Dieter Bohlen hatte nach dem Eurovision Song Contest eine klare Meinung zum Sieger.
Dieter Bohlen hatte nach dem Eurovision Song Contest eine klare Meinung zum Sieger.Bild: imago stock&people / Future Image

Dieter Bohlen mit klarem Fazit zum ESC-Sieger: "Nicht die beste Nummer"

16.05.2022, 14:01

Am vergangenen Samstag wurde die Ukraine zum Sieger des 66. Eurovision Song Contest gewählt. Das Kalush Orchestra brach sogar die Regeln des Musik-Wettbewerbs, indem die Gruppe sich auf der Bühne politisch äußerte und der Sänger Oleh Psjuk sagte: "Ich bitte euch alle: Helft der Ukraine, Mariupol und den Menschen im Asow-Stahlwerk." So rückte der musikalische Beitrag, die Folk-Rap-Nummer "Stefania", ein Stück weit in den Hintergrund.

Bei der Punktevergabe ging es anschließend auch um das Zeichen, das man mit den zwölf Punkten für das kriegsgebeutelte Land setzt. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Sam Ryder für Großbritannien und Chanel für Spanien. Weit abgeschlagen erreichte Malik Harris, der für Deutschland "Rockstars" performte, die geringste Punktzahl. Ganz fair findet das unter anderem Dieter Bohlen nicht. Er äußerte auf Instagram, was er über den diesjährigen Wettbewerb denkt und für wie gerechtfertigt er das Ergebnis hält.

Kalush Orchestra aus der Ukraine siegten beim ESC 2022.
Kalush Orchestra aus der Ukraine siegten beim ESC 2022.Bild: Luca Bruno/AP/dpa

Bohlen findet, dass die Ukraine nicht unbedingt ESC-Siegerpotential hatte

Dieter Bohlen, der jahrelang die Songs der "DSDS"-Gewinner komponierte und selbst 1983 und 2006 als Komponist bzw. Produzent zweier Beiträge vergeblich versuchte, am ESC teilzunehmen, gab am Sonntag seinen Senf zum Wettbewerb 2022 dazu. Zunächst urteilte er hart: "Es war ja früher mal ein Wettbewerb der Komponisten: Wer schreibt die schönste Nummer? Das ist es natürlich schon lange nicht mehr."

Dennoch sei der 68-Jährige überrascht von der Qualität der Finalsongs gewesen: "Es waren wirklich tolle Nummern dabei und es war der erste Kriegs-Grand-Prix, natürlich ganz anders." Dadurch sieht Bohlen auch eindeutig den ukrainischen Beitrag im Vorteil:

"Deshalb haben die Ukrainer gewonnen, obwohl ich ganz ehrlich bin: Es war natürlich nicht die beste Nummer."

Aufmunternde Worte an den deutschen ESC-Beitrag

Ginge es nach dem Poptitan, hätte womöglich ein anderes Land den ESC-Sieg dementsprechend mehr verdient. Welches er dabei genau im Blick hatte, verriet er seinen Social-Media-Fans allerdings nicht. Zumindest stehe für ihn aber fest, dass Deutschland nicht das Schlusslicht hätte bilden sollen:

"Also das war vielleicht nicht die beste Nummer, aber einen Mittelplatz hätte er allemal verdient."

Eine Erklärung für das (erneut) desaströse deutsche Ergebnis beim ESC hatte er ebenfalls parat: "Ich glaube, wir sind irgendwie nicht so beliebt, wir kriegen ja nie mehr Stimmen." Tatsächlich bekam Jendrik, der im vergangenen Jahr mit seinem Song "I Don't Feel Hate" angetreten war, lediglich drei Punkte und landete auf dem vorletzten Platz. 2019 und 2017 war Deutschland ebenfalls vorletzter, 2015 und 2016 sogar letzter. "Ich glaube, die Leute lieben die Deutschen im Moment nicht, keine Ahnung warum", resümierte Dieter Bohlen schlussendlich.

Und ein paar aufmunternde Worte habe es für den diesjährigen Deutschland-Vertreter ebenfalls noch obendrauf: "Guter Wettbewerb und unserem Kandidaten: Kopf hoch, es geht weiter."

Ob im kommenden Jahr eventuell mehr Wert auf die Meinung der Fans gelegt werden wird, um eine weitere miserable Platzierung Deutschlands abzuwenden? Eigentlich wollte die Band Electric Callboy in diesem Jahr Deutschland vertreten. Im Vorentscheid, bei dem der Zuschauer nicht das letzte Wort hat, sondern eine Jury, hatten sie jedoch das Nachsehen. Vielleicht war die Entscheidung gegen die Band letztlich (wieder einmal) die falsche.

(cfl)

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