Sängerin Nena erlebt erste Konsequenzen nach ihrer Kritik an den Corona-Maßnahmen
Sängerin Nena erlebt erste Konsequenzen nach ihrer Kritik an den Corona-Maßnahmen
Bild: imago stock&people / Malte Ossowski/SVEN SIMON

Nach Kritik an Corona-Maßnahmen: Veranstalter sagt Nena-Konzert ab!

03.08.2021, 09:52

Nach der erneuten Kontroverse um Nena bei einem Open-Air-Konzert in Berlin hat der erste Veranstalter Konsequenzen gezogen: Das Konzert der Sängerin beim Strandkorb Open Air in Wetzlar am 13. September wurde abgesagt.

Auf Facebook erklärt der Veranstalter die Absage des Konzerts: "Es war uns wichtig und daher auch bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen.“ Nenas Einstellung zum Veranstaltungsformat mit Strandkörben stimmt nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein. Der Veranstalter will sich damit "von den Aussagen und dem Auftreten" der 61-Jährigen distanzieren.

"Uns als Veranstalter ist es wichtig, bei allen Konzerten ein größtmögliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten, so dass alle Gäste einen unbeschwerten Abend erleben können", schreibt der Veranstalter auf Facebook.

Nena forderte Fans dazu auf, dass Hygienekonzept zu missachten

Nena hatte bei einem Open-Air-Konzert in Berlin ihre Fans dazu aufgerufen, dass Hygienekonzept zu missachten. Wie der Tagesspiegel berichtet, hatte jeder Fan seine eigene "VIP-Box", die mit Coca-Cola Kästen abgesteckt wurden. "Holt euch eure Freiheit zurück", sagte die 61-Jährige vor ihrem Song "Nur geträumt" und forderte dann ihre Fans dazu auf nach vorne zu kommen. Diese kamen auch, wurden allerdings von den Ordnungskräften wieder zurückgeschickt. Nena forderte weiter ihre Fans auf, ihre "VIP-Boxen" zu verlassen und an die Bühne zu kommen. Daraufhin reagierte der Veranstalter, wie Nena auf der Bühne erzählte.

Nena wütet bei Konzert: "Habe die Schnauze voll davon"

"Mir wird hier gedroht, dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure Boxen geht", sagte Nena dann. "Ich überlasse es eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht, das darf jeder frei entscheiden. Genauso wie sich jeder frei entscheiden kann, ob er sich impfen lässt oder nicht!"

"Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. Ich habe die Schnauze voll davon."
Sängerin Nena während ihres Konzerts am Sonntag in Berlin

Nena zog dann den CSD, der einen Tag zuvor in Berlin stattgefunden hat, als Vergleich hinzu: "Gestern war Christopher Street Day, und es war völlig okay, dass 80.000 Leute eng aneinander auf der Straße waren. Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. Ich habe die Schnauze voll davon."

Wenig später betrat dann ihr Freund die Bühne und forderte die Fans auf, wieder zu ihren Plätzen zu gehen und löste so die Traube vor der Bühne auf. Im weiteren Verlauf kamen dann doch wieder einige Fans zur Bühne. Nach ihrem Klassiker "99 Luftballons" beendete das Ordnungsamt dann das Konzert. Bereits im März sorgte Nena für Aufruhr, nachdem sie sich bei den Teilnehmern einer Querdenkerdemo in Kassel bedankte.

(drob)

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