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Sophia Thiel spricht in einem Youtube-Video offen über ihre Essstörung. instagram/ sophia thiel

Sophia Thiel offenbart: "Ich spreche darüber, dass ich eine Essstörung habe"

Sophia Thiel kündigte im Mai 2019 an, dass sie sich aus allen Social-Media-Kanälen zurückziehen werde. Ihre Entscheidung begründete sie damit, dass es ihr in letzter Zeit immer schwerer gefallen sei, sie selbst zu sein: "Der Spagat zwischen Athletin, Fitness-Model, Online-Trainerin, Person des öffentlichen Lebens und Influencerin zehrte immer mehr an mir und meinen Energiereserven." Zudem müsse sie sehr diszipliniert sein, da sie nicht von Natur aus schlank sei. Die Auszeit sollte schließlich fast zwei Jahren dauern.

Mitte Februar meldete sich die 26-Jährige dann bei ihren Fans zurück und feierte ein fulminantes Comeback. In einem neuen Youtube-Video offenbarte Sophia nun, warum die damalige Auszeit tatsächlich so wichtig für sie gewesen sei. Unter dem Titel "Ich habe eine Essstörung" sprach die Fitness-Bloggerin nun nämlich erstmals über ihre psychische und physische Gesundheit.

Sophia Thiel kündigt "emotionalstes Video" an

Auf Instagram teaserte Sophia das Video mit folgenden Worten an: "Ich bin immer noch nervös und aufgeregt, denn ich habe mein Youtube-Video hochgeladen. Nein, das ist kein Clickbait, sondern ich spreche darüber, dass ich eine Essstörung habe." Und weiter:

"Das ist mein emotionalstes, privatestes, intimstes und mir persönlich wichtigstes Youtube-Video, was ich in meiner gesamten Social-Media-Laufbahn hochgeladen habe. Es war für mich kein leichter Schritt, aber ist für mich einfach persönlich wichtig. Jetzt ist es raus und es fällt mir ein großer Stein vom Herzen."

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Sophia Thiel spricht emotional in ihrer Instagram-Story über ihr neuestes Video. instagram/ sophia thiel

In dem Youtube-Video sagte die Influencerin schließlich: "Ich möchte kein Geheimnis mehr daraus machen. Ja, ich habe eine Essstörung. Ich bin mega stolz auf mich selbst, dass ich das heute so sagen kann. Es wird mir in Zukunft sehr wichtig sein, über das Thema Essstörung aber auch Psychotherapie aufzuklären und die Hemmschwelle und die Berührungsängste davon zu nehmen." Emotional berichtete Sophia, dass sie sehr lange diesen Kampf mit sich selbst ausgetragen habe, sodass sie darüber bis jetzt nicht öffentlich sprechen konnte.

"Ich hatte schon seit meiner Kindheit ein sehr instabiles Essverhalten, bin dann während meiner Schulzeit sogar in eine Magersucht-Richtung hineingerutscht, was ich auch so noch nicht erzählt habe. Ich habe da zum ersten Mal mit Essstörungen Berührungspunkte gehabt und habe bei meiner Größe unter 50 Kilo gewogen", so die Fitness-Bloggerin. Danach sei sie zum Bodybuilding gekommen und habe gedacht, den Schlüssel für sich in diesem Sport, mit dem perfektionistischem Ansatz und diesem Schwarz-Weiß-Denken gefunden zu haben.

Doch das war ein Trugschluss, wie der Social-Media-Star weiter berichtete: "Ich war total überzeugt von dem Weg, nur hatte ich persönlich immer diese Ansprüche an mich selbst, dass das nie genug war. Es war ein Zusammenspiel von ganz vielen Faktoren, die die Bombe zum Platzen brachte." Wenn sie in Top-Form ist, Leistung erbringt, habe sie Erfolg, sagte sie. Ihren Selbstwert habe sie allerdings genau darüber definiert.

Sophia Thiel spricht über Bulimie

"Ich bin in eine handfeste Essstörung hineingerutscht. Das habe ich wirklich nicht kommen gesehen. Das war ein sehr, sehr schleichender Prozess. Ich kann nicht sagen, wann es angefangen hat. Es war nicht der einzige, aber es war ein großer Punkt, warum ich in die Auszeit gegangen bin, weil ich diesen Kampf mit mir selbst nicht mehr in der Öffentlichkeit austragen konnte", offenbarte sie in dem Video. Die 26-Jährige habe eigentlich aufgrund von Mobbing mit dem Sport angefangen, aber durch die Öffentlichkeit sei noch viel mehr Mobbing auf sie zugekommen, so Sophia.

Je mehr die Sportlerin Kontrolle ausgeübt habe, desto schlimmer sei es mit der Essstörung geworden. "Es hat sich immer mehr zugespitzt. Ich wollte schneller abnehmen, mehr Muskeln aufbauen. Ich habe auch immer mehr Gewalt bei mir angewendet und habe aufgehört, auf mich selbst, auf meine eigenen Bedürfnisse zu hören. Was sich bei mir aufgebaut hat, nennt sich Bulimia Nervosa", erklärte sie. Und weiter:

"Diese Erkenntnis hatte ich erst bei mir in meiner Auszeit, als alle Stricke gerissen sind. Das war fast schon wie ein Dämon, ein Monster in mir, was ausbricht und mich einfach handlungsunfähig macht."

Erst eine Therapie habe ihr geholfen, einen Weg aus der Krankheit zu finden: "Psychotherapie ist das Beste, was ich hätte tun können. Ich würde es jedem da draußen empfehlen. Ich habe mich geärgert, dass ich das nicht schon eher angenommen habe. Ab diesem Zeitpunkt habe ich enorme Besserungsschritte machen können." Um ihren Heilungsprozess zu fördern, habe sie auch angefangen, zu schreiben. Daraus ist nun ein Buch mit dem Titel " Come back stronger: Meine lange Suche nach mir selbst" entstanden, das ab dem 7. Mai verfügbar ist.

(iger)

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