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Im Juni 2019 stand die royale Familie noch gemeinsam auf dem Balkon des Buckingham-Palastes.Bild: PA Wire / Victoria Jones
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Royals: Die Queen verbannt Harry und Meghan vom Balkon des Buckingham-Palastes

07.05.2022, 10:29

In den vergangenen Tagen gab es zahlreiche Spekulationen darüber, dass Prinz Harry und seine Meghan wohl nicht an der Jubiläumsfeier der Queen im Juni teilnehmen können. Nun gaben Harry und Meghan jedoch bekannt: Sie wollen gemeinsam mit ihren Kindern Archie und Lilibet aus Kalifornien einfliegen, um an den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Thronjubiläum der Monarchin teilzunehmen, berichtet die "Daily Mail". Doch offenbar dürfen die beiden nicht mit auf den königlichen Balkon des Buckingham-Palastes.

Mit den Spekulationen über ein mögliches Fernbleiben, räumten die Sussexes Harry und Meghan am Freitag auf. Ein Sprecher des Herzogs und der Herzogin von Sussex gab bekannt:

"Prinz Harry und Meghan, der Herzog und die Herzogin von Sussex, sind begeistert und fühlen sich geehrt, mit ihren Kindern an den Feierlichkeiten zum Platinjubiläum der Queen teilzunehmen"

Ob damit die Spannungen innerhalb der königlichen Familie ausgeräumt wurden? Offenbar nicht. Diese Nachricht verkündeten sie, kurz nachdem Harrys Großmutter Königin Elizabeth die Sussexes und Prinz Andrew brüskiert hatte, indem sie sie für das "Trooping the Colour" auf dem Balkon des Palastes auslud. Eine Entscheidung mit Bedeutung: Der Auftritt auf dem Balkon ist das spektakuläre Herzstück des Platin-Jubiläums.

Nicht nur Harry und Meghan, auch Prinz Charles ist nicht erwünscht

Die 96-jährige Monarchin habe "nach reiflicher Überlegung" entschieden, dass nur Royals, die offizielle royale Aufgaben wahrnehmen, an der Parade teilnehmen dürfen, heißt es aus dem Buckingham-Palast. Prinz Harry und seine Meghan wurden also ausgeladen.

March 29, 2022, London, England, United Kingdom: Prince ANDREW is seen leaving Westminster Abbey after a Service of Thanksgiving for the life of the Duke of Edinburgh Prince Philip. (Credit Image: ©  ...
Auch zwischen Prinz Andrew und dem Rest der Familie gibt es Differenzen.Bild: ZUMA Press Wire / Tayfun Salci

Das symbolische Verbot der Teilnahme am "Trooping the Colour" wird weithin als Ablehnung von Harry und Meghan gewertet. Eine Bestrafung dafür, dass sie vor zwei Jahren die Monarchie verließen, um ein neues Leben in den USA zu beginnen. Ihnen ergeht es ähnlich wie Prinz Andrew, der wegen seiner zivilrechtlichen Klage wegen sexueller Nötigung ausgeschlossen wurde.

Die Veranstaltung am 2. Juni bildet den Auftakt zu den viertägigen Jubiläumsfeierlichkeiten. 18 Mitglieder der königlichen Familie werden sich laut "Daily Mail" an der berühmten Fassade versammeln – und die Königin "freut sich" auf das Festwochenende.

Experten werten die Entscheidung als Triumph für Prinz Charles und Prinz William – und als Beweis dafür, dass die Sussexes endgültig "ausgeschlossen" und Prinz Andrew "ins Aus befördert" wurde. Das behauptet auch der gefürchtete Royals-Biograf Tom Bower. Gegenüber "MailOnline" schlägt er mit scharfen Worten um sich: "Gott sei Dank hat der Palast endlich die schädliche Geheimnis-Farce der Sussexes beendet. Ihr Status zerbröckelt. Und Andrew ist dazu verdonnert worden, zu verschwinden." Bowser glaubt: Charles und William hätten es nun in der Hand, eine "schlanke, moderne und akzeptable Monarchie" aufzubauen.

