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Kollegah weilt in diesen Tagen im Urlaub. Aus einem griechischen Pool reagiert er auf die aktuellen Abzock-Vorwürfe gegen ihn. screenshot-youtube

"Ekelhaft" – Kollegah reagiert auf Abzock-Vorwürfe und veröffentlicht Interview

Der Rapper Kollegah hat in einem Youtube-Video am Freitag auf Vorwürfe reagiert, sein Coaching-Programm "Alpha-Mentoring" würde die eigenen Kunden abzocken. Die deutschen Portale von "Vice" und "Buzzfeed" hatten in einer gemeinsamen Reportage schwere Vorwürfe gegen den Rapper erhoben, der mit bürgerlichem Namen Felix Blume heißt.

In der Reportage heißt es unter anderem, dass Kunden für einen der Plätze im Programm rund 2000 Euro zahlen müssten – und dafür nur fragwürdige Gegenleistungen erhalten würden. Beispielsweise erhielten die Kunden des Rappers Zugang zu einer privaten Facebook-Gruppe, in der simpleste Ratschläge vergeben würden, und einem Video-Chat mit Kollegah, in dem der Rapper krude Verschwörungstheorien verbreiten würde. Zudem würden die Mitarbeiter des Rappers die Kunden des Programms vor Vertragsabschluss unter Druck setzen.

Kollegah zeigt Video mit Radiosender

In dem 38 Minuten langen Youtube-Video bezeichnete Kollegah die Reportage der Journalisten als "ekelhaft", er selbst habe nichts zu verbergen. Hinter seinem Coaching-Programm stehe er weiterhin. Interviewanfragen von Medien habe er in den vergangenen Tagen abgelehnt, weil objektive Berichterstattung eine "absolute Seltenheit" sei. In seinem Video gibt Kollegah aber doch zu, ein Interview mit "1Live" gemacht zu haben, einem Sender des WDR. Der hat die Ausstrahlung des Beitrages auf 1LIVE gegenüber watson bestätigt. Der Rapper selbst liefert Bilder vom Telefonat mit dem Sender.

Das sagte Kollegah im gezeigten Interview:

Auf die Frage, wie er selbst zum Artikel stehe, griff Kollegah zunächst das Magazin "Vice" an. Weil er "out of the box" denke, habe ihn das Magazin immer wieder angegriffen. Der Bericht des Magazins sei dabei aus dem Kontext gerissen. Sowieso habe der Undercover-Reporter des Portals in seinen zwei Wochen beim Coaching-Programm nicht ausreichend Erfahrungen sammeln können.

Die anderen Mitglieder seines Coaching-Programms seien mit dem Angebot sehr zufrieden gewesen. In seinem Programm finde ein "Meinungs- und Weltanschauungsaustausch" statt, er wolle niemanden indoktrinieren. In der Reportage von "Vice" und "Buzzfeed" wird dagegen geschildert, wie Kollegah in einem Video-Call mit seinen Anhängern von einem Pyramidensystem schwadroniert, in dem Satan persönlich an der Spitze sitzen würde. Die einfachen Menschen, so wird Kollegah in dem Bericht zitiert, seien ganz am Boden dieses Systems.

Kollegah kommt bei "1Live" ohne kritische Nachfragen davon

Dann beginnt der Rapper ausführlich auf die Vorzüge seines Programms zu verweisen: Im Radio-Gespräch bestätigt er, dass die im Vice-Artikel genannten 2000 Euro der Fixpreis für das Coaching bei ihm seien. Kollegah gerät im Gespräch in den Verkaufsmodus: Wem die 2000 Euro zu teuer seien, der könne ja auch sein Buch kaufen. Oder ihm auf Social Media folgen.

Kurios: Da stimmt Kollegah auch der "1Live"-Redakteur zu. Im Video ist vom Journalisten zu hören: "Ja, glaube ich. Also, wenn man sich diese Preise (gemeint sind die Preise anderer Coaching-Anbieter, Anm. d. Red.) anguckt, sind die wirklich ok, glaube ich."

Bei all dem scheint es so, als würde Kollegah den Journalisten von sich überzeugen – kritische Nachfragen bleiben jedenfalls aus. Der WDR-Redakteur wird versöhnlich, seine nächste Frage : "Wer ist der bessere Lifecoach? Du oder Curse?" Beim angesprochenen Curse handelt es sich um einen weiteren in der Szene bekannten Rapper, der ebenfalls Coachings anbietet.

Kollegah erklärt, dass er sehr stolz auf sein Programm sei. Der "1Live"-Redakteur antwortet: "Ja, cool. Das freut mich, dass es dir gut damit geht." Im fertigen "1Live"-Beitrag sind dann beide Seiten der Debatte zu hören: Sowohl ein "Buzzfeed"-Reporter und eben Kollegah kommen zu Wort.

Das scheint dem Rapper wohl nicht zu reichen. Nur so lässt sich das 38-Minuten-Video erklären, das Kollegah am Freitag aus seinem griechischen Pool veröffentlichte.

(mbi/pb)

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