HANDOUT - 16.02.2021, ---: Dieses von Harpo Productions am 08.03.2021 zur Verf

Im Netz zeigen sich viele User solidarisch mit Meghan. Bild: dpa / Joe Pugliese

Viel Zuspruch für Meghan - warum die Rassismus-Vorwürfe gerade People of Color nicht überraschen

Meghan und Harry haben in einem Interview mit Oprah Winfrey im US-Fernsehsender CBS ganz offen über ihren Abschied vom Königshaus, Meghans zweiter Schwangerschaft, dem Verhältnis zwischen Harry und seinem Vater Charles und Bruder William und dem Rassismus, dem Meghan auch in der königlichen Familie begegnet ist. Sie gestand der Moderatorin: "In den Monaten, in denen ich schwanger war, gab es Gespräche darüber, wie dunkel die Hautfarbe des Kindes sein würde und wie das nach außen hin wirken würde."

Die Aussage sorgt weltweit für Wirbel. Vor allem unter den People of Color ist der Aufschrei groß und die Forderung nach Aufklärung wird laut. Auf Twitter melden sich zahlreiche POC zu Wort und zeigen sich mit Meghan solidarisch.

Die US-Aktivistin Anna Gifty übt auf Twitter auch Kritik an Prinz Harry. Seine Naivität beim Thema Rassismus sei "Gehirnwäsche in höchstem Maße", schrieb sie.

Kritik an Reaktionen auf Meghans Interview

Andere kritisierten vor allem die Reaktionen auf Meghans Interview. Denn von einigen Seiten wurde ihr Naivität unterstellt. Sie habe gewusst, worauf sie sich bei der Hochzeit mit Prinz Harry eingelassen habe, heißt es. Doch diesen Gedanken teilen viele nicht:

Die britische Autorin Toni Tone schrieb auf Twitter, dass nun endlich klar sei, was viele schon immer gesagt haben, dass Rassismus der Grund gewesen sei, warum Meghan so schlecht behandelt wurde.

Diese Meinung teilen zahlreiche Twitter-User. Sie sehen Meghan als Opfer rassistischer und sexistischer Strukturen im Vereinigten Königreich. Mittlerweile trendet sogar der Hashtag #AbolishTheMonarchy (Schafft die Monarchie ab), unter dem mit dem britischen Königshaus abgerechnet wird.

Empörung über den Umgang der Royals mit Meghans Hilferuf

Auch, dass Meghan, wie sie sagt, keine Hilfe erfahren hat, als sie darum gebeten hat, sorgt auf Twitter für Empörung.

Aber im Fokus steht aktuell vielmehr die Solidarität mit Meghan. Und während das öffentliche Erstaunen groß ist, dass die Royals solch rassistische Äußerungen getätigt haben sollen, wundert sich ein Großteil der People of Color eher weniger über eben diese Tatsache. Eine Userin schreibt:

"Das Verrückte ist, das ist genau, wie jede Schwarze Frau es sich vorgestellt hat, wie es sich zugetragen haben muss. Wir wissen es."

Warum People of Color sich nicht über den Rassismus-Vorwurf wundern

Das sieht auch die Professorin für Kommunikationswissenschaft, Heather Thompson Day, so und postet auf Twitter: "Schwarze Frauen glauben Meghan. Denn Schwarze Frauen kennen die Intersektion von Rassismus und Sexismus. Es gibt Gründe dafür, warum Harry und Meghan sich Oprah mit ihrer Geschichte anvertraut haben."

Doch warum scheinen die Menschen weniger geschockt von Meghans Rassismus-Vorwürfen gegen die Royals zu sein als vielleicht erwartet? Der Journalismus-Profession Dr. Jason Johnson hat dafür eine Erklärung: "Ich denke, die Menschen sind weniger geschockt darüber, dass die Königsfamilie rassistisch ist. Eher genießen sie die Katharsis, wie eine romantisierte Institution von zwei schwarzen Frauen, die so gut wie unantastbar sind, als rassistisch entlarvt wird", schreibt er auf Twitter.

(jei)

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Harry und Meghan dementieren Berichte über Tochter Lilibet Diana und drohen mit Klage

Am 4. Juni wurden Harry und Meghan zum zweiten Mal Eltern. Die kleine Lilibet Diana kam in einer Klinik im sonnigen Kalifornien zur Welt. Auf ihrer offiziellen Website "Archewell" erklärte das Paar auch gleich, wie es zur Namenswahl gekommen sei: "Lili ist nach ihrer Urgroßmutter, Ihrer Majestät der Königin, benannt, deren Familienspitzname Lilibet ist. Ihr zweiter Vorname, Diana, wurde gewählt, um ihre geliebte verstorbene Großmutter, die Prinzessin von Wales, zu ehren."

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