Maybrit Illner hat wie Markus Lanz eine eigene Talkshow im ZDF.
Maybrit Illner hat wie Markus Lanz eine eigene Talkshow im ZDF.
Bild: imago images/Emmanuele Contini

"Markus Lanz moderiert seine Sendung und ich eine andere": Maybrit Illner über Vergleich mit dem ZDF-Kollegen

09.09.2021, 13:37

Maybrit Illner gilt als eine der erfolgreichsten Talkshow-Hosts im deutschen TV. 2020 erreichte sie laut des Senders im Schnitt einen Marktanteil von 14,3 Prozent. "Das war im vergangenen Jahr der Topwert für Polit-Talks im deutschen Fernsehen", so das ZDF. Auch Markus Lanz dürfte sich über eine durchaus positive Entwicklung seiner Sendung freuen. 2020 verfolgten durchschnittlich 1,77 Millionen Zuschauer die Gesprächsrunden mit Politikern, Experten oder Virologen.

Im Interview mit dem Mediendienst "Dwdl" sprach Illner jetzt über die Zukunft ihrer Talkshow und verriet, ob sie wieder mit Publikum plant. Im Zuge dessen äußerte sie sich auch über Kollege Markus Lanz, der ebenfalls wie die 56-Jährige am Donnerstagabend im ZDF zu sehen ist.

Maybrit Illner spricht offen über die Polit-Shows

Auf die Frage, ob sie Lanz dafür beneiden würde, dass er viel mehr Zeit habe, sich einzelnen Gästen zu widmen, da die Sendung seit vielen Jahren auf große Gesprächsrunden setze, antwortete sie: "Markus Lanz moderiert seine Sendung und ich eine andere – und das ist auch bestens so. Seit der Pandemie hat er häufiger Politiker zu Gast und gute Interviews geführt, etwa mit Markus Söder und Armin Laschet in einer entscheidenden Phase im Frühjahr."

Markus Lanz führt seit 2008 durch die gleichnamige Talkshow.
Markus Lanz führt seit 2008 durch die gleichnamige Talkshow.
Bild: IMAGO/ APress

Und weiter: "Ich freue mich doppelt, dass der Donnerstag im ZDF mit diesem Doppel-Whopper Illner/Lanz so gut funktioniert. Da gönnen sich offensichtlich nicht nur Heavy-User immer gleich uns beide." Dies zeigen auch letztlich die Einschaltquoten, die besonders seit Beginn der Corona-Pandemie zunehmend nach oben gehen.

Vor Kurzem hatte Lanz in einem Interview mit dem Magazin "Journalist" beschrieben, wie sich speziell seine Sendung aufgrund des Fernbleibens von Publikum im Studio verändert habe. Dazu sagte er: "Die Stille im Studio hat die Sendung intensiver gemacht." Das habe dabei geholfen, "eine Instanz zu werden". Den "populistischen Ausfallschritt für den schnellen Applaus" traue sich ohne Publikum kaum ein Politiker. Ginge es nach dem Moderator, würde er künftig auf das Publikum ganz verzichten.

Hier ist Maybrit Illner in ihrer Sendung zu sehen.
Hier ist Maybrit Illner in ihrer Sendung zu sehen.
Bild: screenshot zdf

Illner sah das im Gespräch mit dem Mediendienst ähnlich und erklärte: "Ganz ehrlich, wir sind noch nicht dazu gekommen, darüber nachzudenken. Das Publikum gehörte immer zu unserer Sendung, und es fehlt mir. Auf der anderen Seite sind die Gespräche konzentrierter und intensiver geworden. Mancher Applaus hat in der Vergangenheit auch einfach spannende Gedankengänge unterbrochen."

Gleichzeitig finde die Moderatorin es erstaunlich, wie viele ihnen Zuschauer technische Fehler verzeihen. Der Grund: "Jeder, der Homeoffice macht, weiß, wie störend diese Zeitverzögerungen bei Videoschalten sind. Das ist eigentlich das glatte Gegenteil von dem, was man sich für so eine Sendung wünscht: Zugeschaltete Diskutanten. Aber Corona war wichtig, und die Leute haben uns geschaut."

Und damit ist noch lange nicht Schluss, denn Illner verliert auch nach über 20 Jahren noch nicht die Lust am Moderieren, wie sie zum Schluss andeutete: "Eigentlich könnte man doch jeden Tag eine solche Sendung machen. Wenn man das mit früher vergleicht, dann wird heute an einem Tag über so viele Themen gesprochen wie damals in einer ganzen Woche nicht."

(iger)

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