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Herzogin Meghan: Die Entscheidung über den Rückzug aus dem britischen Königshaus sorgte für viel Empörung. Die 38-Jährige hatte vermehrt mit ihrer royalen Rolle zu kämpfen. Bild: Getty Images/Chris Jackson

Meghan flüchtet nach Kanada: Diese Rolle spielt sie bei Harrys Rückzug

Die Entscheidung, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan sich weitgehend von ihren royalen Pflichten verabschieden, sorgt für große Empörung. Besonders bitter: Die Königsfamilie soll in diesen Plan nicht eingeweiht worden sein. Wie "The Telegraph" berichtet, wussten noch nicht mal die Queen und Prinz Charles Bescheid.

Meghan flieht nach Kanada

In der Zwischenzeit ist Meghan wieder zurück nach Kanada gereist. Das bestätigte eine Sprecherin des Buckingham Palace der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in London. In Kanada war Prinz Harrys und Meghans acht Monate alter Sohn Archie nach dem sechswöchigen Familienurlaub bei einem Kindermädchen geblieben. Wann die Herzogin und ihr Kind nach Großbritannien zurückkommen, ist unklar.

Prinz Harry (35) soll erst am kommenden Donnerstag wieder einen offiziellen Termin in Großbritannien haben. Möglicherweise erörtert er bis dahin mit seiner Großmutter, Königin Elizabeth II., und seinem Vater, Thronfolger Prinz Charles, seine Pläne. Angeblich habe es am Donnerstag ein Treffen mit der Queen, Prinz Charles, Prinz William und Harry gegeben. Das Ziel: "ein praktikable Rolle" für Harry und Meghan finden.

Royal-Experten wie Penny Junor vom "Telegraph" wundern sich über das Verhalten des Prinzenpaares. Sie nennt es "außergewöhnlich und nicht durchdacht". Bei dem Vorfall fällt die Aufmerksamkeit besonders auf das neueste Mitglied im Königshaus: Herzogin Meghan.

So sehr litt Meghan unter dem Druck

Meghan tat sich mit ihrer Rolle im Königshaus schwer. Immer wieder brach sie das royale Protokoll. So fiel sie in der Vergangenheit schon mit ihrem auffälligen Kleidungsstil und ihrer zu legeren Frisur aus der Reihe. Und auch mit Selfies und Autogrammen hielt sie sich in der Vergangenheit nicht zurück – ein echter Fauxpas. Denn Royals dürfen aus Sicherheitsgründen keine Autogramme schreiben. Diesen Fehltritt erlaubte sie sich allerdings nur vor der Hochzeit mit Harry.

Doch schon damals konnten Beobachter erahnen: Sich an die königlichen Gepflogenheiten zu gewöhnen, wird Meghan nicht leicht fallen. Und so kam es auch. Wie sehr sie unter dem öffentlichen Druck litt, machte sie in einem Interview mit dem britischen Sender ITV deutlich, der sie und Harry während einer Afrika-Reise für eine TV-Doku begleitete:

„Es ist hart. Ich glaube nicht, dass das jemand verstehen kann. Um offen zu sein: Ich hatte keine Ahnung. Als ich Harry zum ersten Mal traf, waren meine US-Freunde so aufgeregt und glücklich, weil ich glücklich war. Aber meine britischen Freunde meinten, ich solle das nicht machen, weil die britische Presse mein Leben zerstören wird. Und weil ich Amerikanerin bin, war ich sehr naiv und hab es nicht kapiert. Es ist wirklich kompliziert.“

Die vergangenen Jahre seien für sie wirklich ein Kampf gewesen, erklärte sie in der Doku weiter. Jede Frau, insbesondere wenn sie schwanger sei, sei verletzlich. Das habe es wirklich zu einer Herausforderung gemacht, gab Meghan zu. Als dann ihr Sohn Archie Harrison zur Welt kam, seien diese schwierigen Umstände insbesondere als Frau wirklich schwer zu ertragen gewesen.

Als sie danach gefragt wurde, wie sie mit dem Druck in ihrem Leben umgehen würde, antwortete die ehemalige Schauspielerin:

"Danke für die Frage, denn nicht viele Leute haben gefragt, ob es mir gut geht. Aber es ist eine sehr reale Sache, mit der man hinter den Kulissen umgehen muss."

Prinz Harry hat sich für seine Frau immer stark gemacht. Im Oktober veröffentlichte er sogar einen emotionalen Brief auf seiner Website. Darin übte er scharfe Kritik an der "skrupellosen Kampagne" der britischen Boulevardpresse gegen die 38-Jährige.

Das Verhältnis zwischen Kate und Meghan

Eine großes Thema waren dabei auch die Gerüchte über Unstimmigkeiten zwischen Meghan und ihrer Schwägerin Kate. Auch von einem Zickenkrieg zwischen den beiden war immer wieder die Rede. Das Verhältnis der Frauen zueinander soll auch der Grund dafür gewesen sein, dass sich die Brüder Harry und William immer weiter voneinander entfernten.

Herzogin Kate und Herzogin Meghan: Die beiden besuchten hier gemeinsam das Tennisturnier in Wimbledon.

Herzogin Kate und Herzogin Meghan: Die beiden besuchten gemeinsam das Tennisturnier in Wimbledon. Bild: Getty Images/ Clive Mason

Auch Berichte über Meghans Launenhaftigkeit gegenüber Bediensteten gab es zahlreiche. Aus diesem Grund sollen sogar einige Mitarbeiter gekündigt haben.

Nicht nur wegen dieser Punkte vermuten viele Royal-Fans, dass der Rückzug des Paares vor allem auf Meghans Anpassungsschwierigkeiten beruht. So hatte es auf dem offiziellen Instagram-Account der beiden Kritik gehagelt. Die Vorwürfe: Meghan habe Harrys Beziehung zur königlichen Familie zerstört. Er sei "nicht mehr der wundervolle Harry, den wir mal kannten", schrieb eine Followerin auf Instagram.

Adelsexperte wirft Harry und Meghan unverantwortungsvolles Handeln vor

Der britische Adelsexperte Richard Fitzwilliams sagte dagegen der Nachrichtenagentur Reuters: "Harry wird von dem heimgesucht, was seiner Mutter widerfahren ist". Trotzdem sei ein so drastischer Schritt schwierig. Fitzwilliams: "Die Art und Weise, wie dies gehandhabt wurde und die Tatsache, dass eine Erklärung veröffentlicht wurde, anscheinend ohne, dass die Königin oder andere hochrangige Mitglieder der königlichen Familie davon wussten, ist einfach unglaublich."

Bis jetzt steht noch nicht fest, welche Rolle Prinz Harry und Herzogin Meghan bei den Royals in Zukunft genau spielen sollen. Fest steht zumindest, dass sie die Queen weiterhin "unterstützen" wollen.

Außerdem haben sie bekannt gegeben, dass sie auch einen Teil ihrer Zeit in Nordamerika verbringen möchten. Wie lange das sein soll, wissen wohl nur die beiden.

(iger, jei)

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