Janin Ullmann blickt mit Helene Fischer auf ihre Karriere zurück.
Janin Ullmann blickt mit Helene Fischer auf ihre Karriere zurück.Bild: screenshot/ vox

Helene Fischer offenbart in Doku: "Wie oft wollte ich schon Dampf ablassen, wie oft hat mir das wirklich wehgetan"

26.12.2021, 19:44

Für Helene Fischer wird besonders das kommende Jahr etwas ganz Besonderes, denn schon bald wird sie Mutter. Mit Akrobat Thomas Seitel erwartet sie zum ersten Mal Nachwuchs. Im TV zeigte sie sich bereits mit Babybauch. Bei der Neuauflage von "Wetten, dass..?" konnten die Fans einen Blick auf ihre Körpermitte werfen. Doch nicht nur privat ist einiges los bei der Sängerin.

Im Oktober veröffentlichte sie ihr Album "Rausch", das sich sieben Wochen auf Platz eins hielt. Im kommenden Jahr gibt die "Atemlos"-Interpretin ein XXL-Konzert in München, bei dem 150.000 Fans erwartet werden. 2023 geht es auf große Arena-Tour. Die Künstlerin wird insgesamt 70 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz geben. Ein besonderes Jubiläum feiert ihr allerdings jetzt schon, denn seit 15 Jahren steht sie auf der Bühne und avancierte zum erfolgreichsten Star Deutschlands, wenn nicht sogar Europas.

Vox zeigte anlässlich dessen in der Doku "Helene Fischer – 15 Jahre im Rausch des Erfolgs" ihre größten Erfolge und bewegende Momente im Laufe ihrer Karriere. Einzelne Szenen daraus präsentierte RTL noch einmal am 26. Dezember in "Absolut Helene Fischer".

Dabei gewährt die 37-Jährige auch exklusive Einblicke in ihr Leben. Besonders emotional wird es im Interview mit Moderatorin Janin Ullmann, die mit ihr über die vergangenen 15 Jahre spricht. Dort zeigt Helene sich auch verletzlich, wenn es um ihre Privatsphäre gibt und spricht offen darüber, wie sie später als Mutter ihre Rolle als Megastar thematisieren würde.

Helene Fischer spricht über die vergangenen Jahre und blickt in die Zukunft.
Helene Fischer spricht über die vergangenen Jahre und blickt in die Zukunft.Bild: RTL/ Stefan Gregorowius

Helene Fischer verrät ihre ursprünglichen Zukunftspläne

Janin Ullmann trifft Helene Fischer im Oktober. Auf den Aufnahmen ist schon deutlich ihr Babybauch zu sehen. Im Gespräch sagt Janin zunächst: "Weißt du, wie das bei mir war? Meine Mutti hat immer alles aufgehoben, hat Zeitungsartikel ausgeschnitten und dann so richtige Hefter gemacht. Hat deine Mami damit auch schon früh angefangen?" Helene stimmt zu und erzählt sogar, dass es mittlerweile Kartons davon gebe. Bisher habe sie allerdings noch nicht die Zeit gehabt, reinzuschauen und frage sich, ob das jemals der Fall sei.

Vielleicht kommt laut Helene auch der Zeitpunkt, dass man es einfach später entsorgt, wenn man es zu lange lagert. "Aber ich weiß noch nicht, ob ich das übers Herz bringe", räumt sie ein. Janin sieht das Ganze so: "Aber irgendwann mal kannst du es dann deinem Kind oder deinen Kindern zeigen. Das ist bestimmt auch ganz toll, wenn man diesen Moment irgendwann teilen kann, um zu zeigen, guck mal, Mama stand da auf der Bühne und hat in Stadien gespielt."

Helene spricht auch über emotionale Momente aus ihrem Leben.
Helene spricht auch über emotionale Momente aus ihrem Leben.Bild: screenshot/ vox

Helene sieht das ähnlich und sagt dazu: "Absolut, der Tag wird mit Sicherheit kommen und das wird für mich, glaube ich, ein besonderer Moment sein." Ihr eigentliches Ziel sei es auch übrigens nicht gewesen, eine Mega-Karriere zu haben. "Sich auf der Bühne so zu präsentieren, hat mir schon Spaß gemacht. Bis ich 19 war, war das nicht mein genauer Plan, Sängerin zu werden, sondern ich wollte auf die Musicalbühne, wollte eigentlich immer das Gesamtpaket haben. Ich wollte spielen, tanzen und singen. Das hätte mir total gereicht. Das war eigentlich mein Plan", so Helene.

Diese Aufnahme von Helene stammt aus dem Jahr 2006.
Diese Aufnahme von Helene stammt aus dem Jahr 2006.Bild: screenshot/ vox

Ihr privater Musikgeschmack und die Musik, die sie jetzt all die Jahre mache, seien zudem anders. Sie sei schon immer mehr in der Popmusik zu Hause gewesen:

"Ich habe einfach meinen Platz im Schlagerbereich gefunden, zumindest damals, als es anfing. Da wurden mir Songs geschrieben und ich hatte darauf auch keinen Einfluss, sondern ich war die Interpretin und habe mich auch wirklich sehr, sehr wohlgefühlt mit dem, was ich mache. Nur, ich habe dann von Jahr zu Jahr gemerkt, ich möchte auch gerne mal die Tür ein bisschen öffnen und auch aus meinem Erfahrungsschatz erzählen. Ich möchte Erlebnisse verarbeiten, von Herz zu Herz sprechen können und das kam tatsächlich erst in den letzten Jahren auf, weil ich auch vorher nicht die Zeit, vielleicht auch nicht den Glauben und den Mut daran hatte, das einfach auch mal auszuprobieren. Das ist natürlich heute ein ganz anderer Musikstil wie noch vor 15 Jahren."
Das war das erste Cover von Helene Fischer.
Das war das erste Cover von Helene Fischer.Bild: screenshot/ vox

