Antonia Gentry Schauspielerin

Antonia Gentry verkörpert die Teenagerin Ginny in "Ginny & Georgia". Bild: Screenshot / Instagram / _antoniagentry_

Nach kontroversem Taylor-Swift-Witz: Hauptdarstellerin aus "Ginny & Georgia" meldet sich zu Wort

Eine unpassende und nicht unbedingt zeitgemäße Bemerkung über Taylor Swift sorgte dafür, dass die Netflix-Serie "Ginny & Georgia" miese Kritiken und obendrein einen Shitstorm auf Social Media erhielt. Was war passiert?

In der Dramedy-Serie, die innerhalb der ersten Tage auf Platz eins der Netflix-Charts landete, geht es um die alleinerziehende Mutter Georgia und ihre Kinder, insbesondere um die 15-jährige Ginny. In einer Szene sagt die Teenagerin über das Liebesleben ihrer Mutter: "Du machst schneller mit Männern Schluss als Taylor Swift." Der Satz schlug ein wie eine Bombe, denn nicht zum ersten Mal musste sich Taylor Swift einen Witz auf ihre Kosten über ihr angeblich verwerfliches Dating-Verhalten anhören.

Taylor Swift wehrte sich gegen Witz aus "Ginny & Georgia"

Gefallen lassen wollte sich Taylor das allerdings nicht länger. Kein Wunder, denn Netflix produzierte mit "Miss Americana" 2020 eine Dokumentation über Taylor, in der die Sängerin auch konkret auf das Problem eingeht, dass sie in der Öffentlichkeit immer wieder als promiskuitiv dargestellt wird. Anscheinend ohne Lerneffekt – über die Serie "Ginny & Georgia" tweetete Taylor schließlich öffentlichkeitswirksam: "Wie wäre es, wenn wir hart arbeitende Frauen nicht mehr erniedrigen würden, indem wir diesen Mist als witzig definieren?"

Ginny-Darstellerin meldet sich auf Instagram zu Wort

Nun hat sich die Aufregung um die Serie etwas gelegt – und die Ginny-Darstellerin Antonia Gentry meldet sich endlich mit einem langen Statement auf Instagram zu Wort. Obwohl sie Taylor und den Shitstorm nicht direkt anspricht, kann die Nachricht als Rechtfertigung genau darauf gedeutet werden. Denn ihre Rolly Ginny kann und will nicht fehlerfrei sein:

"Ginny ist eine Figur, die es wagt, fehlerhaft zu sein. Eine Figur, die sich bemüht, in die Welt, in der sie lebt, hineinzupassen, obwohl sie so oft ein Nein zu hören bekommt. Sie bringt unsere Vorurteile und Ungerechtigkeiten zum Vorschein. Sie liebt, sie lügt und sie steht für das ein, woran sie glaubt – auch wenn sie möglicherweise nicht alles daran versteht. Sie macht Fehler, moralische, mentale, physische, emotionale, die nicht nur sie selbst betreffen, sondern auch die kaputte Welt, in der sie lebt."

Ginny Miller sei zwar eine fiktive Figur, aber sie habe sich in das Spielen von ihr geradezu verliebt, weil es eine Rolle ist, die "alle Widersprüche und Unvollkommenheiten des Lebens widerspiegelt", schreibt Antonia weiter.

Zudem habe sie es genossen, mit "talentierten und ehrlichen Frauen zusammenzuarbeiten, die keine Angst davor haben, den Vorhang zurückzuziehen und alle Feinheiten des Lebens zu zeigen, die guten wie die schlechten", ergänzt sie.

Denn was für sie an erster Stelle stehe: Durch Ginny bekommen Teenagerinnen endlich eine Stimme, werden dadurch ernst genommen und scheinen es Wert zu sein, porträtiert zu werden. Antonia ist selbst schon 23 und verrät in ihrem Statement über ihr persönliches Leben und die Bedeutung ihrer Arbeit an "Ginny & Georgia":

"Ich hätte mir so etwas als junges Mädchen nie träumen lassen – eine Stimme zu haben, mit der ich Einfluss nehmen kann. Es ist für mich so bedeutungsvoll, Hunderte Fan-Nachrichten in meinem Posteingang zu finden, die sich durch die Show und die Charaktere gesehen, gehört und verstanden fühlen. Oder die einfach nur gern zugeschaut haben."

Ginny vertritt bislang unterrepräsentierte Gruppe

Denn Antonia ist auch eine Person of Color, ihre Mutter kommt aus Jamaika und identifiziert sich als Schwarze Frau. "Ich bin mit dem Gefühl groß geworden, dass ich keine Stimme habe und unwichtig bin, ich habe mich selbst nicht im Fernsehen repräsentiert gesehen." Dann kam das Rollenangebot für Ginny – Antonia zufolge eine dringend benötigte Veränderung für die Sichtbarkeit von jungen Frauen. "Endlich ist da ein Charakter, der genauso verwirrt und unvollkommen war, wie ich, der die Chance bekommt, zu existieren", beschreibt der junge Netflix-Star schließlich.

Deshalb sei Antonia in erster Linie dankbar für die vielen Nachrichten der Zuschauer, die sie bekommen habe und die für sie eine Inspiration seien: "An alle Menschen, die mir Hunderte Nachrichten geschrieben haben und durch 'Ginny & Georgia' das erste Mal das Gefühl bekommen haben, gesehen zu werden, sei es durch Ginny oder irgendeine andere der Figuren – ich danke euch."

Netflix selbst ist als Unternehmen dem Publikum bislang noch ein Statement schuldig geblieben. Ob sich das jetzt noch ändern wird bleibt zu bezweifeln.

(cfl)

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