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"Stern TV": Hamas-Geisel schildert Details zu Gefangenschaft

Margalit Mozes, a released Israeli hostage, walks with an Israeli soldier shortly after her arrival in Israel on Friday, Nov. 24, 2023. A four-day cease-fire in the Israel-Hamas war began in Gaza on F ...
Margalit Moses (l.) am Tag ihrer Freilassung in den Armen einer israelischen Soldatin. Bild: IDF
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"Frieden macht man mit Feinden" – Hamas-Geisel spricht bei "Stern TV"

21.03.2024, 06:2821.03.2024, 06:32
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Es war ein berührendes Gespräch mit der überlebenden Hamas-Geisel Margalit Moses, das "Stern TV"-Reporterin Sophia Maier für die Sendung am Mittwochabend führte. Moses beendete das Gespräch mit einem vielsagenden Satz zu ihrem Blick auf den Gaza-Krieg. "Frieden schließt man mit Feinden", sagte die 77-Jährige, die am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen aus dem israelischen Kibbuz Nir Oz in das Tunnelsystem unter dem Gaza-Streifen verschleppt wurde.

Moses schilderte ihren Leidensweg während ihrer 48-tägigen Gefangenschaft als eine der etwa 240 Geiseln, die am 7. Oktober in die Gewalt der Islamisten gerieten. Die Täter hätten ihr das Beatmungsgerät abgenommen – sie hatte gerade zum dritten Mal den Krebs besiegt. Deshalb habe sie nicht schlafen können, erzählte sie. "Vielleicht war ich ab und zu fünf Minuten im Halbschlaf", sagte sie. Etwa hundert Geiseln vermuten israelische Nachrichtendienste noch lebendig im Gaza-Streifen. 35 Menschen seien demnach bereits getötet worden.

"Stern TV" leitete mit flacher Asyldebatte ein

Angesichts dieser Schilderungen mutet es etwas schief an, dass "Stern TV" mit einer Diskussion zwischen CDU-Hardliner Christian Herrgott und Grünen-Gemeindebürgermeister Ryyan Alshebl über die zuletzt erneut von der Union geforderte Asylrechts-Obergrenze begann. Allerdings wurde diese letztlich recht knapp gehalten.

Zurück nach Israel: In einer vorübergehenden Wohnung sprach Moses mit Maier über den Moment ihrer Entführung. Sie habe den Angreifern gesagt, sie müssten nicht schießen, sie würde freiwillig mit ihnen kommen. So klar ist den Menschen in den Kibbuzim an der Grenze zum Gaza-Streifen das Kalkül der Hamas, die seit Jahrzehnten Geiseln aus Israel verschleppt, um Gefangene freizupressen. In ihre Heimat Nir Oz möchte Moses "jetzt noch nicht" zurückkehren, sagte sie.

Mozes Bruder zeigt "Stern TV" das Grauen von Nir Oz

Das Ausmaß der Zerstörung in Nir Oz zeigte Moses Bruder Chanan Cohen dem "Stern TV"-Team. So zeigte Cohen die Katastrophe, die über die Gemeinde hereinbrach. Er steht vor dem Haus der fünfköpfigen Familie Bibas, die aus dem Ort verschleppt wurde.

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Cohen zeigt aufgebrochene Türen, eingeschossene Fenster und Krater in den Vorgärten. Die Terroristen seien "nur vom Wunsch nach Blut" getrieben gewesen, sagte er. Elf Stunden wüteten sie, bis das israelische Militär das Massaker beenden konnte. Etwa ein Viertel der 400-Einwohner-Gemeinde wurde getötet, schrieben israelische und internationale Medien.

Cohen sieht die Verwüstung, die Israels Kriegsführung hinterlässt, als Konsequenz der Massaker am 7. Oktober und der Geiselnahme. Auf Maiers Frage, ob er Mitleid mit den Kindern habe, die vom Krieg betroffen seien, antwortete vor dem Haus der Familie Bibas mit einem "Jein".

Natürlich habe er Mitleid mit den Kindern, doch die würden auch durch die Hamas zu neuen Terroristen indoktriniert. Die Verhältnisse im Gaza-Streifen werden von den Vereinten Nationen und vielen anderen Organisationen aktuell als absolut menschenunwürdig betrachtet.

Hamas-Entführer "sehr primitive" Männer

Ihre Entführer beschrieb Moses im Gespräch als "sehr primitive" und sehr junge Männer, der Älteste sei gerade einmal 26 gewesen. Während ihrer Gefangenschaft habe sie anderen Geiseln bei der Versorgung ihrer Verletzungen geholfen. Ohne ins Detail zu gehen, bestätigte sie das Grauen, das auch die Vereinten Nationen inzwischen anerkennen: "Junge Frauen haben sie vergewaltigt". Bereits seit dem 8. Oktober gibt es auf Social Media Versuche, die Berichte israelischer Frauen über sexualisierte Gewalt durch die Hamas am 7. Oktober, für unglaubwürdig zu erklären.

Moses habe versucht, "keine Angst zu zeigen", sagte sie nach ihrer Freilassung israelischen Medien. Als sie nach 48 Tagen Geiselhaft freikam, sei das ein "sehr glücklicher Moment" gewesen, in dem sie ihre Kinder, ihren Bruder und ihre Enkel in die Arme schließen konnte. Angesichts des Schreckens des Krieges in Gaza, den sie nach ihrer Freilassung beobachtete, sei sie "traurig" über die Lage der Menschen in Gaza. Sie wünsche sich Frieden, den man eben mit Feinden schließen müsse.

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Oliver Pocher verkündete im vergangenen Jahr gemeinsam mit seiner Noch-Ehefrau Amira die Trennung. Zunächst hieß es, dass sie beruflich miteinander verbunden bleiben, doch daraus wurde nichts. Ihren Podcast-Platz nahm Pochers Ex-Frau Sandy Meyer-Wölden ein. Exklusiv für Podimo bespricht das Duo seitdem in "Die Pochers! Frisch recycelt" die Themen der Woche.

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