Oliver Pocher besuchte seine Amira bereits das eine oder andere Mal in der Live-Show von "Let's Dance".
Oliver Pocher besuchte seine Amira bereits das eine oder andere Mal in der Live-Show von "Let's Dance".Bild: Andreas Rentz/Getty Images

"Wenn der kommt, reiße ich dir den Kopf ab": Amira Pocher will Vater bei "Let's Dance" nicht wiedersehen

02.05.2022, 17:55

Am Freitagabend stehen noch sechs Tanzpaare bei "Let's Dance" auf der großen Showbühne und kämpfen ums Weiterkommen. An diesem Tag lautet das Motto "Magic Moments". Die Stars sind dazu angehalten, ihre emotionalen Augenblicke auf das Parkett zu bringen. Neben Bastian Bielendorfer, Janin Ullmann, Mathias Mester, René Casselly und Sarah Mangione ist auch noch Amira Pocher im Rennen. Vergangene Woche erhielt sie für ihren Cha Cha Cha 23 Punkte von der Jury.

In der neuesten Podcastfolge sprach die Moderatorin zusammen mit Mann Oliver Pocher über die kommende Sendung. Im Zuge dessen wurde schnell klar, dass ihr Auftritt besonders emotional werden wird, weil es um die Beziehung zu ihrem Vater geht.

Amira Pocher behandelt Verhältnis zu ihrem Vater im nächsten Tanz

Zunächst stellte Oliver Pocher fest, dass sie mit ihrer aktuellen Platzierung "Familienbeste geworden" sei. Schließlich müssten nur noch drei Tanzpaare gehen, bevor das Finale anstehe. Amira meinte sofort: "Das Finale werde ich nicht schaffen. Ich tippe auf René, Janin und Mathias." So sah es auch der Komiker:

"Das ist auch meine Einschätzung, dass du im Halbfinale, eine Woche vor dem Finale, gehen musst. Diese Woche fliegt Bastian, weil es jetzt auch auserzählt ist, dann Sarah und dann wird es dich treffen. Wenn es da vielleicht noch eine Überraschung gibt, muss sonst einer von den Lieblingen, da gehörst du definitiv nicht dazu, vorher gehen. Momentan ist ganz klar: Janin, René und Mathias würde man gerne im Finale sehen, so wird zumindest immer aktuell gepunktet."

Nun würden aber in jedem Fall die "Magic Moments" anstehen. Amira verriet bereits vorab, um was es bei ihr gehen wird. "Ein großes Thema war das Wiedersehen mit meinem Vater in Ägypten vor vier Jahren. Das habe ich als meinen 'Magic Moment' ausgewählt. Ich vertanze die nicht vorhandene Beziehung zu meinem Vater und dann das Wiedersehen. Es gibt da einen Song, der wirklich weltweit ein Hit war, nämlich 'Papaoutai' von Stromae."

Dieses Lied wählte Amira für ihre emotionale Performance aus und erklärte dazu: "Er hatte anscheinend auch eine schwierige Beziehung zu seinem Vater und singt im Refrain: 'Papa, wo bist du?'. Bei mir ist es so, dass ich drei Jahre alt war, als mein Vater gegangen ist. Mein Bruder war fünf. Ich habe keinerlei Erinnerungen an ihn gehabt. Natürlich sucht man stetig in seiner Kindheit nach seinem Vater bzw. nach dieser fehlenden Hälfte. Das klingt alles so klischeehaft, aber du fühlst dich unvollständig und genau das ist immer ein sehr großes Thema gewesen bei mir."

Vor vier Jahren kam es schließlich zu einem bewegenden Aufeinandertreffen, die Idee dafür lieferte übrigens der Comedian. "Dann mit 25 hast du mir gesagt: 'Amira, lass uns einfach nach Ägypten fliegen.' Dann gab es das Wiedersehen, das ist die Geschichte", so Amira. Das Lied von Stromae würde besonders gut zu ihr passen, weil der Song von dieser Emotion, dieser Wut lebe.

Abschließend erklärte sie dazu: "Ich war jetzt kein trauriges Kind, ich war eher das wütende Kind, was nicht verstanden hat: Warum kann ich nicht meinen Papa haben? Warum haben alle einen Papa und ich nicht? Ich bin eher powerful, stolz und mit dem Blick nach vorne gewesen. Das ist genau mein Ding, das passt wirklich wie die Faust aufs Auge und ich bin so happy, dass Massimo da so eine geile Choreografie gezaubert hat. Jetzt hoffe ich einfach nur, dass ich sie hinkriege."

Pocher fügte hinzu: "Jetzt sind vier Jahre vergangen, ohne, dass du deinen Vater gesehen hast. Ich hatte wirklich vor, deinen Vater in die Sendung zu bekommen oder dass er dabei sein kann. Du warst immer dagegen. Warum eigentlich?" Die Moderatorin gab an, dass sie sich dann unwohl fühlen würde und "mega nervös" wäre. "Klar freue ich mich, ihn zu sehen, aber dann nicht auf einer Bühne oder irgendwo hier in Deutschland. Ich würde jetzt gerne mit den Kindern mal wieder nach Ägypten fliegen, dass sie ihren Opa kennenlernen, dass er seine Enkelkinder kennenlernt, aber nicht für eine Show. Natürlich wäre das hollywoodreif, wenn er am Ende da stehen würde."

In diesem Moment machte sich Pocher bemerkbar, was der 29-Jährigen gar nicht gefiel. Sie stellte klar: "Du brauchst gar nicht so lachen. Wenn der kommt, reiße ich dir den Kopf ab. Ich habe dir das gesagt, Oli." Der Vater von fünf Kindern sagte daraufhin, dass es sowieso sehr kompliziert sei, jemanden aus Ägypten hierher zu bekommen. "Deswegen wird es wohl nicht klappen", erklärte er. Darüber sei Amira "jetzt auch nicht traurig", weil das Wiedersehen nicht in einer Live-Show stattfinden müsse.

"Das fühlt sich für mich so nicht richtig an, ich hätte das so nicht geplant", so Amira. Zuletzt sei der Kontakt ohnehin "ein bisschen abgeklungen". Einmal in einem halben Jahr hätte man sich gemeldet. Pocher meinte, dass er es auch schade findet, "dass der Kontakt so abgerissen ist. Es ist immer über die Entfernung ein bisschen kompliziert, aber das liegt auch an einem selbst, dass man da versucht, den Kontakt aufrechtzuerhalten".

Übrigens, bei Amiras "Let's Dance"-Auftritt tauchte ihr Vater nicht im Studio auf. Dafür wurde ihr eine emotionale Videobotschaft von ihm vorgespielt. Darin sagte er: "Hallo Amira, wie geht es dir Schatzi? Ich weiß, dass ich 20 Jahre nicht mit dir gewesen bin. Ich habe mir gewünscht, immer mit dir zu sein. Ich bin froh, dass du mit Oliver bist. Ich habe gesehen, dass du gut tanzen kannst. Ich wünsche dir aus Ägypten viel Glück. Ich liebe dich, ich vermisse dich so." Der Moderatorin kamen schnell die Tränen, auch ihr Mann Oliver Pocher, der im Studio saß, musste nach diesem besonderen "Magic Moment" weinen.

(iger)

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