Unterhaltung

"Lupin"-Star Omar Sy hat einen Kritikpunkt an der Netflix-Serie entkräftet. bild: netflix

"Lupin": Hauptdarsteller Omar Sy klärt vermeintlichen Logik-Fehler auf

Die ersten fünf Folgen des Krimis "Lupin" sorgen bei Netflix seit Wochen für prächtige Unterhaltung – die Beliebtheit der Serie spiegelt sich nicht zuletzt in der täglich aktualisierten Top 10 auf der Streaming-Plattform. Allerdings gab es auf "Reddit" und in sozialen Netzwerken auch schon einiges an Fan-Kritik zu lesen. Diverse Logik-Fehler in den Episoden wurden bereits entlarvt. So ist in einer Rückblende ins Jahr 1995 beispielsweise ein Modell der Schuhmarke "Artengo" zu sehen, die damals noch gar nicht existierte.

Aber auch das Verhalten von Hauptfigur Assane Diop sorgt mitunter für Verwirrung. So scheint der Meisterdieb sich zwar teures Equipment leisten zu können, ist zugleich aber mit dem Unterhalt an seine Frau im Rückstand. Ein weiterer Punkt betrifft die auffällig unauffällige Tarnung des Protagonisten – zu dem Punkt nahm nun allerdings Hauptdarsteller Omar Sy persönlich gegenüber "Netflix Queue" Stellung.

Omar Sy kontert der Fan-Kritik an "Lupin"

Assane Diop bzw. Omar Sy ist großgewachsen und von nicht gerade schlaksiger Statur, was für einen Verbrecher eigentlich eher nachteilig sein sollte. Der Serien-Charakter bleibt allerdings spielend unerkannt, obwohl er sich in der Öffentlichkeit nicht einmal aufwändig tarnt. Eben das haben diverse Zuschauer bemängelt. Ein User auf Twitter schreibt zum Beispiel: "Assane Diop ist nicht der Tarnkünstler, für den er sich hält", und postet auch gleich Beweisbilder dazu.

Wie nun aber Omar Sy darlegt, ist Assane aus "Lupin" keineswegs faul oder nachlässig. Sein Auftreten steht vielmehr in engem Zusammenhang mit seiner schwierigen persönlichen Geschichte. Dazu führt der Schauspieler aus:

"Assane ist bestimmt durch ein Gefühl der Ungerechtigkeit - die Tatsache, ignoriert zu werden, unsichtbar zu sein -, das zu seinem Trauma geworden ist. Er benutzt das. Während er seine Kostüme wechselt und handelt, fügt er sich in die Menge ein."

Damit weist Sy auf das Schicksal von Assanes Vater hin, der einst für ein Verbrechen verurteilt wurde, das er nicht begangen hat und sich schließlich im Gefängnis mutmaßlich selbst das Leben nahm. Offenbar glaubt Assane, nur durch sein Handeln Gerechtigkeit für seinen Vater herbeiführen zu können, da sich sonst niemand für den Fall interessiert. Auch rassistische Vorurteile spielen an der Stelle sicherlich eine Rolle. Assane ist wie ein Geist, den niemand wahrnimmt, doch seine Unsichtbarkeit kommt ihm nunmehr bei seinen Coups zugute.

Omar Sy erklärt, dass die Macher nicht wieder auf den "'Mission: Impossible'-Maskeneffekt" zurückgreifen konnten, daher habe man sich für eine simplere Lösung entschieden. Diese umzusetzen, war für den Star offenbar kein großes Problem, denn er offenbart: "Aus meiner Erfahrung als TV-Comedian weiß ich, dass alles, was man braucht, um seine Identität zu ändern, eine Mütze und eine Brille ist." "Lupin" trifft durch Assane sogar eine Aussage über den aktuellen Zustand der Gesellschaft, wie der 43-Jährige zusätzlich noch andeutet:

"Assane braucht nur sehr kleine Dinge, um in der Gesellschaft aufzusteigen, denn heutzutage konzentrieren sich die Menschen mehr auf das, was andere Leute tun, als darauf, wer sie sind."

Somit steckt hinter der Serie viel mehr als es zunächst vielleicht den Anschein hat. Zu anderen Kritikpunkten an dem Netflix-Hit äußerte sich Omar Sy bei "Netflix Queue" jedoch leider nicht.

Neue Folgen von "Lupin" werden übrigens im kommenden Sommer veröffentlicht, wie der Streaming-Anbieter neulich verkündete. Dann gilt es natürlich erstmal, den Cliffhanger aus der letzten Folge von Teil 1 aufzulösen.

(ju)

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