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Um die vierte Staffel von

Um die vierte Staffel von "The Crown" mit Emma Corrin wird weiter gestritten. Bild: Netflix

Kein Warnhinweis zu "The Crown" – Netflix schmettert Kritik ab

Seit der Veröffentlichung der vierten Staffel von "The Crown" bei Netflix sind mittlerweile mehrere Wochen vergangen, doch die Diskussionen um die Serie reißen einfach nicht ab. Ein großer Streitpunkt ist der Umstand, dass die Macher die Begebenheiten rund um das britische Königshaus in hohem Maße mit Fiktion aufladen – zum potentiellen Leidwesen der Royals.

Eine Kampagne forderte Netflix sogar bereits auf, "The Crown" mit einem entsprechenden Warnhinweis zu versehen. Damit sollen unnötige Irritationen beim Publikum vermieden werden. Unter anderem der britische Kulturminister Oliver Dowden sprach sich in der "Daily Mail" für einen solchen Schritt aus. Nun reagierte Netflix.

"The Crown": Netflix stellt sich stur

Der Streaming-Dienst hat allerdings nicht vor, einen Disclaimer vor den "The Crown"-Episoden anzubringen. Dies teilte ein Sprecher "Variety" mit. Demnach vertraut Netflix ganz auf die Eigenverantwortung seiner Abonnenten:

"Wir haben 'The Crown' immer als Drama präsentiert – und wir sind zuversichtlich, dass unsere Mitglieder verstehen, dass es sich um eine Fiktion handelt, die weitgehend auf historischen Ereignissen basiert."

Als Resultat dessen sieht Netflix keine Notwendigkeit für einen gesonderten Hinweis. Mit der Einordnung als "Drama" (und eben nicht als "Dokumentation") betrachtet der Streaming-Anbieter seine Hausaufgaben offensichtlich als erledigt.

Mehr "The Crown"-Kritiker treten auf den Plan

Oliver Dowden hatte "The Crown" zuvor als "wunderbar produzierte Fiktion" bezeichnet. Netflix müsse aber klar herausstellen, dass es eben nur das ist – Fiktion. Sein Wortlaut: "Ich befürchte, eine Generation von Zuschauern, die diese Ereignisse nicht erlebt hat, könnte Fiktion mit Tatsachen verwechseln." Der Minister wollte sogar eine formelle Bitte an den Streaming-Dienst schicken.

Auch dem Königshaus selbst beziehungsweise dessen Umfeld ist die Serie angeblich ein Dorn im Auge. Dianas Bruder Earl Spencer bemängelte etwa eine Verzerrung der realen Ereignisse und Prinz William zeigte sich konkret über die Darstellung seiner Mutter gar nicht glücklich. Die Royal-Biografin Angela Levin bezeichnete "The Crown" sogar als "gezielten Angriff auf die Monarchie".

Olivia Colman in

Olivia Colman als Queen Elizabeth II. in "The Crown". Bild: Netflix

Der Produktion wird beispielsweise vorgeworfen, den Konflikt zwischen Margaret Thatcher und den Royals zu sehr aufzubauschen. Prinz Charles wiederum wird in einem schlechten Licht dargestellt, da die Serie andeutet, er habe parallel zur Ehe mit Lady Diana eine Affäre mit Camilla Parker Bowles unterhalten. Dabei soll er zumindest in den ersten Ehejahren in Wahrheit gar keinen Kontakt zu Camilla gepflegt haben.

(ju)

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