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AfD-Kreisverband hetzt gegen Joko und Klaas – und macht einen üblen Fehler 😂

Es war ein kleines Meisterstück der TV-Kunst. 15 Minuten, die für Schlagzeilen sorgten. Am Mittwochabend bekamen Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf von ihrem Sender Prosieben 15 Minuten zur freien Verfügung – die beiden Comedians konnten machen, was sie wollten.

Die Gäste von Joko & Klaas ziehen Hass der AfD auf sich

Als erstes kam Pia Klemp an die Reihe, Kapitänin des Rettungsschiffes "iuventa10", das auf dem Mittelmeer Geflüchtete rettete. Klemp erhob schwerste Vorwürfe an den "Friedensnobelpreisträger EU", der im Mittelmeer bewusst Menschen ertrinken lasse.

Ihr folgte Dieter Puhl, der in der Stadt Berlin als Obdachlosenhelfer tätig ist. Puhl erzählte Geschichten von Menschen, die auf den Straßen Berlins ihr Leben lassen mussten. Als Dritte kam dann Birgit Lohmeyer, die in ihrem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder von Neonazis bedroht wird.

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Hatten sich was ausgedacht: Joko und Klaas am Mittwochabend auf Prosieben.

AfD-Kreisverband schaltet sich ein

Vermutlich waren es Klemp und Lohmeyer, die beim Betreiber der Facebook-Seite des AfD-Kreisverbands Wilhelmshaven die Sicherungen durchbrennen ließen.

Wenige Tage nach der Sendung am Dienstagabend wurde auf der Facebook-Seite des AfD- Kreisverbands nämlich dieses Posting abgesetzt:

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Wie stern.de berichtet, wurde der Beitrag später wieder gelöscht. AfD Wilhelmshaven

Die Häme über diesen Beitrag folgte prompt: Denn eine "Abschaffung der GEZ" würde Joko und Klaas finanziell nicht wehtun. Die beiden arbeiten seit 2013 nicht mehr für die öffentlich-rechtlichen Sender, die vom Rundfunkbeitrag leben – sondern ausschließlich für den TV-Sender Prosieben, der ein privates, werbefinanziertes Unternehmen ist. Die GEZ-Abgabe – der Begriff wird heute vor allem von Kritikern des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks verwendet – wurde ohnehin 2013 abgeschafft und durch den Rundfunkbeitrag ersetzt, der pro Haushalt abzugeben ist.

AfD erntet hämische Twitter-Reaktionen

Der vermeindliche Feldzug der kleinen AfD-Gruppe ging so mächtig in die Hose, der Beitrag verschwand von der Facebook-Seite. Hohn und Spott von Nutzern, die noch schnell einen Screenshot machen konnten, werden bleiben.

(pb)

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