In jedem Fall sei es nie ihr Plan gewesen, sofort so groß zu werden. Schließlich habe das auch bei ihr ein bisschen gedauert. Die Sängerin habe mit ihrer Familie immer sehr bescheiden gelebt, jeder hatte einen normalen Beruf, gibt sie an. Helene sei die einzige gewesen, die sich für Entertainment und Musik interessiert habe. Wenn sie sich das Cover ihres ersten Albums "Von hier bis unendlich" anschaut, fällt ihr auf, dass sie sehr viel älter darauf aussehe, als sie in Wirklichkeit gewesen sei.

"Das geht mir prinzipiell oft so. Wenn man für Fernsehauftritte oder Fotos zurecht gemacht wird, wirkt man erwachsener, reifer. Das ist ein Vorteil für uns, wir können ab einem gewissen Zeitraum unser Make-up reduzieren und sehen dann auch jünger und frischer aus", amüsiert sich Helene.

So geht die Sängerin mit falschen Medienberichten über sie um

Schließlich fragt Janin die Sängerin, wie es denn für sie gewesen sei, wenn man vor den Augen der Menschen erwachsen werde. Offen erklärt Helene: "Man konnte mir wirklich dabei zusehen, wie ich mich entwickelt habe – auch mit all den Fehlern und diesem Straucheln. Wobei ich sagen muss, ich hatte trotzdem in all den Jahren so viel Glück und kann eigentlich nur dankbar zurückblicken auf das, was ich schaffen durfte. Denn so richtige Misserfolge habe ich tatsächlich noch gar nicht erlebt, oder würde sie vielleicht nicht erleben, weil es mein Charakter so nicht zulassen würde, dass ich daran kaputtgehen würde."

Helene gibt an, privat ein sehr viel ruhigerer Mensch zu sein als auf der Bühne.
Helene gibt an, privat ein sehr viel ruhigerer Mensch zu sein als auf der Bühne.Bild: screenshot/ vox

Privat sei sie übrigens auch überhaupt nicht so wie bei Auftritten: "Wenn ich auf die Bühne gehe, bin ich selbstbewusst, habe einfach Freude daran, fahr da aus der Haut und kann gar nicht anders. Aber im Privaten kann ich sehr gut still sein und trete dann gerne mal in den Hintergrund. Ich bin überhaupt nicht so laut wie auf der Bühne." Als Janin auf die Presse zu sprechen kommt, ist Helene sichtlich anzumerken, wie sehr ihr das Thema nach wie vor zusetzt. Besonders mit falschen Behauptungen über ihr Privatleben muss sie sich immer wieder auseinandersetzen.

Helene sagt dazu: "Mein Lieblingsthema. Das sind seit Jahren alles Lügen. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich mich darüber totlachen. Aber es ist schon sehr nervenaufreibend und da geht auch manchmal viel Energie drauf, weil man immer wieder mit Anwälten dagegen vorgehen muss. Es interessiert sie nur nicht, es wird trotzdem immer weiter geschrieben, egal, was ich mache und egal, wie hart wir manchmal dagegen vorgehen. Das nehmen sie alle in Kauf, weil diese Blätter nun mal gekauft werden und damit Geld verdient wird."

In der Sendung werden Helene Schlagzeilen über sie präsentiert.
In der Sendung werden Helene Schlagzeilen über sie präsentiert.Bild: screenshot/ vox

Und weiter: "Es sind immer Dramen oder etwas ganz Schönes, was auch nicht wahr ist. Ich war ja auch schon zig Mal in meiner Karriere schwanger, war schon weiß ich nicht wie oft verheiratet und wieder geschieden. Ich habe in all den Jahren schon oft Posts verfasst, habe sie in mein Handy gespeichert und eben nicht nach draußen gesendet, weil ich die Gerüchteküche und die Medien nicht noch mehr füttern wollte. Aber wie oft wollte ich schon Dampf ablassen und wie oft hat mir das wirklich wehgetan."

Zum Schluss fragt Janin Helene, ob die vergangenen 15 Jahre tatsächlich für sie ein Rausch gewesen seien. "Ja, definitiv. Es war sehr geprägt von sehr vielen, intensiven Momenten, manchmal vielleicht zu überwältigend, dass man das überhaupt greifen kann. Ich glaube, ich war da so in meinem Tunnel und so fokussiert auf die Arbeit, dass ich alles um mich herum auch teilweise vergessen habe. Das ist Gott sei Dank heute wieder in einem Gleichgewicht, aber es war schon so, dass ich wahrscheinlich sehr überarbeitet war und gar nicht gemerkt habe, wie viel ich an Energie immer wieder geben musste", so der Megastar.

Dschungelcamp 2022: Daher kennt man Nachrückerin Jasmin Herren

Beim diesjährigen Dschungelcamp sollte Jasmin Herren eigentlich "nur" Ersatzkandidatin sein, nun bekommt sie überraschend doch ihren großen Auftritt bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" auf RTL. Christin Okpara schied schon vor dem Einzug in das TV-Camp in Südafrika aus, Grund dafür sind Unstimmigkeiten bei ihrem Impfstatus. Jasmin selbst will die Chance bei Krabbelgetier und ekligen Urwald-Delikatessen zeigen und sich der Öffentlichkeit erstmals seit dem Tod ihres Mannes und Ex-Campers Willi Herren an einem Fernsehformat teilnehmen.

Zur Story