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Gina Carano posiert

Schauspielerin Gina Carano sorgte mit der Verharmlosung des Holocausts für ihre eigene Kündigung. Bild: Getty Images/ Jesse Grant

"Mandalorian"-Star Gina Carano sorgt mit antisemtischen Aussagen für Eklat – das hat nun drastische Konsequenzen

Gina Carano scheint ihre Karriere für antisemitische Aussagen riskiert zu haben. Die Schauspielerin war in einigen Folgen der ersten und zweiten Staffel von "The Mandalorian" in der Rolle der Cara Dune zu sehen und wirkte unter anderem auch in "Deadpool" und "Fast & Furious 6" mit. Zuvor machte sich Carano außerdem einen Namen als Mixed-Martial-Arts-Kämpferin.

In dieser Woche machten jedoch Instagram-Storys von Carano Negativschlagzeilen – in den Posts hatte sie die Judenverfolgung verharmlost. Das "The Mandalorian"-Produktionsunternehmen Lucasfilm reagierte umgehend auf den Eklat. Auf Anfrage des Branchenmagazins "Variety" sagte ein Sprecher dazu:

"Gina Carano ist derzeit nicht bei Lucasfilm beschäftigt und es gibt auch künftig keine Pläne für sie."

Für die Äußerungen Caranos fand der Sprecher im Statement des Weiteren eine drastische Einschätzung: "Ihre Social-Media-Beiträge, die Menschen aufgrund ihrer kulturellen und religiösen Identität verunglimpfen, sind abscheulich und inakzeptabel."

In dem Instagram-Beitrag hatte Carano den Holocaust verharmlost

Kurz zuvor formierte sich bereits auf Twitter unter dem Hashtag #FireGinaCarano eine immense Hate-Welle, nachdem ihre Posts vom Mittwoch viral gingen. Auf Instagram schrieb sie wörtlich: "Juden wurden auf der Straße nicht von Nazi-Soldaten, sondern von ihren Nachbarn geschlagen... sogar von Kindern. Weil die Geschichte verfälscht wiedergegeben wird, wissen die meisten Menschen heute nicht, dass die Regierung ihre eigenen Nachbarn dazu brachte, sie einfach dafür zu hassen, Juden zu sein, um an den Punkt zu gelangen, an dem Nazisoldaten leicht Tausende von Juden zusammentreiben konnten."

Schließlich wurde in dem Post eine Parallele zu politischen Meinungen gezogen. "Wie unterscheidet sich das davon, jemanden für seine politischen Ansichten zu hassen?", hieß es weiter. Laut "Variety" stammte der Beitrag ursprünglich von einem anderen Instagram-Account, demnach handelte es sich also um einen Repost.

Anschließend an diesen Post sei ein Foto in Caranos Instagram-Story zu sehen gewesen, auf dem eine Person mehrere Stoffmasken übereinander trägt. Dort soll die Bildunterschrift folgende gewesen sein: "Währenddessen in Kalifornien...". Eigentlich verschwinden Story-Posts erst nach 24 Stunden, diese beiden waren vermutlich von der Darstellerin selbst vorher im Laufe des Mittwochs gelöscht worden. Ein weiterer Beitrag, in dem es hieß, dass sich der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein nicht das Leben genommen habe, blieb bestehen.

Gina Carano fiel in der Vergangenheit schon negativ auf

Zudem ist es nicht das erste Mal, dass Carano mit solchen Eklats auffällig wurde. Schon zuvor hatte sie sich über das Tragen von Masken lustig gemacht, glaubte in weiteren Posts zu wissen, dass es in den USA einen Wahlbetrug zu Ungunsten von Donald Trump gegeben habe und verspottete im vergangenen November Menschen, die mit einem bestimmten Pronomen angesprochen werden möchten. Carano schrieb in ihre Twitter-Bio, wo gewünschte Pronomen normalerweise oft genannt werden "beep/bop/boop". Wenig später löschte sie das ebenfalls. Auch über die Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter hatte sie sich abwertend geäußert.

Mit den antisemitischen Entgleisungen scheint Carano nun aber endgültig zu weit gegangen zu sein. Denn vor einigen Wochen schien Lucasfilm durchaus an die Schauspielerin zu glauben. Im vergangenen Jahr soll das Unternehmen noch eine eigene Serie bei Disney+ für Carano angedacht haben, diese Pläne aber nach den zweifelhaften Tweets im November über Bord geworfen haben.

"Lucasfilm hatte schon seit zwei Monaten einen Grund gesucht, um sie zu feuern. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat", fasste ein Branchen-Insider gegenüber "Hollywood Reporter" zusammen. Gina Carano selbst wollte sich zu den Entwicklungen bislang nicht äußern.

(cfl)

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