SXTN live beim Adidas EQT Event im Club Gretchen. Berlin, 01.09.2017 Foto:xM.xPatzigx/xFuturexImage

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Die Rapperinnen Juju und Nura lösten ihre gemeinsame Combo SXTN vor drei Jahren auf.Bild: imago images/ Future Image
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Plötzliche Reunion? Rapper veröffentlicht angebliches Feature mit SXTN

30.05.2022, 17:26

Diese Nachricht schockte 2019 die Fans des Deutschrap-Duos SXTN: Nach fünf gemeinsamen Jahren, einem Studioalbum namens "Leben am Limit", das hierzulande 46 Wochen in den Charts war, einer EP ("Asozialisierungsprogramm") und sechs Single-Auskopplungen endete die Zusammenarbeit von Juju und Nura. Im April 2019 deutete Nura das Aus bereits an, Juju bestätigte das Gerücht im Mai 2019.

Zwar gab Nura im August 2020 im watson-Interview an, dass die Trennung der beliebten und erfolgreichen Rapperinnen nicht unbedingt für immer gelten soll, in den vergangenen drei Jahren veröffentlichten die beiden allerdings keine Songs mehr und auch eine erneute Kontaktaufnahme hat es offenbar zwischen ihnen nicht gegeben.

Bis jetzt, denn der Rapper Stitch, der bislang noch auf seinen musikalischen Durchbruch wartet, scheint laut des Songtitels einen gemeinsamen Song mit Juju und Nura aufgenommen zu haben. Auf dem Feature soll zudem auch Kasimir1441 vertreten sein, wenn man zumindest der Song-Bezeichnung auf Spotify und Apple Music Glauben schenkt. Doch hinter dem vermeintlichen Super-Feature mit Sensationspotenzial steckt eine herbe Enttäuschung.

Fake-Feature landet in wichtigen Spotify-Playlists

Der Track "180 km/h" von Stitch ging vergangene Woche Freitag online. Zum Song gibt es kein Cover-Artwork, dafür lautet aber der komplette Titel "(feat. Juju, Nura & Kasimir 1441)". Das erweckt selbstverständlich den Eindruck, dass Stitch tatsächlich mit allen drei Künstlern zusammengearbeitet hat – Features gelten im Rap-Business immerhin auch als gute Möglichkeit für unbekanntere Künstler, sich mit der Hilfe von bekannteren ins Rampenlicht katapultieren zu lassen.

Stitchs Song steht noch immer so auf Apple Music.
Stitchs Song steht noch immer so auf Apple Music.Bild: Screenshot / Apple Music

Hört man sich den betreffenden Song aber an, stellt man ziemlich schnell fest, dass weder Juju und Nura sich nach den Trennungsjahren endlich wieder versöhnt haben, noch hat Kasimir einen Part beigesteuert. Stitch ist der einzige Künstler und das Feature nicht existent.

Laut "hiphop.de" scheint sich der Interpret stattdessen einer dreisten PR-Technik bedient zu haben: Stitch habe schlichtweg falsche Meta-Daten für "180 km/h" angegeben und damit ein Feature nur vorgegaukelt. Die durch die Täuschung womöglich angestrebte Sichtbarkeit bei den Streaming-Diensten erreichte er damit aber allemal. So sei es gut möglich, dass der Künstler durch den Titel im Release Radar von Spotify auftauchte und in einigen weiteren Playlists landete.

Zur Single an sich gibt es keine weiteren Informationen, fast 50.000 Streams heimste Stitch mit dem vermeintlichen Feature aber bereits bei Spotify ein. Mit lediglich vier veröffentlichten Songs bringt er es auf stattliche 80.000 Streams insgesamt.

Falsche Features gibt es bereits seit Monaten

Dabei ist Stitch nicht als erster findiger Rapper auf die Idee gekommen, Fake-Features bei Spotify und anderen Streaming-Plattformen einzustellen. Die Kontrollmechanismen der Anbieter scheinen immer wieder solche Songs mit falschen Angaben durchzulassen und auch Unternehmen, die die Lieder auf die Plattformen bringen, scheinen nicht alle Features zu prüfen.

19/ SXTN, Rapperinnen Juju (Judith Wessendorf) Nura (Nura Habib Omer) beim Lollapalooza Festival im und am Olympiastadion am 09. September 2018. Hiphop, Hip-Hop, Rap Berlin Deutschland, Germany *** 19 ...
Juju und Nura finden sich nicht auf dem ominösen Track von Stitch.Bild: imago images/ POP-EYE

Und nicht nur ein deutsches Problem sind die falschen Titel: Vor sechs Monaten diskutierten User bei "Reddit" bereits über gefakte Features. Dabei gab ein Kommentator an: "Es ist super-nervig, wenn man sich über einen neuen Song freut und es dann so ein Müll ist."

Ein weiterer gab ihm recht und schilderte, wie einfach es für betreffende Künstler vermutlich ist, PR mit den Tracks zu machen: "Ich habe versucht, Spotify zu kontaktieren und zu bitten, da ein Auge drauf zu werfen, aber es scheint sie nicht groß zu stören. Es gibt nur 30 Slots im Release Radar und ich finde es störend, wenn fünf bis sechs davon an Wannabe-Rapper gehen, die Leuten ihre Musik damit aufzwingen."

Ob und wie sich Spotify oder Apple Music dagegen wehren werden, bleibt also noch abzuwarten. Zumindest ist davon auszugehen, dass wenn das Fake-Feature-System aufgeht, noch sehr viel mehr Newcomer eine ähnliche Masche einschlagen werden. Juju, Nura und Kasimir1441 haben sich bisweilen noch nicht zum Fake-Feature geäußert.

(cfl)

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