Oliver Pocher wehrt sich gegen die Kritiker, die ihm Mobbing vorwerfen.

Oliver Pocher wehrt sich gegen die Kritiker, die ihm Mobbing vorwerfen. Bild: Oliver Pocher/instagram

Mit Böhmermann-Verweis: Oliver Pocher antwortet seinen Kritikern

In seinem Video-Format "Bildschirmkontrolle" nimmt Oliver Pocher kein Blatt vor den Mund. Zumeist hat er dabei Influencer und deren Werbekampagnen im Visier. Manche von ihnen sind dem Comedian nicht wirklich böse, viele schießen jedoch auch zurück und äußern eindeutige Vorwürfe. Senna Gammour beispielsweise bezichtigt den 42-Jährigen des Mobbings. "Das ist doch keine Unterhaltung mehr", stellte sie erst neulich fest und rechnete mit ihm ab.

Pocher selbst stellte bereits klar, er würde nie jemanden dazu aufrufen, hasserfüllte Nachrichten zu schreiben. Nun wehrte er sich in seinem neuesten Clip noch einmal gegen seine Kritiker und zog dabei auch einen Vergleich zu "ZDF Magazin Royale"-Moderator Jan Böhmermann.

Böhmermann wettert gegen Influencer

Böhmermann thematisierte vor wenigen Tagen die zahlreichen deutsprachigen Influencer, die es mittlerweile nach Dubai verschlagen hat. Als wahren Grund für deren Auswandern benannte er aber nicht etwa die Stadt selbst oder das schöne Wetter, sondern letztlich finanzielle Vorteile. Dazu führte er aus:

"Während Influencer Steuern zahlen müssen, als würden sie ganz normal arbeiten gehen, sieht das in Dubai ganz anders aus."

Jan Böhmermann nahm Dubai und die Influencer ins Visier.

Jan Böhmermann nahm Dubai und die Influencer ins Visier. Bild: ZDF

Zugleich bezeichnete Böhmermann Dubai als "Unrechtsstaat", wo nicht einmal Fluchen erlaubt sei. Seine Kritik formulierte der Entertainer in äußerst deutlichen Worten. Ein Beispiel dafür: "In Wirklichkeit ist Dubai Verbraucherschutz, bezahlte Produktwerbung oder die persönliche Weiterentwicklung von fucking Sami Slimani natürlich scheißegal." Bezeichnungen wie "Facebook-Vollidioten" fielen in dem Segment praktisch am laufenden Band.

Pocher zieht Böhmermann-Vergleich

Aus diesem Grund wurde Pocher nun besonders hellhörig, schließlich beobachtet auch er das Geschehen um die Dubai-Influencer, die er immer wieder an den Pranger stellt. In einem ironischen Tonfall bemerkte er nun mit Blick auf Böhermanns TV-Tirade:

"Leute, ist das noch Kritik? Ist das Satire? Von euren Gebührengeldern? Könnt ihr euch solche Beschimpfungen anhören? Das ist ja der Wahnsinn, das kenne ich doch irgendwoher."

Dann präsentierte der Comedian weitere deftige Ausschnitte aus dem "ZDF Magazin Royale" und wurde am Ende noch deutlicher: "Das wollte ich einfach mal zeigen. Für die Kollegen da draußen, die meinen, dass ich der einzige bin, der so viel hetzt und ganz schlimme Sachen sagt. Es gibt einen ganz schmalen Grat zwischen berechtigter Kritik und einer deutlichen Kernaussage und auch ein paar deftigen Worten und dem, was dann wirklich Mobbing ist."

Gegenwind für seine Videos bekommt übrigens nicht nur Pocher persönlich, sondern auch dessen Frau Amira zu spüren. Vor Kurzem veröffentlichte sie mehrere Hassnachrichten, die in ihrem Postfach landeten. In einer davon hieß es: "Du und Pocher seid ein Dreckspaar. Schämt euch, spucke auf euch beide drauf, wenn ihr auf dem Boden liegt."

Genau wie die Pochers ist aber natürlich auch Böhmermann grundsätzlich eine kontroverse mediale Persönlichkeit. Für Aufsehen sorgte der 39-Jährige unter anderem 2016 mit einem satirischen Schmähgedicht über den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan.

(ju)

Amira Pocher ist sich sicher: "Wir werden wirklich ausgegrenzt"

Oliver Pocher ist seit über 20 Jahren im TV-Geschäft. Seine Karriere startete er bei Viva. 2003 wechselte er dann zu ProSieben und ging mit seiner Show "Rent a Pocher" an den Start. Bei RTL hat er mittlerweile einen Exklusivvertrag. 2019 teilte der Unterhaltungschef Kai Sturm mit: "Immer wenn Oliver Pocher bei RTL auftaucht, macht er uns und den Zuschauern – wie zuletzt noch bei 'Let's Dance' – großen Spaß. Deshalb freuen wir uns, dass wir das Allround-Talent exklusiv für unseren Sender …

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