Unterhaltung
INDIO, CA - APRIL 14:  Beyonce Knowles performs onstage during 2018 Coachella Valley Music And Arts Festival Weekend 1 at the Empire Polo Field on April 14, 2018 in Indio, California.  (Photo by Kevin Winter/Getty Images for Coachella)

Superstar Beyoncé beim Coachella 2018. Bild: Getty Images North America / Kevin Winter

"Black Parade": Beyoncé droppt überraschend neue Single

Superstar Beyoncé hat sich in der Debatte über Rassismus und Polizeigewalt zu Wort gemeldet – mit einem neuen Song.

Die Single "Black Parade" wurde in den USA am Freitag veröffentlicht, dem sogenannten "Juneteenth"-Gedenktag. Am Samstagvormittag hatte das Stück allein auf Youtube schon mehr als 250.000 Aufrufe erzielt.

Das Lied feiert den Stolz der Schwarzen auf ihre Kultur: "Wir haben Rhythmus/wir haben Stolz/wir bringen Könige zur Welt/wir erschaffen ganze Stämme", so lauten einige der Botschaften des fünfminütigen Stücks in der Übersetzung.

Hinter dem Song steckt noch mehr

Zuvor hatte die 24-fache Grammy-Gewinnerin Beyoncé – seit langem eine der prominentesten Vorkämpferinnen für schwarzes Selbstbewusstsein in den USA – auf ihrer Webseite die "Black Parade"-Initiative vorgestellt.

"Happy Juneteenth Weekend!", schrieb Beyoncé in einem Instagram-Post und verwies damit auf den Tag, der an das Ende der Sklaverei in den USA erinnern soll.

Und weiter:

"Ich hoffe, wir teilen auch weiterhin Freude und feiern uns, auch mitten im Kampf. Bitte erinnert euch weiterhin an unsere Schönheit, Stärke und Kraft."

"Black Parade" solle kleinen Unternehmen zugutekommen, die von Schwarzen geführt werden. Auf ihrer Webseite stellt die Sängerin verschiedene Unternehmen vor.

Vor dem Hintergrund landesweiter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem gewaltsamen Tod des Schwarzen George Floyd in Minneapolis Ende Mai hatten in den USA viele Menschen am Freitag des Endes der Sklaverei vor 155 Jahren gedacht. Beyoncé hatte schon kurz nach der Tötung Floyds durch einen weißen Polizisten Gerechtigkeit für Afroamerikaner gefordert und den Rassismus in ihrem Land verurteilt.

(ll/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ausschreitung in Stuttgart: Baydar nimmt Jugendliche in Schutz – Kriminalbeamter lacht ironisch

Gibt es strukturellen Rassismus in den deutschen Polizeibehörden? Eigentlich soll es bei "Maybrit Illner" vorrangig um die Gewalt gegen Polizisten in Stuttgart gehen, doch schnell entwickelt sich daraus eine Meta-Diskussion. Der NSU-Prozess, der "taz"-Artikel über die Polizei und viele weitere Themen kommen auf den Tisch – und die Gäste streiten sich ganz schön.

Gewalt gegen Polizisten – seit den Ausschreitungen in Stuttgart ein polarisierendes Thema. Bei einer Drogenkontrolle hatten sich Hunderte Jugendliche gegen die Polizisten vor Ort verbündet. Es kam zu körperlicher Gewalt und Plünderungen. Bei "Maybrit Illner" am Donnerstagabend im ZDF ging es um genau dieses Thema, polarisiert auch in der Talkrunde – und die Gäste verlieren dabei teilweise das Maß.

Vor allem im Blickpunkt: Kabarettistin Idil Baydar und Sebastian Fiedler, Vorsitzender des Bundes …

Artikel lesen
Link zum Artikel