Prince Harry Duke of Sussex and Meghan Duchess of Sussex visit the sports during the Invictus Games at Zuiderpark on April 17, 2022 in The Hague, Netherlands. Photo: Patrick van Katwijk
Seit zwei Jahren leben Meghan und Prinz Harry in den USA.Bild: Patrick van Katwijk / Patrick van Katwijk

Der Biograph behauptet, die Sussexes würden sich mit ihrer benachteiligten Rolle jedoch nicht zufrieden geben. Wenn der Palast nicht vorsichtig sei, würden Harry und Meghan die Feierlichkeiten zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Es wird nämlich davon ausgegangen, dass Harry, Meghan und deren Kinder zumindest zu anderen Jubiläumsveranstaltungen eingeladen wurden – wahrscheinlich auch zum Dankgottesdienst in der St. Paul's Cathedral am 3. Juni.

Damit schlägt die Queen zwei Fliegen mit einer Klappe

Alastair Bruce, königlicher Kommentator bei Sky News, unterstützt die Entscheidung der Queen: "Ich denke, dass die Mitglieder der königlichen Familie, die die Königin in ihren Pflichten unterstützen, in einem so wichtigen Moment auf dem Balkon stehen sollten." In der Vergangenheit war der Balkon immer gut gefüllt. Es sei ein guter Zeitpunkt, um Harry, Meghan und Charles auszuschließen. Einerseits wegen der Spannungen innerhalb der Familie, andererseits aber auch aus einem ganz nüchternen Grund: Der Palast wird derzeit in großem Umfang renoviert – vor allem die Fassade. "Es ist wahrscheinlich sehr vernünftig, die Zahl der Menschen zu reduzieren, die durch diese Baustelle gehen", ist Bruce überzeugt.

Letztlich soll es ein großes Fest für die 70-jährige Regentschaft der Königin werden. Der Palast wolle sicherstellen, dass der Fokus darauf liegt und nicht auf dem "Lärm, der in den letzten Jahren über verschiedene Mitglieder ihrer Familie entstanden ist", so Bruce.

Eine Entscheidung um des lieben Friedens wegen

Dieser Meinung ist auch die Royals-Autorin Angela Levin, die kommentierte: "Eine großartige Entscheidung. Es wird eine ganz andere, positive Atmosphäre schaffen, wenn es arbeitende Royals gibt, die die Majestät unterstützen." Ihre Theorie: Möglicherweise hat Harrys jüngstes Interview mit dem US-Fernsehen zur Entscheidung beigetragen. Dort hatte er behauptet, er wolle die Königin "beschützen" und sei heimlich nach Windsor geflogen, um sich zu vergewissern, dass sie die richtigen Leute um sich hat. Das dürfte einigen Menschen nicht gefallen haben.

Camilla Herzogin Cornwall, Prinz Charles, Königin Elizabeth, Prinz Phillip, Catherine Herzogin von Cambridge, Prinzessin Charlotte, Prinz George, Prinz William, Savanah Phillips und Isla Phillips bei  ...
Einige Familienmitglieder der britischen Royals dürfte die Abwesenheit der Sussexes freuen.Bild: Geisler-Fotopress / Steve Vas/Geisler-Fotopress

Der Herzog von Sussex hatte außerdem das Innenministerium und die Polizei vor dem Obersten Gerichtshof verklagt, weil er behauptet, er fühle sich in Großbritannien ohne bewaffnete Leibwächter, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen, nicht mehr sicher.

Obwohl die Königin ihren Enkel zweifellos sehr schätzt, bedeuten Ereignisse wie diese zusätzliche Probleme. Harrys Verhalten seit der Auswanderung – einschließlich der Beschuldigung seiner eigenen Familie, rassistisch gegenüber Archie zu sein – sind für einen großen Teil der Familie ein Dorn im Auge. Die Abwesenheit von Harry und Meghan auf dem Balkon dürfte einige Familienmitglieder also freuen.

(ast)

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