismatische Frauen, die sich auf den ersten Blick eher anbieten als Maxime. Ganz abseits davon könnte eine Kandidatin jenseits der 30, die einfach weiß, was sie im Leben will, und keine Spielchen mit sich spielen lässt, Wunder bewirken.

Dass der Sender seine neue Bachelorette gegen unsachliche Kritik verteidigt (tatsächlich schritt RTL neulich bei Instagram ein), ist richtig, sollte die Verantwortlichen aber nicht davon abhalten, die Entscheidung für Maxime zu hinterfragen. Schließlich sprechen auch die Quoten eine klare Sprache: Laut "DWDL" erreichte die Sendung 2021 ihren bisherigen Tiefpunkt.

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