COLOGNE, GERMANY - MAY 21: Juror Motsi Mabuse is seen on stage during the 11th show of the 14th season of the television competition

Nach den jüngsten rassistischen Ausschreitungen im Zuge des EM-Finales meldete sich Motsi Mabuse zu Wort. Bild: Getty Images Europe / Pool

"Das Trauma geht weiter": Motsi Mabuse teilt wichtige Botschaft gegen Rassismus

Am Sonntagabend zeigten sich einige Fußball-Fans von ihrer schlimmsten Seite: Nach Englands Niederlage im Elfmeterschießen gegen Italien bei der EM mussten mehrere schwarze Spieler der Engländer rassistische Beleidigungen über sich ergehen lassen. Sowohl Stars wie Harry Kane als auch der britische Premierminister Boris Johnson schalteten sich daraufhin bei Social Media ein und verurteilten diese hasserfüllten Reaktionen aufs Schärfste.

Nun meldete sich zudem die "Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse bei Instagram zu Wort. Bei Social Media thematisiert sie das Problem Rassismus regelmäßig, jetzt setzte sie zu den jüngsten Vorfällen rund um die EM ein klares Statement ab – und forderte ein härteres Durchgreifen in sozialen Netzwerken.

Motsi Mabuse setzt ein Zeichen

"Die rassistischen Attacken gegen diese jungen Athleten sind beschämend", stellte die 40-Jährige zunächst in ihrer Insta-Story klar. Dann jedoch mahnte sie an, die aktuellen Vorfälle ins Verhältnis zu setzen und erinnerte daran, dass rassistische Tendenzen keineswegs nur auf der Insel zu beobachten sind:

"Es ist kein englisches Problem und auch kein europäisches Problem. Es ist ein globales Problem, aber in erster Linie ist es ein Problem für all jene, die im Angesicht von harschen rassistischen, homophoben und religiös motivierten Attacken schweigen."

Momentan stehe eben England im Vordergrund, aber dies darf den Blick auf das traurige Gesamtbild nicht trüben, befindet Motsi. "Die Stimme des Hasses sollte nie lauter sein als die Stimme der Liebe! Niemals!", lautet schließlich ihr eindringlicher Appell.

Instagram soll strenger vorgehen

Später veröffentlichte die gebürtige Südafrikanerin noch eine weitere Mitteilung auf der Plattform. Darin erwähnt sie, dass User-Beiträgen, die sich um Covid-19 drehen, von Instagram häufig Hinweise beigefügt werden, es solche Warnungen aber nicht gebe, wenn beispielsweise rassistische Inhalte gepostet werden. "Warum können sie diese Technologie nicht nutzen, um rassistische/homophobe/misogyne Beleidigungen zu unterbinden?", gibt Motsi zu bedenken.

Die Begründung für diesen Vorschlag ergibt sich aus ihrem längeren Post, in dem es heißt: "Wir haben gesehen, wie sich Rassismus in den letzten Monaten in jeder einzelnen Situation auf uns ausgewirkt hat. Wir haben gesehen, wie schwierig es ist, gehört zu werden." Das traurige Fazit des TV-Stars: "Wieder einmal geht das Trauma weiter und berührt uns so tief."

(ju)

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